close
Zum Inhalt springen

Grabno (Ośno Lubuskie)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Grabno
?
Hilfe zu Wappen
Grabno (Polen)
Grabno (Polen)
BERJAYA
Grabno
Basisdaten
Staat: PolenBERJAYA Polen
Woiwodschaft: Lebus
Powiat: Słubice
Gmina: Ośno Lubuskie
Geographische Lage: 52° 26′ N, 14° 56′ OKoordinaten: 52° 25′ 39″ N, 14° 55′ 50″ O
Einwohner: 125 (2011)
Postleitzahl: 69-214
Telefonvorwahl: (+48) (+48) 95
Kfz-Kennzeichen: FSL
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Posen-Ławica
Berlin
BERJAYA
Grabno, alter evangelischer Friedhof. 2017.

Grabno (deutsch Buchholz) ist ein Dorf in Polen in der Gemeinde Ośno Lubuskie im Powiat Słubicki der Woiwodschaft Lebus.

Im Jahre 1286 als Bucholt erstmals urkundlich erwähnt, kam das Dorf mit Zielenzig an den Templerorden und nach dessen Auflösung 1350 an den Johanniterorden. Um das Jahr 1461 gehörte das Dorf der Familie von Winning.[1] 1491 wurde Hartz von Winning zu Walewitz von dem Johanniterorden-Herrenmeister Georg von Schlaberndorff mit dem Dorfe Buchholz belehnt. Es blieb im Besitz der Familie von Winning, u. a. um 1725 bei Kaspar Friedrich von Winning,[2] bis zum Jahr 1785.[3]

Dann erwarb Hans von Schönebeck das Gut und mit ihm wechselten die Besitzer: 1809 Hauptmann von Rittberg, 1812 der Geheime Rath Pastorf, 1833 Kasser, 1842 Otto von der Hagen.[4][5]

Um 1880 war Leutnant a. D. Paech örtlicher Gutsbesitzer und betrieb sogleich eine Ziegelei.[6] Ende 1920er Jahre hieß der Gutsherr Arthur Wendland. Das Rittergut Buchholz mit Vorwerk Hoheneichen und Wohnplatz Riegesheim war mit 1485 ha umfangreich. Das Gut was damals beteiligt an der Stärkefabrik in Drossen..[7]

1913 hatte das Dorf 227 Einwohner, 210 nach der Volkszählung von 1970 und 187 Einwohner 1978. Der ehemalige Gutsbezirk, als juristisch eigenständiger Ort bestehend bis 1928, und das Dorf gehörten einst zum alten Sternbergischen Kreis, dann zur Provinz Brandenburg, Regierungsbezirk Frankfurt a. d. O., zum Kreis West-Sternberg, bis 1945.

Persönlichkeiten

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Buchholz, In: Siegmund Wilhelm Wohlbrück: Geschichte des ehemahligen Bisthums Lebus und des Landes dieses Nahmens. Band 3, (Albert) Nauck, Berlin 1832, S. 532 f.
  • Buchholz, In: Generalleutnant (GL) Leopold von Winning: Die Geschichte des Geschlechts derer von Winning. Verlag C. A. Starke, Görlitz 1906, u. a. S. XVI, S. 71, S. 203.
  • Buchholz, In: (GL) Leopold von Winning: Das Kirchenbuch zu Buchholz, Kreis West-Sternberg. In: Ad. M. Hildebrandt: Vierteljahresschrift für Heraldik, Sphragistik und Genealogie. XXVII. Jahrgang, Hrsg. Herold (Verein), Carl Heymanns Verlag, Berlin 1899, S. 353 ff.

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Vgl. Christoph Franke et al.: Genealogisches Handbuch des Adels. Adelslexikon. Band XVI (Weg - Z), Band 137 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, Verlag C. A. Starke, Limburg an der Lahn 2005, S. 255.
  2. Marcelli Janecki (Red. zug.): Jahrbuch des Deutschen Adels. Band 1, Hrsg. Deutsche Adelsgenossenschaft (D.A.G.), W. T. Bruer, Berlin 1896, S. 859.
  3. Siegmund Wilhelm Wohlbrück: Geschichte des ehemahligen Bisthums Lebus und des Landes dieses Nahmens. Band 3, Nauck, Berlin 1832, S. 532 f.
  4. Heinrich Berghaus: Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Band 3, Verlag Adolph Müller, Brandenburg 1856, S. 268.
  5. Siehe Literatur: Leopold von Winning: Die Geschichte des Geschlechts derer von Winning. Verlag C. A. Starke, Görlitz 1906.
  6. Vgl. P. Ellerholz, H. Lodemann, H. von Wedell: General-Adressbuch der Ritterguts- und Gutsbesitzer im Deutschen Reiche. 1. Band: Das Königreich Preussen, Lfg. 1: Die Provinz Brandenburg. Nicolaische Verlags-Buchhandlung R. Stricker, Berlin 1879, S. 64–65, doi:10.18452/377 (Digitalisat).
  7. Vgl. Ernst Seyfert, Hans Wehner, Alexander Haußknecht, Ludwig Hogrefe: Landwirtschaftliches Adreßbuch der Rittergüter, Güter und Höfe der Provinz Brandenburg. [1929]. Verzeichnis sämtlicher Rittergüter, Güter und Höfe von ca. 20 ha aufwärts. Mit Unterstützung von Staats- und Kommunalbehörden, sowie des Brandenburgischen Landbundes zu Berlin, sowie der Kreislandbünde. Nach amtlichen Quellen und auf Grund direkter Angaben bearbeitet. In: Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher. Band VII, 4. Auflage, (Letzt-Ausgabe-Paul Niekammer-Reihe), Verlag Niekammer’s Adreßbüchern GmbH, Leipzig 1929, S. 287.