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Indianapolis 500 1961

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
BERJAYA
Trevis-Offenhauser; der Siegerwagen von A.J. Foyt

Das 45. Indianapolis 500 fand am 30. Mai 1961 am Indianapolis Motor Speedway statt.

BERJAYA
The Brickyard

Es war das zweite Rennen der USAC-Saison 1961. A. J. Foyt holte den ersten seiner vier Indy-500-Siege. Zudem war 1961 das letzte Rennen mit einem längeren Abschnitt der ursprünglichen Ziegelstein-Oberfläche, die auf der Zielgeraden noch vorhanden war. Im Herbst wurde fast vollständig asphaltiert, denn man ließ knapp einen Meter im Originalzustand, den The Brickyard.[1]

Als „British Invasion“, schon einige Jahre vor den Beatles 1964, wurde der Auftritt von Brabham bezeichnet. Der zu dem Zeitpunkt zweimalige Formel-1-Weltmeister Jack Brabham trat in einem Cooper-Climax T54 mit Heckmotor an, genaugenommen ein Mittelmotor, eingebaut zwischen den Achsen, aber hinter dem Fahrer. Diese Heckmotorbauweise war im Rennsport seit den Auto-Union-Rennwagen der 1930ern bekannt, hatte sich aber nicht durchgesetzt bis Brabham 1959 erstmals F1-Weltmeister wurde. Bereits 1939 gab es in Indy einen Starter mit Heckmotor, im Unterschied zu damals war der Einsatz 1961 erfolgreicher, allerdings durch fehlenden Hubraum weitgehend ohne Chancen auf den Sieg. In der Formel 1 waren bis 1960 2,5 Liter Hubraum erlaubt, jedoch ab 1961 nur noch 1,5 Liter, wodurch der Vierzylinder-Coventry Climax nicht mehr regelkonform war. Eine Weiternutzung in den USA bot sich an, und im Oktober 1960 vor dem Großer Preis der USA 1960 wurde auf dem Oval mit einem T53 getestet. Zudem wurden Sponsoren gefunden, darunter Dunlop, wobei seit langen Jahren Firestone dominierte. Auch aufgebohrt auf 2,7 Liter war der Coventry weit weg von den beim Indy 500 erlaubten 4,4 Litern. Der kleine Einsitzer gehörte auf eine Runde nicht zu den schnellsten, hatte aber theoretische Vorteile bei Kurvenverhalten, Reifenverschleiß und Verbrauch die Brabham nutzen wollte. Um für 800 Kilometer Vollgas bei nur zwei geplanten Stopps genug Treibstoff bunkern zu können, wurde ein längeres Chassis gebaut, Cooper T54.

Trotz 180-PS-Leistungsdefizit zu den vorherrschenden Offenhauser-Motoren qualifizierte sich „Black Jack“ als 13. und kam, nach zeitweise drittem Platz, ohne Rundenrückstand mit den vollen 200 Runden auf der Uhr als Neunter ins Ziel.[2] Aus der Pole-Position startete Eddie Sachs mit einer Vierrunden-Durchschnittszeit von 4:04.10 Min. oder 147,481 mph (237,348 km/h). Die schnellste Runde im Rennen drehte Troy Ruttman in 1:00,98 Sekunden (147,589 mph).[3]

Startaufstellung

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Reihe[4] Innen Mitte Außen
1 Vereinigte Staaten Eddie Sachs Vereinigte Staaten Don Branson Vereinigte Staaten Jim Hurtubise
2 Vereinigte Staaten Rodger Ward Vereinigte Staaten Parnelli Jones Vereinigte Staaten Dick Rathmann
3 Vereinigte Staaten A. J. Foyt Vereinigte Staaten Len Sutton Vereinigte Staaten Bill Cheesbourg
4 Vereinigte Staaten Eddie Johnson Vereinigte Staaten Jim Rathmann Vereinigte Staaten Wayne Weiler
5 Australien Jack Brabham Vereinigte Staaten A. J. Shepherd Vereinigte Staaten Gene Hartley
6 Vereinigte Staaten Bob Christie Vereinigte Staaten Paul Goldsmith Vereinigte Staaten Shorty Templeman
7 Vereinigte Staaten Ebb Rose Vereinigte Staaten Johnny Boyd Vereinigte Staaten Jack Turner
8 Vereinigte Staaten Troy Ruttman Vereinigte Staaten Jimmy Daywalt Vereinigte Staaten Bobby Grim
9 Vereinigte Staaten Lloyd Ruby Vereinigte Staaten Al Keller Vereinigte Staaten Don Davis
10 Vereinigte Staaten Chuck Stevenson Vereinigte Staaten Roger McCluskey Vereinigte Staaten Cliff Griffith
11 Vereinigte Staaten Dempsey Wilson Vereinigte Staaten Norm Hall Vereinigte Staaten Bobby Marshman

