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Provinz Brandenburg

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Preußische Provinz
Brandenburg
Flagge Wappen
Fahne – Landesfarben der preußischen Provinz Brandenburg
Wappen der Provinz
Lage in Preußen
Lage der Provinz Brandenburg in Preußen
Daten aus dem Jahr {{{Stand}}}
Bestehen 1815–1947
Provinzhauptstadt Potsdam (bis 1827),
Berlin (1827–1843),
Potsdam (1843–1918),
Berlin (1918–1946)
Fläche 38.274 km² (ohne Berlin, 1939)[1]
Einwohner 3.007.933 (ohne Berlin, Mai 1939)[1]
Bevölkerungsdichte 79 Ew./km² (ohne Berlin)
Kfz-Kennzeichen I E
Entstanden aus Mark Brandenburg
Aufgegangen in Land Brandenburg
Heute Teil vonBrandenburg, Berlin, Polen
Karte
Karte der Provinz (1896)

Die Provinz Brandenburg war eine Provinz Preußens in der Zeit der Monarchie (1815–1918) und des Freistaats (1918–1947). Sie wurde 1815 im Wesentlichen aus der Mark Brandenburg gebildet und war mit der 1920 herausgelösten Hauptstadt Berlin das Kernland des Staates. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Provinz ab 1939 Mark Brandenburg genannt. Im Zuge der Auflösung Preußens ging sie 1947 im Land Brandenburg auf. Die östlich der Oder-Neiße-Linie gelegenen Teile des Territoriums wurden nach Ende des Zweiten Weltkrieges seitens der sowjetischen Besatzungsmacht der Volksrepublik Polen zur Verwaltung unterstellt.

Verwaltungsgeschichte

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Mit der Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzial-Behörden vom 30. April 1815 wurde das Königreich Preußen in zehn Provinzen eingeteilt: Preußen, Westpreußen, Brandenburg, Pommern, Schlesien, Posen, Sachsen, Westphalen, Kleve Berg und Niederrhein.[2] Die Provinz Brandenburg.[3] umfasste die Mark Brandenburg einschließlich der Neumark östlich der Oder, aber ohne die Altmark westlich der Elbe, die an die Provinz Sachsen angeschlossen worden war. Zur Provinz Brandenburg gehörte ferner die Niederlausitz, die zuvor großenteils in Personalunion mit Kursachsen verbunden gewesen und erst durch den Wiener Kongress zu Preußen gekommen war. Sitz des Oberpräsidiums (= staatliche Provinzialregierung, geleitet vom Oberpräsidenten, für die es heute keine vergleichbare Institution gibt) war wechselnd Potsdam und Berlin.

Zum 25. März 1816 wurde die Provinz Brandenburg in drei Regierungsbezirke gegliedert: Berlin, Potsdam und Frankfurt. Die Regierungsbezirke Berlin und Potsdam verständigten sich im April 1816 auf die Aufteilung in einen engeren Regierungsbezirk, der sich auf das Weichbild der Stadt Berlin, den Tiergarten und die Hasenheide beschränkte, und einen weiteren Regierungsbezirk, zu dem das übrige Berliner Umland gehörte. Diese Zweiteilung bewährte sich nicht. Deshalb wurde der Regierungsbezirk Berlin zur Verwaltungsvereinfachung und zur Kostenersparnis Ende Dezember 1821 aufgelöst.[4] Nach einer direkten Unterstellung unter das preußische Innenministerium[5] war die Stadt Berlin ab dem 17. November 1828 eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Potsdam.[6]

Am 1. April 1881 schied Berlin aus dem Provinzialverband Brandenburg aus und erhielt provinzähnliche Rechte, ohne jedoch völlig aus der Provinz auszuscheiden.[7][8] Im Jahre 1920 wurden weitere Gebiete der Provinz Brandenburg mit fast zwei Millionen Einwohnern nach Groß-Berlin eingemeindet. Die Provinz Brandenburg gliederte sich in die beiden Regierungsbezirke Frankfurt und Potsdam. Die Regierungsbezirke waren in Stadtkreise und Landkreise aufgeteilt. Nach Auflösung der Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen im Jahre 1938 kamen von dort die Kreise Schwerin (Warthe), Meseritz und Bomst (teilweise) zur Provinz Brandenburg, die gleichzeitig die Kreise Friedeberg Nm. und Arnswalde an die Provinz Pommern abgab. Seit dem 21. März 1939 führte die Provinz die offizielle Bezeichnung „Mark Brandenburg“.

