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Fußball-WM

Die Schweiz muss wohl auch im WM-Viertelfinale gegen Titelverteidiger Argentinien auf Jungstar Johan Manzambi verzichten. „Wir haben noch Hoffnung gehabt bis heute Morgen. Aber ich denke, so eine Verletzung bekommt man nicht in der Kürze hin“, sagte der 51-Jährige nach dem Sieg im Achtelfinale gegen Kolumbien. „Bei Johan denke ich nicht, dass es von der Zeit her reicht.“

Manzambi hatte das Training am Tag vor dem Kolumbien-Spiel abbrechen müssen und fehlte beim Erfolg im Elfmeterschießen. Welche Verletzung der 20-Jährige vom SC Freiburg genau hat, sei nicht klar zu sehen, sagte Yakin.

„Zum Glück keine Schmerzen“

Yakin wisse daher auch nicht, ob Manzambi bei einem überraschenden Halbfinaleinzug wieder dabei sein könne. „Er hat zum Glück keine Schmerzen. Ob es medizinisch vertretbar ist, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekanntgeben“, sagte Yakin. „Mal schauen, was sich jetzt die nächsten ein, zwei Tage ergibt.“

Das Viertelfinale gegen die von Lionel Messi angeführten Argentinier findet am Sonntag (3.00 Uhr MESZ, live in ServusTV) in Kansas City statt. Manzambi ist mit drei Toren der bisher beste Torschütze der Schweiz.

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Für Mittelfeldspieler Amadou Onana ist die Weltmeisterschaft vorzeitig beendet. Wie der belgische Fußballverband mitteilte, riss sich Onana beim 4:1-Sieg im Achtelfinale gegen die USA das rechte vordere Kreuzband. Der 24-Jährige war schon in der 21. Minute ausgewechselt worden.

Onana, der beim Premier-League-Club Aston Villa unter Vertrag steht, soll zunächst beim Team bleiben und auch im Viertelfinale gegen Europameister Spanien am Freitag (21.00 Uhr MESZ, live in ORF1) in Inglewood bei Los Angeles dabei sein.

Der Skandal um die rassistischen Beleidigungen des französischen Stars Kylian Mbappe schlägt weiter hohe Wellen. Frankreichs Fußballverband reichte eine Anzeige gegen die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla de Boccia ein. Ihre Bemerkungen seien „verabscheuungswürdig und inakzeptabel“, hieß es in einem Statement des Verbands. Die Pariser Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen öffentlicher Beleidigung auf rassistischer Grundlage ein.

Außerdem auch wegen öffentlicher Aufstachelung zu Hass oder Gewalt, wie die Behörde in Paris mitteilte. Die Regierung des südamerikanischen Landes erklärte unterdessen, die Aussagen von Amarilla de Boccia „spiegeln in keiner Weise die Haltung der Regierung der Republik Paraguay oder des paraguayischen Volkes wider“.

Die Äußerungen der Senatorin von der oppositionellen Liberalen Partei gegen Mbappe „stehen im Widerspruch zu den Werten und Prinzipien, die ein friedliches Zusammenleben und die Achtung der Menschenwürde fördern – Werte, für die sich unser Land einsetzt“, erklärte das paraguayische Außenministerium. Die UNO nannte die Beleidigung indes „verabscheuungswürdig“.

Senatorin erklärt sich in einem Brief

Amarilla de Boccia veröffentlichte einen Brief und erklärte sich. Ihr Problem sei zwischen ihr und dem Spieler und beziehe sich nicht auf das Land Frankreich, war die Kernbotschaft. Sie bedauere Teile ihrer Aussagen. „Schon nach kurzer Zeit bereute ich es, dich mit denselben Beleidigungen beschimpft zu haben, die ich selbst zu hören bekomme“, schrieb Amarilla de Boccia. Auch sie werde als Latina und wegen ihrer Hautfarbe angegangen.

Amarilla de Boccia forderte dann selbst eine Entschuldigung von Mbappe – und setzte zu neuen herben Aussagen an. Sie warf ihm geschlechtsspezifische Gewalt in seinen Äußerungen über sie vor und drohte ebenfalls mit rechtlichen Schritten, sollte er diese nicht zurücknehmen.

