Niedersohren
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 56′ N, 7° 20′ O | |
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Rhein-Hunsrück-Kreis | |
| Verbandsgemeinde: | Kirchberg (Hunsrück) | |
| Höhe: | 380 m ü. NHN | |
| Fläche: | 3,9 km² | |
| Einwohner: | 435 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 112 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 55487 | |
| Vorwahl: | 06543 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SIM, GOA | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 40 107 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Marktplatz 5 55481 Kirchberg | |
| Website: | www.kirchberg-hunsrueck.de | |
| Ortsbürgermeister: | vakant (geschäftsführend: Dietmar Heidecker, 1. Beigeordneter) | |
| Lage der Ortsgemeinde Niedersohren im Rhein-Hunsrück-Kreis | ||


Niedersohren ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kirchberg (Hunsrück) an.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die ländliche Wohngemeinde Niedersohren liegt im Tal des Sohrbachs zentral im Hunsrück. Die Gemarkung umfasst 3,90 km², davon 0,89 km² Wald. Zu Niedersohren gehört auch der Niedersohrener Hof.[2]
Nördlich des Ortes verläuft die B 50, südlich die historische Ausoniusstraße. Vier Kilometer nordwestlich von Niedersohren liegt der Flughafen Frankfurt-Hahn. Niedersohren liegt ca. vier Kilometer südwestlich des geografischen Mittelpunktes von Rheinland-Pfalz. Die Großstädte Mainz, Koblenz und Trier sind fast gleich weit entfernt.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Römische Besiedlung an der Ausoniusstraße und in der Nähe des heutigen Annahofes ist nachgewiesen. 1301 wurde der Ort mit dem Reichsgut Sohren Eberhard von Sponheim[3] vom Reich zu Lehen verschrieben und gehörte seitdem zur Grafschaft Sponheim. Im 18. Jahrhundert war der Markgraf von Baden als Erbe der Grafen von Sponheim Landesherr. Mit der Besetzung des linken Rheinufers 1794 durch französische Revolutionstruppen wurde der Ort französisch, 1815 wurde er auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Nach dem Ersten Weltkrieg zeitweise französisch besetzt, ist der Ort seit 1946 Teil des Landes Rheinland-Pfalz.
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gemeinderat in Niedersohren besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Amt ist derzeit vakant. Jan-Philipp Effgen wurde am 13. Januar 2022 Ortsbürgermeister von Niedersohren. Da für eine am 16. Januar angesetzte Direktwahl kein gültiger Wahlvorschlag eingereicht wurde, oblag die Neuwahl dem Rat, der sich für Effgen entschied.[5][6] Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 wurde er als einziger Bewerber mit einem Stimmenanteil von 90,2 % für weitere fünf Jahre wiedergewählt.[7] Effgen hat jedoch am 11. Juni 2026 das Amt aus persönlichen Gründen vorzeitig niedergelegt. Die Beigeordneten haben die Vertretung übernommen. Für den 6. September 2026 ist eine Neuwahl angesetzt.[8]
Effgens Vorgänger als Ortsbürgermeister, Severin Ochs, hatte das Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt. Er war zuletzt 2019 durch den Gemeinderat im Amt bestätigt worden, da bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 kein Kandidat angetreten war.[6][9][10]
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: „Gespalten durch eine eingebogene, gestürzte schwarze Spitze, darin ein rotbewehrter und- gezungter goldener Adler, rechts in Silber über einer blauen Schale ein schwebender blauer Krug, links in Gold ein roter Schrägrechtsbalken.“[11] | |
| Wappenbegründung: Niedersohren in der Pflege Sohren war Königsgut, dafür steht der Reichsadler. 1301 ging es als Reichslehen an die Grafen von Sponheim und dann an deren Erben, die Markgrafen von Baden und die Grafen von Veldenz. Nach der Teilung von 1707 waren die Markgrafen von Baden die alleinigen Landesherren, worauf der rote Schrägbalken in Gold hinweist.
Die beiden Gefäße aus der Hunsrück-Eifel-Kultur wurden aus Hügelgräbern im Gemeindewald geborgen. |
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bauwerke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der Ortsmitte steht der Alte Backes, dort untergebracht ist die Freiwillige Feuerwehr. Als Neubau rechts vom Backes steht das neue Gemeindehaus.
