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Ścinawa

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Ścinawa
Wappen von Ścinawa
Ścinawa (Polen)
Ścinawa (Polen)
BERJAYA
Ścinawa
Basisdaten
Staat: PolenBERJAYA Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Powiat: Lubin
Gmina: Ścinawa
Fläche: 13,54 km²
Geographische Lage: 51° 25′ N, 16° 25′ OKoordinaten: 51° 25′ 0″ N, 16° 25′ 0″ O
Höhe: 100 m n.p.m.
Einwohner: 5712 (31. Dez. 2016)
Postleitzahl: 59-330
Telefonvorwahl: (+48) 76
Kfz-Kennzeichen: DLU
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK 36: Ostrów Wielkopolski–Prochowice
DW 292: Nowa SólLisowice
DW 340: Oleśnica–Ścinawa
Eisenbahn: PKP-Linie 273: Breslau–Stettin
Nächster int. Flughafen: Breslau

Ścinawa [ɕt͡ɕi’nava] (deutsch Steinau an der Oder) ist eine Kleinstadt in der Stadt- und Landgemeinde Ścinawa im Powiat Lubiński der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen.

BERJAYA
Steinau an der Oder, nordnordöstlich von Liegnitz, auf einer Landkarte von 1905

Die Stadt liegt in der Region Niederschlesien, am linken Ufer der Oder, an der Mündung ihres Nebenflusses Kalter Bach (polnisch Zimnica), 35 Kilometer nordöstlich von Legnica (Liegnitz) und 16 Kilometer nordwestlich von Wołów (Wohlau).

Die Niederung, durch die die Oder von Lubiąż (Leubus) 30 Kilometer lang in Richtung Norden fließt, wird als „Steinauer Oderdurchbruchstal“ (polnisch Obniżenie Ścinawskie) bezeichnet. Die Stadt wird im Osten vom Odertal und im Süden von der Żimnica begrenzt. Sie nimmt eine Fläche von 13,5 km² ein, die Fläche der Gemeinde beträgt 151 km².

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BERJAYA
Oder, Stadt und Umgebung, im Jahr 2021
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Rathaus mit historischem Glockenturm
BERJAYA
Ortsansicht mit einem Fragment der alten Stadtmauer
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Steinau (Steinaw), südlich von Köben (Koben), südwestlich von Winzig und westnordwestlich von Wohlau (Wolaw), im Herzogtum Wohlau (Ducatus Wolanus), auf der Schlesienkarte von Petrus Schenk, 1710
BERJAYA
Neue Oderbrücke
BERJAYA
Kalter Bach, im November 2009

In der Nähe des wichtigen Oderübergangs und am Schnittpunkt zweier wichtiger Handelswege entstand schon früh eine Siedlung. Sie wurde in einer Urkunde des Papstes Innozenz III. vom 22. November 1202 als „Stinav“ im Zusammenhang mit den Zehntzahlungen an das Zisterzienserinnenkloster Trebnitz erstmals erwähnt. Für das Jahr 1248 ist ein Pfarrer von „Stinaw“ belegt und für das Jahr 1259 ein Vogt von „Stinavia“. Eine herzogliche Burg am Oderübergang ist für das Jahr 1251 nachgewiesen, in deren Nähe sich auch die ältere slawische Siedlung befand. Unweit davon wurde Mitte des 13. Jahrhunderts die Stadt Steinau, die damals zum Herzogtum Glogau gehörte, von Herzog Konrad II. gegründet und nach Neumarkter Recht ausgesetzt. Ein Hospital zum Heiligen Geist in Steinau wird schon 1282 urkundlich erwähnt, denn am 21. Januar des Jahres verschreibt Konrad II. demselben etliche Morgen und Freiheiten „umb die Steinau gelegen“.[1]

Im Jahr 1274 entstand das selbständige Teilherzogtum Steinau, dessen Herzog Johann von Steinau 1329 sein Herzogtum als ein Lehen der Krone Böhmen unterstellte, wodurch es dem Heiligen Römischen Reich eingegliedert wurde. Obwohl der polnische König Kasimir der Große 1335 mit dem Vertrag von Trentschin auf Schlesien verzichtet hatte, versuchte er ab 1343 mehrmals, dieses zurückzugewinnen. Während mehrere schlesische Herzogtümer an der Grenze zum Herzogtum Großpolen erobert wurden, gelangten polnische Truppen bis nach Steinau, das sie anzündeten und die 1290 errichtete Stadtmauer auch verwüsteten. Während des Wiederaufbaus der Stadt wurden die Stadtrechte 1348 erneuert. Bei dieser Gelegenheit erhielt die Stadt ihre regelmäßige Anlage, mit dem rechteckigen Ring (56 × 93 m) in der Stadtmitte, wie es für Neugründungen der deutschen Ostkolonisation üblich war. 1365 gelangten Stadt und Herzogtum an das Herzogtum Oels und Anfang des 15. Jahrhunderts an die Herzöge von Brieg und Liegnitz und später an das Herzogtum Wohlau.

