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Die schönsten Dinge in der Natur haben Ecken und Kanten

BERJAYA

Dieser schöne gezackte zackige Rand des grünen Blattes einer Gemeinen Hasel* fiel mir auf, weil er auf den ersten Blick wie von Hand gezeichnet aussah – ein kleines Kunstwerk aus der Natur.
Aber die Natur beschränkt sich in solchen Details meist nicht nur auf den Aspekt der Schönheit, sondern bringt darin oft besondere biologische Funktionen zum Ausdruck. So hat man herausgefunden, dass gezackte Blattränder im Frühling und bei Kälte helfen, schneller zu wachsen. Denn die Zackigkeit in Form vieler kleiner Spitzen vergrößert die Blattperipherie und trägt dazu bei, Wasser schneller verdunsten zu lassen. Dadurch wird der Wassertransport im Baum beschleunigt und die Nährstoffe gelangen schneller in das Blatt. Auf diese Weise wird die Energieproduktion (Fotosynthese) auch schon bei niedrigeren Temperaturen in Gang gebracht.
Hinzu kommt, dass ein doppelt gezacktes Blatt im Knospenstadium sehr platzsparend gefaltet werden kann und sich nach dem Aufbrechen schnell entfaltet.
Des Weiteren wird durch gezackte Blätter der Wind in kleinere und damit unschädliche Wirbel zerlegt. Und Regenwasser kann über die feinen Spitzen schneller ablaufen, was die Trocknung und Anfälligkeit für Pilze reduziert.

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* Sie heißt nur so, ist aber ansonsten ganz lieb 😉

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