Gouvernement Nabatäa
| Nabatäa | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat | Libanon |
| Fläche | 1058 km² |
| ISO 3166-2 | LB-NA |
Das Gouvernement Nabatäa (arabisch محافظة النبطية muhafazat an-Nabatiyya, DMG muḥāfaẓat an-Nabaṭīya) ist eines von inzwischen neun Gouvernements im Libanon. Verwaltungssitz ist Nabatäa.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Gouvernement Nabatäa bedeckt eine Fläche von 1058 km². Es grenzt an die libanesischen Gouvernements Süd-Libanon (Westen) und Bekaa (Norden), an Israel und die von Israel annektierten Golanhöhen (im Süden).
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ein großer Teil des Gouvernements Nabatäa ist seit Beginn des Libanonkriegs 2026 von der israelischen Armee (IDF) besetzt und von dieser als „Gelbe-Linie“-Zone ausgewiesen. Die im Zuge von Evakuierungsbefehlen vertriebene Zivilbevölkerung darf in diesem Gebiet nicht in ihr Zuhause zurückkehren. Israel führt in der Zone umfangreiche Zerstörungen von Wohnhäusern und Infrastruktur wie für Strom und Wasser durch. Die Hauszerstörungen werden teils von privaten Unternehmen aus Israel unter Aufsicht des IDF teils mit Planierraupen durchgeführt. In al-Qantara wurden zur Sprengung des Dorfes über 450 Tonnen Sprengstoffe verwendet, wobei ein Krater entstand.[1] Das Dorf Yaroun, wo Christen leben, wurde ebenfalls fast vollständig zerstört. Dort wurde unter anderem eine Moschee und das katholische Kloster der Schwestern des Heiligen Erlösers zerstört, wie die Generaloberin des Nonnenklosters der Agentur AP bestätigte.[2] Eine erste Auswertung von Satellitenbildern legt nahe, dass Israel eine entvölkerte „Pufferzone“ errichten will.[3]
Ethnische und religiöse Aufteilung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Schiiten: 68,69 %; Christen 16,35 %; Sunniten 11,21 %; Drusen 3,75 %
Gliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Gouvernement besteht aus 4 Distrikten:
| Distrikt | Hauptort |
|---|---|
| Nabatäa | Nabatäa |
| Mardsch Uyun | Mardsch Uyun |
| Hasbeya | Hasbeya |
| Bint Dschubail | Bint Dschubail |
Städte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ William Christou, graphics by Lucy Swan, Heidi Wilson and Paul Scruton: Vision of destruction: Israel’s assault on southern Lebanon in video, maps and charts. In: The Guardian. 11. Mai 2026, abgerufen am 12. Mai 2026.
- ↑ Julia Neumann: Christen in Südlibanon: „Unser Dorf ist ein Trümmerhaufen“. In: Die Tageszeitung : taz. 6. Mai 2026, abgerufen am 12. Mai 2026.
- ↑ Bernd Dörries, Thomas Gröbner, Ben Heubl, Nadja Tausche: Erschütternde Satellitenbilder: Wie Israel den Süden des Libanon zerstört. In: Tages-Anzeiger. 26. Mai 2025, abgerufen am 13. Mai 2026.