Sogar Macron schaltete sich ein

„Ich sichere unserem Kapitän, den Spielern und ganz allgemein allen Opfern solch abscheulicher Äußerungen meine volle Unterstützung zu“, schrieb Frankreichs Verbandspräsident Philippe Diallo zuvor auf X. „Die Spieler der französischen Nationalmannschaft repräsentieren Frankreich. Es ist unser Land, das hier beleidigt wird.“ Die Äußerungen seien „strafbar“ und „verwerflich“. Nach Angaben der Pariser Staatsanwaltschaft drohen dafür bis zu ein Jahr Gefängnis und eine Geldstrafe von bis zu 45.000 Euro.

Auch Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron meldete sich zu Wort. „Ein weiteres Tor für Kylian Mbappe. Diesmal gegen Rassismus“, teilte der 48-Jährige auf X mit. „Ich unterstütze ihn voll und ganz. Wenn Worte verletzen, setzen unsere Werte ein Zeichen: Würde, Respekt, Brüderlichkeit.“

Wüste Schimpftirade aus Paraguay

Amarilla de Boccia hatte Mbappe nach dem hitzigen WM-Achtelfinale zwischen Paraguay und Frankreich (0:1) in sozialen Netzwerken als „Trottel“ bezeichnet, der nicht mal schreiben gelernt habe. „Statt Muttermilch hat er Kokosnüsse ausgesaugt, und das Gebildetste, was er je gehört hat, waren Schimpansen. Hättest du ihm doch den Mittelfinger gezeigt, Orlando Gill. Ich mache das im Senat auch, und da passiert überhaupt nichts!!!“

Während des Duells in Philadelphia war Mbappe immer wieder hart attackiert worden, hatte aber auch ausgeteilt. Nach Spielende verweigerte er Paraguays Tormann Orlando Gill den Handschlag, feierte mit einer provokanten Geste. Die Politikerin schrieb über Mbappe unter anderem außerdem, er sei ein „kolonisierter Kameruner“, der den harten Franzosen spiele, „voller Minderwertigkeitskomplexe, neureich, arrogant und hässlich“.

Mbappe reagierte mit deutlichen Worten auf die Beleidigungen der Politikerin. „Sie sind eine verachtenswerte Frau und unwürdig Ihres Amtes“, schrieb der Stürmer von Real Madrid unter anderem auf X. Sie vertrete nicht das Paraguay, das während der WM „von Leidenschaft und Ehre durchdrungen“ gewesen sei. Er werde Menschen wie Amarilla de Boccia „niemals die Freiheit lassen, ihren Hass und ihren Rassismus in der Welt zu verbreiten“.

Olympia

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die Sanktionen gegen das Russische Olympische Komitee (ROC) weitgehend aufgehoben. Die Beschränkungen für die Teilnahme von Russinnen und Russen an internationalen Wettbewerben seien außer Kraft gesetzt, entschied die Spitze des IOC in Lausanne.

Ob die russischen Athleten und Teams bei den Spielen 2028 in Los Angeles wieder mit eigener Flagge und Hymne starten dürfen, soll zu einem späteren Zeitpunkt beurteilt werden.

Damit zog das IOC seine Empfehlungen an die Ausrichter internationaler Sportveranstaltungen für die Zulassung von Russen nach drei Jahren zurück. Die Sanktionen gegen Russland hatte das IOC ursprünglich damit begründet, dass das ROC gegen die Olympische Charta verstoßen habe, weil es die vier annektierten ukrainischen Gebiete Donezk, Cherson, Luhansk und Saporischschja aufgenommen hat. Das ROC hatte dieser Begründung aber durch einen sportjuristischen Winkelzug die Grundlage entzogen.

Belarus-Sanktionen schon außer Kraft

Nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine vor mehr als vier Jahren hatte das IOC Sportler und Sportlerinnen aus Russland und Belarus mit Sanktionen belegt. Belarus unterstützt Russland im Krieg gegen die Ukraine. An den Olympischen Spielen in Paris 2024 und den Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo 2026 durften nur Einzelsportler beider Nationen als neutrale Athleten teilnehmen.