Nach Einstellung der Kampfhandlungen des Zweiten Weltkrieges wurde das unter Kontrolle der sowjetischen Besatzungsmacht befindliche Gebiet der Provinz östlich der Oder-Neiße-Linie mit Ausnahme der militärischen Sperrgebiete der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen. Die Westalliierten hatten auf diese Maßnahme keinerlei Einfluss und mussten den Status quo auf der Potsdamer Konferenz akzeptieren. Das übrige Gebiet der Provinz wurde im Juni 1945 als Provinz Mark Brandenburg in der Sowjetischen Besatzungszone bestätigt.[9] Am 6. Februar 1947 wurde aus der Provinz das Land Brandenburg, das 1949 zu einem Gliedstaat der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) wurde.[10] Der Freistaat Preußen wurde am 25. Februar 1947 durch das Kontrollratsgesetz Nr. 46 aufgelöst.

BERJAYA
Muttersprachen der Provinz Brandenburg nach der Volkszählung von 1905

Laut der Volkszählung von 1905 betrug die Gesamtbevölkerung der Provinz Brandenburg 3.531.906 Personen; 97 % von ihnen gaben Deutsch als Muttersprache an. Zu den nennenswerten sprachlichen Minderheiten gehörten die Wenden (Sorben), die 1 % der Provinzbevölkerung ausmachten und überwiegend in ländlichen Gebieten der Niederlausitz – rund um von Cottbus sowie im Spreewald – ansässig waren. Polnischsprachige, die 1,3 % der Bevölkerung stellten, konzentrierten sich vor allem auf städtische Gebiete und das Lausitzer Braunkohlerevier sowie auf landwirtschaftliche Gemeinden in der Uckermark.

Die folgenden Tabellen enthalten Daten, die das Preußische Statistische Landesamt im Rahmen der Volkszählung von 1905 erhoben hat:[11]