Schlussklassement

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Pos. Fahrer Konstrukteur Runden Zeit km/h s. Rd. Führung
1. BERJAYA A. J. Foyt BERJAYA Trevis 200 222,608 71
2. BERJAYA Eddie Sachs BERJAYA Ewing 200 222,465 44
3. BERJAYA Rodger Ward BERJAYA Watson 200 221,662 7
4. BERJAYA Clark Templeman BERJAYA Meskowski 200 218,996
5. BERJAYA Al Keller BERJAYA Phillips 200 217,654
6. BERJAYA Chuck Stevenson BERJAYA Epperly 200 217,187
7. BERJAYA Bobby Marshman BERJAYA Epperly 200 216,854
8. BERJAYA Lloyd Ruby BERJAYA Epperly 200 215,776
9. BERJAYA Jack Brabham BERJAYA Cooper 200 214,585
10. BERJAYA Norm Hall BERJAYA Kurtis Kraft 200 215,566
11. BERJAYA Gene Hartley BERJAYA Trevis 198
12. BERJAYA Parnelli Jones BERJAYA Watson 192 27
13. BERJAYA Dick Rathmann BERJAYA Watson 164 Benzinpumpe
14. BERJAYA Paul Goldsmith BERJAYA Lesovsky 160 Ölleck
15. BERJAYA Wayne Weiler BERJAYA Watson 147 Reifenschaden
16. BERJAYA Dempsey Wilson BERJAYA Kuzma 145 Benzinpumpe
17. BERJAYA Bob Christie BERJAYA Kurtis Kraft 132 Zylinder
18. BERJAYA Eddie Johnson BERJAYA Kuzma 127 Unfall
19. BERJAYA Len Sutton BERJAYA Watson 110 Kraftübertragung
20. BERJAYA Troy Ruttman BERJAYA Watson 105 Kupplung
21. BERJAYA Johnny Boyd BERJAYA Watson 105 Kupplung
22. BERJAYA Jim Hurtubise BERJAYA Epperly 102 Zylinder 35
23. BERJAYA Ebb Rose BERJAYA Porter 93 Ölleitung
24. BERJAYA Clifford Griffith BERJAYA Elder 55 Motor
25. BERJAYA Jack Turner BERJAYA Kurtis Kraft 52 Unfall
26. BERJAYA A. J. Shepherd BERJAYA Christensen 51 Unfall
27. BERJAYA Roger McCluskey BERJAYA Moore 51 Unfall
28. BERJAYA Bill Cheesbourg BERJAYA Kuzma 50 Unfall
29. BERJAYA Don Davis BERJAYA Trevis 49 Unfall
30. BERJAYA Jim Rathmann BERJAYA Watson 48 Zündung
31. BERJAYA Jimmy Daywalt BERJAYA Kurtis Kraft 27 Bremsen
32. BERJAYA Bobby Grim BERJAYA Watson 26 Benzineinspritzung
33. BERJAYA Don Branson BERJAYA Epperly 2 Ventile
  • Rick Popely, L. Spencer Riggs: Indianapolis 500 Chronicle. Publications International Ltd., Lincolnwood IL 1998, ISBN 0-7853-2798-3.
Commons: Indianapolis 500 1961 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. https://www.youtube.com/watch?v=J7WxhwVIN5g
  2. Kurt Ernst: The 1961 Cooper-Climax T54 marked the beginning of the end of the Indy Roadster era. 31. Juli 2018, abgerufen am 2. November 2021 (englisch).
  3. indianapolismotorspeedway.com: Indianapolis 500 1961, abgerufen am 7. Januar 2024
  4. motorsportmagazine.com: Indianapolis 500 1961, abgerufen am 7. Januar 2024