Schon vor einigen Wochen hatte das IOC Athletinnen und Athleten aus Belarus die Rückkehr in internationale Wettbewerbe erleichtert. Nach Meinung der Dachorganisation dürfe der Start von Athleten bei internationalen Wettkämpfen „nicht durch das Handeln ihrer Regierungen eingeschränkt werden, einschließlich der Beteiligung an einem Krieg oder Konflikt“.

Sportler und Sportlerinnen sollen nicht Preis zahlen

„Wir lehnen jegliche Form von Gewalt und Krieg ab und werden die Ukraine weiter unterstützen“, bekräftigte Coventry, fügte aber hinzu: „Auch wenn ich wie eine kaputte Schallplatte klinge: Ich glaube nicht daran, dass Athleten den Preis bezahlen sollten.“

ÖOC-Präsident Horst Nussbaumer betonte indes, dass dieser Schritt nur „unter strengsten Auflagen“ erfolgen dürfe. „Die angekündigten, verschärften Kontrollen im Anti-Doping-Kampf müssen lückenlos und transparent umgesetzt werden, um absolute Chancengleichheit und die Integrität des Sports zu garantieren.“

Die Entscheidung über Flagge und Hymne zu vertagen sei zudem ein wichtiges Signal, dass die politische Dimension weiterhin sensibel beobachtet werde.

Bundesliga

Der GAK hat sich auf der Position des Torhüters mit einem Routinier verstärkt. Der Bundesligist stattete Cican Stankovic mit einem Einjahresvertrag aus, gaben die Grazer am Dienstag bekannt.

Der 33-Jährige war mit RB Salzburg sechsmal Meister und spielte in der Champions League, absolvierte vier Länderspiele mit dem ÖFB-Team und holte mit AEK Athen 2022/23 das Double. Seit dem Abgang von Athen im vergangenen Sommer war der Niederösterreicher ein Jahr vereinslos.

„Zur Vita von Cican muss man eigentlich nicht viel sagen, die ist bekannt und herausragend. Von Anfang an war in den Gesprächen zu spüren, dass er richtig für eine neue Herausforderung brennt und es nochmals allen beweisen will. Er ist in einem absolut fitten Zustand. Was ihm aktuell noch fehlt, ist die Matchpraxis, aber ich denke, bei einem Spieler seines Formats ist die schnell wieder da“, erklärte GAK-Sportdirektor Tino Wawra.

Tin Plavotic muss nach drei Jahren die Wiener Austria verlassen. Der 29-jährige Innenverteidiger erhielt keinen neuen Vertrag, wie der Fußballbundesligist am Dienstag bekanntgab. Plavotic war im Sommer 2023 von der SV Ried gekommen und absolvierte 79 Spiele für die Violetten.

Fußball

Der Sportverein Union Neulengbach sieht sich mit Insolvenzforderungen von 59 Gläubigern in Höhe von 558.000 Euro konfrontiert.

Die bei der Prüfungs- und Berichtstagsatzung am Landesgericht St. Pölten am Dienstag angemeldeten Forderungen wurden „vom Insolvenzverwalter im Wesentlichen als zu Recht bestehend anerkannt“, gab der Kreditschutzverband von 1870 bekannt. Über den Verein war am 5. Mai ein Insolvenzverfahren eröffnet worden.

Mangels ausreichender Liquidität wurde der Spielbetrieb der Neulengbacher Frauen, die mit zwölf Meistertiteln und zehn Cupsiegen den heimischen Frauen-Fußball jahrelang dominiert hatten, eingestellt.

Auch die Sektionen Männer-Fußball und Jugendarbeit wurden geschlossen. „Aus heutiger Sicht dürfen die betroffenen Insolvenzgläubiger bestenfalls mit einer Quotenzahlung im unteren einstelligen Prozentbereich rechnen“, erklärte Jürgen Gebauer vom KSV1870.

Segeln

Den 49er-Seglern Keanu Prettner und Jakob Flachberger ist bei der Europameisterschaft vor Eckernförde, Deutschland, kein erfolgreicher Auftakt gelungen. Die Vizeweltmeister kenterten in beiden Rennen und liegen in der Gesamtwertung weit zurück.