RegionDeutschPolnisch, Masurisch und KaschubischWendischEnglischEine andere SpracheDeutsch und eine andere SpracheTotal
Regierungsbezirk Potsdam2,280,372 (97,9 %)30,233 (1,3 %)179 (0,0 %)2,604 (0,1 %)10,162 (0,4 %)6,335 (0,3 %)2,329,885
Regierungsbezirk Frankfurt1,144,647 (95,2 %)16,224 (1,3 %)34,614 (2,9 %)64 (0,0 %)2,625 (0,2 %)3,847 (0,3 %)1,202,021
Provinz Brandenburg3,425,019 (97,0 %)46,457 (1,3 %)34,793 (1,0 %)2,668 (0,1 %)12,787 (0,4 %)10,182 (0,3 %)3,531,906
Haupt- und Residenzstadt BerlinDeutschPolnisch, Masurisch und KaschubischRussischTschechischEine andere SpracheDeutsch und eine andere SpracheGesamt
Berlin1,981,923 (97,1 %)24,281 (1,2 %)4,434 (0,2 %)2,440 (0,1 %)14,713 (0,7 %)12,357 (0,6 %)2,040,148
Regierungsbezirk Potsdam
KreisDeutschPolnisch, Masurisch und KaschubischWendischEnglischEine andere SpracheDeutsch und eine andere SpracheGesamt
Prenzlau58,440 (95,0 %)2,834 (4,6 %)(0,0 %)(0,0 %)130 (0,2 %)134 (0,2 %)61,538
Templin47,991 (96,8 %)1,382 (2,8 %)(0,0 %)3 (0,0 %)86 (0,2 %)92 (0,2 %)49,554
Angermünde63,690 (97,7 %)1,313 (2,0 %)(0,0 %)14 (0,0 %)41 (0,1 %)144 (0,2 %)65,202
Oberbarnim95,605 (98,8 %)954 (1,0 %)(0,0 %)27 (0,0 %)116 (0,1 %)113 (0,1 %)96,815
Lichtenberg (Stadtkreis)54,420 (98,2 %)598 (1,1 %)(0,0 %)8 (0,0 %)134 (0,2 %)231 (0,4 %)55,391
Niederbarnim330,048 (98,2 %)3,470 (1,0 %)28 (0,0 %)215 (0,1 %)1,133 (0,3 %)1,236 (0,4 %)336,130
Charlottenburg (Stadtkreis)230,044 (96,0 %)4,192 (1,7 %)30 (0,0 %)980 (0,4 %)3,097 (1,3 %)1,289 (0,5 %)239,632
Schöneberg (Stadtkreis)137,608 (97,6 %)1,053 (0,7 %)35 (0,0 %)535 (0,4 %)1,275 (0,9 %)504 (0,4 %)141,010
Rixdorf (Stadtkreis)150,945 (98,3 %)1,234 (0,8 %)5 (0,0 %)20 (0,0 %)638 (0,4 %)730 (0,5 %)153,572
Deutsch Wilmersdorf (Stadtkreis)61,374 (96,5 %)631 (1,0 %)27 (0,0 %)395 (0,6 %)914 (1,4 %)227 (0,4 %)63,568
Teltow306,883 (97,8 %)4,323 (1,4 %)30 (0,0 %)255 (0,1 %)1,537 (0,5 %)780 (0,2 %)313,808
Beeskow-Storkow46,046 (98,7 %)517 (1,1 %)2 (0,0 %)(0,0 %)37 (0,1 %)47 (0,1 %)46,649
Jüterbog-Luckenwalde72,549 (99,4 %)243 (0,3 %)6 (0,0 %)5 (0,0 %)120 (0,2 %)44 (0,1 %)72,967
Zauch-Belzig84,259 (99,6 %)262 (0,3 %)(0,0 %)6 (0,0 %)66 (0,1 %)40 (0,0 %)84,633
Potsdam (Stadtkreis)60,850 (99,1 %)174 (0,3 %)1 (0,0 %)51 (0,1 %)206 (0,3 %)132 (0,2 %)61,414
Spandau (Stadtkreis)69,004 (98,2 %)1,000 (1,4 %)2 (0,0 %)15 (0,0 %)97 (0,1 %)184 (0,3 %)70,302
Osthavelland75,628 (97,8 %)1,357 (1,8 %)9 (0,0 %)5 (0,0 %)85 (0,1 %)233 (0,3 %)77,317
Brandenburg a./Havel (Stadtkreis)50,463 (98,5 %)607 (1,2 %)(0,0 %)8 (0,0 %)131 (0,3 %)30 (0,1 %)51,239
Westhavelland63,998 (97,5 %)1,481 (2,3 %)1 (0,0 %)2 (0,0 %)73 (0,1 %)52 (0,1 %)65,607