Etwa zwei Kilometer von der Ortsmitte entfernt befindet sich zwischen Niedersohren und Dill ein massiver Nachbau eines Wachturms aus römischer Zeit sowie eine Schutzhütte mit „römischen Spielen“. Vom Römerturm hat man einen guten Ausblick auf den Idarkopf sowie zum Flughafen Frankfurt-Hahn.
Siehe auch:
Ausoniusstraße
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]An Turm und Hütte vorbei verläuft die Ausoniusstraße, von den Römern angelegt und in der Antike rege genutzt. Der Ausoniusweg erstreckt sich von Bingen am Rhein bis Trier. Im Gebiet der Verbandsgemeinde Kirchberg ist der Ausoniuswanderweg mit einem weißen „AU“ auf grünem Grund ausgeschildert. Teile der Strecke teilt sich der „AU“ mit dem mit „S“ ausgeschilderten Sponheimer Weg.
Sport
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Sportverein Niedersohren besteht seit 1921. Der Sportplatz befindet sich direkt an der Kreisstraße 2 nach Sohren. Zum Sportplatz gehört auch ein Beachvolleyballplatz.
Regelmäßige Veranstaltungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Veranstaltungen der Freiwilligen Feuerwehr und des Fördervereins
- 1. Mai Feuerwehrfest und Tag der offenen Tür
- Veranstaltungen der Elterninitiative Niedersohren
- Kinderfastnacht (jeweils am Fastnachtsdienstag)
- Nikolausfeier (am ersten Samstag im Dezember)
- Theaterabend (Anfang September)
- Veranstaltungen des SV Niedersohren
- Teilnahme am Karnevalsumzug in Sohren
- ein kleiner gemütlicher Weihnachtsmarkt
- Tanzfestival
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Bahnhof Niedersohren lag an der mittlerweile stillgelegten Hunsrückquerbahn Langenlonsheim–Hermeskeil.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Aloysius Lukas: Hahn Äppel Hahn - (eine) Kindheit im Hunsrück. Pandion Verlag, Simmern 2013, ISBN 978-3-86911-061-5
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ortsgemeinde Niedersohren auf den Seiten der Verbandsgemeinde Kirchberg (Hunsrück)
- Literatur über Niedersohren in der Rheinland-Pfälzischen Landesbibliographie
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand 31. Dezember 2025 von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2026. S. 57 (PDF; 1,9 MB).
- ↑ U.a. zu Eberhard von Sponheim
- ↑ Jan-Phillip Effgen (Ortsbürgermeister und Gemeindewahlleiter): Bekanntmachung des Ergebnisses der Wahl zum Gemeinderat der Gemeinde Niedersohren am 09.06.2024. In: Mitteilungen der Verbandsgemeinde Kirchberg Hunsrück, Ausgabe 26/2024. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, 20. Juni 2024, abgerufen am 4. April 2026.
- ↑ Bekanntmachung zur Wahl der Ortsbürgermeisterin / des Ortsbürgermeisters in der Ortsgemeinde Niedersohren. In: Mitteilungen der Verbandsgemeinde Kirchberg/Hunsrück, Ausgabe 49/2021. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, abgerufen am 16. Januar 2022.
- 1 2 Charlotte Krämer-Schick: Gemeinderat trifft Entscheidung: Jan-Philipp Effgen leitet die Geschicke Niedersohrens. In: Rhein-Hunsrück-Zeitung. Mittelrhein-Verlag GmbH, Koblenz, 14. Januar 2022, abgerufen am 16. Januar 2022 (Nur Artikelanfang frei zugänglich).
- ↑ Niedersohren, Ortsbürgermeisterwahl (Gemeinde) 09.06.2024. In: Kommunalwahlergebnisse Niedersohren. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 4. April 2026.
- ↑ Johannes Kirsch: Niedersohren: Bürgermeister Effgen ist zurückgetreten. Neuwahl am 6. September. In: Rhein-Hunsrück-Zeitung. Mittelrhein-Verlag GmbH, 24. Juni 2026, abgerufen am 12. Juli 2026.
- ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. Abgerufen am 8. Oktober 2019 (siehe Kirchberg, Verbandsgemeinde, 23. Ergebniszeile).
- ↑ Ortsgemeinde Niedersohren: Organe. ( vom 22. März 2019 im Internet Archive)
- ↑ Wappenbeschreibung Niedersohren