Das 49erFX-Duo Rosa Donner/Marion LaFrance-Berger konnte infolge eines Materialschadens im ersten Rennen keine Wettfahrt bestreiten. Laura Farese/Matthäus Zöchling liegen nach den ersten drei Nacra-17-Rennen an der 14. Position.

Aufgrund der Wetterbedingungen konnte die ursprünglich geplante dritte Wettfahrt der 49er-Klasse nicht mehr ausgetragen werden. Damit rangieren die Salzburger Prettner und Flachberger nach den Plätzen acht und 32 im 81 Boote starken Feld nur auf Rang 59.

Am Mittwoch wird die Qualifikation mit vier weiteren Rennen fortgesetzt. Insgesamt sind bis Donnerstag neun Rennen zu bestreiten. Die Top-25 absolvieren anschließend die zweitägige Goldflotte, die Medaillenentscheidungen fallen am Sonntag.

Basketball

Die höchste heimische Basketballliga der Frauen wird kommende Saison mit acht statt sieben Teams über die Bühne gehen. Das teilte Basketball Austria am Dienstag mit. Der Club Danubz Linz erhielt die Spielberechtigung für die Superliga und stößt neu dazu.

„Der Verein hat trotz seiner noch jungen Geschichte in kurzer Zeit die organisatorischen und sportlichen Strukturen für den Einstieg in die höchste Spielklasse geschaffen“, sagte Superliga-Geschäftsführer Albert Handler.

„Die Teilnahme ist für uns ein unumgänglicher Schritt zur Zukunft des Mädchen- und Frauen-Basketballs in Linz. Wir wollen einen nachhaltigen Entwicklungsweg schaffen – vom Nachwuchs bis in die höchste Spielklasse und darüber hinaus“, erklärte Erwin Zulic, Vizeobmann von Danubz.

Auch alle anderen sieben Teams bekamen die Lizenz ohne Auflagen. Die neue Saison startet am letzten September-Wochenende.

Ski nordisch

Der Weltverband FIS hat die Nordische Ski-WM 2031 an Oberstdorf vergeben. Die 10.000-Einwohner-Gemeinde im deutschen Allgäu setzte sich gegen das slowenische Planica durch, wie die FIS nach einem digitalen Meeting des Councils am Dienstag mitteilte.

„Ich möchte Oberstdorf zu einer bemerkenswerten Kandidatur gratulieren“, sagte FIS-Präsident Alexander Ospelt und lobte Oberstdorf als „einen der bedeutendsten Orte auf der Welt für nordischen Skisport“. Es war die erste große Entscheidung in der Amtszeit des Liechtensteiners, der im Juni mit einer Kampfkandidatur den umstrittenen ehemaligen FIS-Boss Johan Eliasch abgelöst hatte.

Oberstdorf ist damit zum vierten Mal als WM-Austragungsort ausgewählt worden. Im Allgäu hatte es zuletzt 2021 Titelkämpfe gegeben, sie waren inmitten der CoV-Pandemie als Titelkämpfe ohne Zuschauer in die Geschichte eingegangen.

TV-Programm

Dienstag, 7. Juli
20.00 Uhr Fußball Frauen U19 EM Semifinale: Deutschland - Österreich, Sarajevo OSP
20.45 Uhr Fußball WM Studio ORF1
21.50 Uhr Fußball WM Achtelfinale: Schweiz - Kolumbien, Vancouver ORF1
Mittwoch, 8. Juli
09.10 Uhr Fußball WM Morning Show ORF2
14.00 Uhr Radsport Tour of Austria, 1. Etappe ORF1
Donnerstag, 9. Juli
09.10 Uhr Fußball WM Morning Show ORF2
13.30 Uhr Radsport Tour of Austria, 2. Etappe ORF1
20.15 Uhr Fußball WM: Die Fußball Show ORF1
21.05 Uhr Fußball WM Studio ORF1
21.50 Uhr Fußball WM Viertelfinale: Frankreich - Marokko, Boston ORF1

OSP = ORF Sport +

Alle Übertragungen sind auch im Stream auf ORF ON abrufbar.

Vorbehaltlich kurzfristiger Änderungen