Ruppin75,772 (98,1 %)1,315 (1,7 %)3 (0,0 %)11 (0,0 %)70 (0,1 %)31 (0,0 %)77,202
Ostprignitz66,572 (98,9 %)672 (1,0 %)(0,0 %)3 (0,0 %)30 (0,0 %)30 (0,0 %)67,307
Westprignitz78,183 (98,9 %)621 (0,8 %)(0,0 %)46 (0,1 %)146 (0,2 %)32 (0,0 %)79,028
Gesamt (Reg. Potsdam)2,280,372 (97,9 %)30,233 (1,3 %)179 (0,0 %)2,604 (0,1 %)10,162 (0,4 %)6,335 (0,3 %)2,329,885
Regierungsbezirk Frankfurt
Regierungsbezirk PotsdamDeutschPolnisch, Masurisch und KaschubischWendischEnglischEine andere SpracheDeutsch und eine andere SpracheGesamt
Königsberg I.Neumark95,018 (98,5 %)1,304 (1,4 %)1 (0,0 %)4 (0,0 %)78 (0,1 %)100 (0,1 %)96,505
Soldin45,730 (98,1 %)796 (1,7 %)1 (0,0 %)1 (0,0 %)47 (0,1 %)33 (0,1 %)46,608
Arnswalde41,043 (97,8 %)885 (2,1 %)(0,0 %)3 (0,0 %)37 (0,1 %)19 (0,0 %)41,987
Friedeberg I./Neumark53,378 (98,8 %)512 (0,9 %)1 (0,0 %)(0,0 %)20 (0,0 %)103 (0,2 %)54,014
Landsberg a./Warthe (Stadtkreis)35,787 (96,9 %)200 (0,5 %)(0,0 %)9 (0,0 %)776 (2,1 %)162 (0,4 %)36,934
Landsberg (Landkreis)55,222 (99,2 %)399 (0,7 %)(0,0 %)1 (0,0 %)19 (0,0 %)49 (0,1 %)55,690
Lebus91,858 (97,3 %)2,190 (2,3 %)(0,0 %)5 (0,0 %)318 (0,3 %)84 (0,1 %)94,455
Frankfurt a./Oder (Stadtkreis)63,412 (98,6 %)690 (1,1 %)2 (0,0 %)10 (0,0 %)56 (0,1 %)134 (0,2 %)64,304
Weststernberg43,390 (99,4 %)213 (0,5 %)1 (0,0 %)(0,0 %)44 (0,1 %)19 (0,0 %)43,667
Oststernberg44,452 (99,9 %)41 (0,1 %)(0,0 %)(0,0 %)2 (0,0 %)6 (0,0 %)44,501
Züllichau-Schwiebus46,640 (98,3 %)735 (1,5 %)(0,0 %)(0,0 %)33 (0,1 %)41 (0,1 %)47,449
Krossen59,042 (99,6 %)163 (0,3 %)1 (0,0 %)1 (0,0 %)13 (0,0 %)32 (0,1 %)59,252
Guben (Stadtkreis)36,343 (99,2 %)130 (0,4 %)32 (0,1 %)12 (0,0 %)68 (0,2 %)51 (0,1 %)36,636
Guben (Landkreis)42,895 (97,9 %)134 (0,3 %)424 (1,0 %)1 (0,0 %)355 (0,8 %)24 (0,1 %)43,833
Lübben33,659 (99,5 %)73 (0,2 %)76 (0,2 %)1 (0,0 %)18 (0,1 %)18 (0,1 %)33,845
Luckau69,174 (98,9 %)703 (1,0 %)15 (0,0 %)2 (0,0 %)42 (0,1 %)15 (0,0 %)69,951
Calau76,365 (89,6 %)5,463 (6,4 %)2,316 (2,7 %)2 (0,0 %)240 (0,3 %)838 (1,0 %)85,224
Kottbus (Stadtkreis)44,862 (97,0 %)300 (0,6 %)864 (1,9 %)3 (0,0 %)75 (0,2 %)166 (0,4 %)46,270
Kottbus (Landkreis)19,051 (38,2 %)123 (0,2 %)29,989 (60,1 %)(0,0 %)11 (0,0 %)710 (1,4 %)49,884
Forst (Stadtkreis)33,541 (99,4 %)24 (0,1 %)53 (0,2 %)4 (0,0 %)39 (0,1 %)91 (0,3 %)33,752
Sorau83,917 (98,3 %)632 (0,7 %)94 (0,1 %)2 (0,0 %)204 (0,2 %)485 (0,6 %)85,334
Spremberg29,868 (93,6 %)514 (1,6 %)744 (2,3 %)3 (0,0 %)130 (0,4 %)667 (2,1 %)31,926
Gesamt (Reg. Frankfurt)1,144,647 (95,2 %)16,224 (1,3 %)34,614 (2,9 %)64 (0,0 %)2,625 (0,2 %)3,847 (0,3 %)1,202,021

Einwohnerentwicklung

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Jahr Einwohner[12][13][14][1]
18161.254.177
18462.066.993
18712.863.229
18803.389.155
18902.541.783
19003.108.554
19104.092.616
19252.592.292
19332.725.697
19393.007.933

Die Bevölkerungszahl der Provinz wurde sowohl 1881 durch die Ausgliederung der Stadt Berlin als auch 1920 durch die Vergrößerung von Berlin deutlich verringert.

BERJAYA
Wappen der Provinz Brandenburg

Blasonierung (ohne Schildhalter):[15] Im silbernen Feld ein roter, goldbewehrter, rotgezungter Adler, der mit dem Kurhut geschmückt ist. In der rechten Klaue hält er einen goldenen Zepter, in der linken ein goldbegrifftes Schwert. Die Flügel sind mit goldenen Kleestängeln besteckt. Auf der Brust liegt ein blaues Herzschild, worin ein aufrecht gestelltes goldenes Zepter (Erzkämmereramt) erscheint.

Im gekrönten Helm ein offener schwarzer, mit goldenen Kleestängeln und auf den Sachsen mit goldenen Herzen belegter Adlerflug. Die Decken sind schwarz-golden.

Verwaltungsgliederung ab 1822

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BERJAYA
Kreise (1905)

Regierungsbezirk Frankfurt

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Stadtkreise

Landkreise

Regierungsbezirk Potsdam

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Stadtkreise

Landkreise

Für die – erheblich eingeschränkte – Selbstverwaltung der Provinzen bestanden bis 1875 Provinzialstände, in die vor allem Grundeigentümer und Städte ihre Vertreter entsandten. Als Ausführungsorgan der preußischen königlichen und später Staatsregierung ernannte diese einen Oberpräsidenten. Er folgte Anweisungen der Regierung und überwachte die Umsetzung der zentralen Vorgaben auf allen Verwaltungsebenen in der Provinz. Erst 1875, mit der Stärkung der provinzialen Selbstverwaltung, wurden die Provinzialstände durch den Provinziallandtag ersetzt.

Provinzen hatten seither eine Doppelnatur und doppelte Leitungsgremien, einerseits als Untergliederung des Zentralstaats, andererseits eine Gebietskörperschaft (Provinzialverband) kommunaler Selbstverwaltung höhere Ordnung.[16] Kreistage und Stadträte wählten die Mitglieder des Provinziallandtags; dieser wählte eine Provinzialregierung, den Provinzialausschuss, und ein Provinzialoberhaupt, den Landesdirektor.[17]

Der Sitz befand sich:

Oberpräsidenten

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Quelle: Walther Hubatsch (Hrsg.): Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945. Reihe A: Preußen. Band 5: Brandenburg. Marburg 1975, S. 35–37.

Landesdirektoren

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Wahlen zum Provinziallandtag

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in Prozent
 %
40
30
20
10
0
32,6
16,9
16,5
12,4
8,0
6,9
4,2
1,5
1,0
keine
Provinziallandtag 1921
         
Insgesamt 92 Sitze
in Prozent
 %
40
30
20
10
0
31,7
25,0
9,2
7,0
5,9
5,7
4,0
2,7
1,6
7,2
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
c 1921: VKPD
Provinziallandtag 1925
            
Insgesamt 97 Sitze
in Prozent
 %
40
30
20
10
0
34,8
29,4
8,8
7,6
6,3
5,6
4,3
1,2
0,9
1,1
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
b 1925: DNVP
g Zusammenschluss aus DDP und Zentrum
       
Insgesamt 96 Sitze
in Prozent
 %
60
50
40
30
20
10
0
53,2
20,6
15,2
7,7
1,6
0,5
0,4
0,9
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
e 1929: Bund der Mitte
f als Wahlbündnis „Christlich-Nationaler Block“
g 1929: Bund der Mitte
    
Insgesamt 96 Sitze
  • Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Brandenburg und ihre Bevölkerung. Nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871 bearbeitet und zusammengestellt. Königliches Statistisches Bureau, Berlin 1873 (Google Books).
  • Königl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vorläufige Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1890 im Königreiche Preußen sowie in den Fürstenthümern Waldeck und Pyrmont. Berlin 1891, S. 7–14 (Google Books)
  • Gemeindelexikon für das Königreich Preußen. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und anderer amtlicher Quellen. Band III: Stadtkreis Berlin und Provinz Brandenburg. Berlin 1888 (Google Books).
  • Handbuch des Grundbesitzes im Deutschen Reiche. Nach amtlichen und authentischen Quellen bearbeitet von Paul Ellerholz, E. Kirstein, Traug. Müller, W. Gerland und Georg Volger. Erste Lieferung: Provinz Brandenburg. Dritte verbesserte Auflage, bearbeitet von Georg Volger. Nicolai, Berlin 1896 (Google Books).
  • Franz Heinrich Ungewitter: Die preußische Monarchie nach den zuverlässigsten Quellen geographisch, statistisch, topographisch und historisch ausführlich und übersichtlich dargestellt. Ein Handbuch für Staats- und Communalbehörden, so wie zum Privatgebrauch. Nicolai, Berlin 1859, 702–733 (Google Books).
  • Pestalozziverein der Provinz Brandenburg (Hrsg.): Die Provinz Brandenburg in Wort und Bild. Verlag von Julius Klinkhardt, Berlin, 1900 (Reprint: Weltbild Verlag, Augsburg 1999, ISBN 3-86047-209-7)
  • Fabian Scheffczyk: Der Provinzialverband der preußischen Provinz Brandenburg 1933–1945. Regionale Leistungs- und Lenkungsverwaltung im Nationalsozialismus. Mohr Siebeck, Tübingen 2008, ISBN 978-3-16-149761-2 (zugleich: Dissertation, Frankfurt (Oder), Europa-Universität, 2008).
Commons: History of Brandenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Literatur von und über Provinz Brandenburg im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  • Provinz Brandenburg. deutsche-schutzgebiete.de
  • Königreich Preußen, Provinz Brandenburg (Landkreise, Gemeinden und Gutsbezirke) 1910. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 22. April 2023; abgerufen am 6. März 2026.

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich 1939/40
  2. Gesetz-Sammlung für die Königlichen Preußischen Staaten. 1815, S. 93 ff.
  3. Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzial-Behörden vom 30. April 1815. In: Gesetz-Sammlung für die königlichen Preußischen Staaten, Nr. 9 vom 8. Juli 1815, S. 85 ff.; lwl.org (PDF; 10 MB)
    Weitere Informationen. In: Internet-Portal „Westfälische Geschichte“; lwl.org
  4. Elfi Bendikat: Öffentliche Nahverkehrspolitik in Berlin und Paris 1890–1914. Strukturbedingungen, politische Konzeptionen und Realisierungsprobleme. de Gruyter, Berlin 1999, ISBN 3-11-015383-1, S. 64–65.
  5. Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Potsdam. Auflösung der Königlichen Regierung zu Berlin. Band 1822, Nr. 4. Potsdam, S. 13 (google.de [abgerufen am 19. September 2025]).
  6. Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Potsdam. Unterordnung der Stadt Berlin unter die Regierung zu Potsdam. Band 1828, Nr. 44. Potsdam, S. 237 (Digitalisat in der Google-Buchsuche [abgerufen am 19. September 2025]).
  7. Provinzialordnung für die Provinzen Ost- und Westpreußen, Brandenburg, Pommern, Schlesien und Sachsen. Gesetzsammlung für die Königlichen Preußischen Staaten, Nr. 12/1881, S. 234; jbc.bj.uj.edu.pl (vgl. 56).
  8. Änderung der Provinzialordnung, Paragraf 2, im Jahr 1881; verfassungen.de abgerufen am 4. Februar 2022.
  9. Vergleiche Geschichte Brandenburgs #Das erste Land Brandenburg (1947–1952) sowie: Beispiel für die Bezeichnung: „Schulordnung für die Provinz Mark Brandenburg“ vom 15. Februar 1947. deutsche-digitale-bibliothek.de
  10. Verfassung für die Mark Brandenburg vom 6. Februar 1947. (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)
  11. Verlag des Königlichen Statistischen Landesamts: Gemeindelexikon für den Stadtkreis Berlin und die Provinz Brandenburg: auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und anderer amtlicher Quellen. 1909 (staatsbibliothek-berlin.de).
  12. Christian Gottfried Daniel Stein: Handbuch der Geographie und Statistik des preußischen Staats. Vossische Buchhandlung, Berlin 1819, Die Provinz Brandenburg, S. 186 (books.google.de).
  13. Königliches Statistisches Bureau (Hrsg.): Mittheilungen des Statistischen Bureau’s in Berlin. Einwohnerzahlen. Band 2, S. 313 ff. (books.google.de).
  14. Michael Rademacher: P_brandenburg. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  15. Maximilian Gritzner: Lands- und Wappenkunde der brandenburgisch-preußischen Monarchie. Berlin 1894.
  16. Provinzialverband. In: Der Große Brockhaus: Handbuch des Wissens in zwanzig Bänden. 21 Bände. 15. Auflage. Band 15. Brockhaus, Leipzig 1933, S. 187 f.
  17. In anderen Provinzen war nach 1918 die Bezeichnung Landeshauptmann üblich, aber Brandenburg behielt den alten Titel bei.
    Landesdirektor. In: Der Große Brockhaus: Handbuch des Wissens in zwanzig Bänden. 21 Bände. 15. Auflage. Band 11. Brockhaus, Leipzig 1932, S. 71.
  18. brandenburg.museum-digital.de
  19. Provinzialbehörden. In: Berliner Adreßbuch, 1920, Teil 2, S. 60.
  20. Provinzialbehörden. In: Berliner Adreßbuch, 1935, Teil 2, S. 23.