Seit Gründung der Stadt war deren Wirtschaftsstruktur vorwiegend durch ihre Lage an der Oder bestimmt. Neben der Fischerei bildeten seit 1375 die Odermühlen eine sichere Erwerbsgrundlage. Unter anderem waren es eine Mehlmühle, eine Papiermühle und eine Tuchwalke, aus der sich später das Tuchmachergewerbe entwickelte.[2]

Zu einem wirtschaftlichen Niedergang der Stadt kam es im Dreißigjährigen Krieg, der Steinau große Zerstörungen brachte. Neben den materiellen Schäden kam noch hinzu, dass zahlreiche Bewohner ums Leben gekommen waren oder nach 1648 aus religiösen Gründen auswanderten. Am 11. Oktober 1633 hatte der kaiserliche Feldherr Albrecht von Waldstein in der Nähe der Stadt gegen die Schweden, Brandenburger und Sachsen gekämpft und ein schwedisches Korps von 5000 Mann und 60 Geschützen unter General von Thurn gefangen genommen.[3] Historische Dokumente berichten, dass in Steinau zwar drei Kirchen, aber nur zwei Wohnhäuser übrig geblieben waren.

Nach dem Tod des Herzogs Georg Wilhelm I., mit dem das Geschlecht der Schlesischen Piasten erlosch, fiel Steinau 1675 zusammen mit dessen hinterlassenen Herzogtümern als erledigtes Lehen in den unmittelbaren Besitz der Krone Böhmen, die seit 1526 die Habsburger innehatten. Anschließend hatten die Evangelischen unter den Maßnahmen der Gegenreformation zu leiden. 1701 wurde ihnen die Stadtpfarrkirche weggenommen, die aber schon 1707 aufgrund der Altranstädter Konvention zurückgegeben wurde. Für die zahlenmäßig kleine katholische Gemeinde wurde zunächst im oberen Stockwerk des Rathauses eine Josephinische Kuratialkapelle eingerichtet.

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Steinau zusammen mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. Im 18. Jahrhundert erlebte das Tuchmachergewerbe eine Blütezeit. Für das Jahr 1749 sind 118 Tuchmachermeister belegt. Die insgesamt über 400 Tuchmacher produzierten jährlich 14.000 Stück Leinen. Von wirtschaftlicher Bedeutung war auch die Bierbrauerei sowie die bereits 1633 gegründete Schwarzfärberei, in der ab 1720 auch Blaudrucke hergestellt wurden. Am 15. Oktober 1849 wurde das neu gegründete Königliche evangelische Schullehrer-Seminar eröffnet.[4]

Trotz eines Stadtbrands 1880 brachte das 19. Jahrhundert für die Stadt einen wirtschaftlichen Aufschwung, der auch mit einem raschen Bevölkerungswachstum verbunden war. 1874 wurde Steinau an die Eisenbahnstrecke Breslau–Glogau angeschlossen; 1898 folgte die Verbindung Liegnitz–Rawitsch. Durch den Ausbau des Oderhafens sowie durch eine neue Oderbrücke erlangte der Ort eine bessere Verkehrsanbindung. Es entstanden auch zahlreiche neue Betriebe sowie eine Eisenhütte. Um 1910 hatte Steinau eine evangelische Kirche, eine katholische Kirche, eine Synagoge, ein Schullehrer-Seminar, eine Präparandenanstalt, eine Höhere Mädchenschule, eine gewerbliche und kaufmännische Fortbildungsschule, zwei Krankenhäuser, ein Waisenhaus, ein Elektrizitätswerk, eine Kreis- und Stadtsparkasse, eine Spar- und Darlehenskasse, Likör-, Maschinen-, Mineralwasser-, Möbel-, Ofen-, Seifen-, Schäfte-, Tonwaren- und Zuckerfabrikation, eine Brauerei, Holzsägewerke, eine Metallgießerei, eine Molkerei, Mühlen, Ziegeleien und Getreidehandel sowie Kram- und Viehmärkte.[5]

Nach den Preußischen Verwaltungsreformen war Steinau 1815 der Provinz Schlesien eingegliedert worden. Ab 1816 war Steinau Sitz des Kreises Steinau, der 1932 mit dem Landkreis Wohlau zusammengelegt wurde. 1879 wurde der Ort Sitz des Amtsgerichtes Steinau an der Oder.

Um 1935 gab es in Steinau u. a. vier Hotels, 18 Gasthöfe und Restaurants, drei Cafés, zwei Bankhäuser, zwei Bierbrauereien, zwei Buchdruckereien, eine Gerberei, eine Gurkeneinlegerei, zwei Holzsägewerke, eine Kokosweberei, vier Maschinenfabriken, zwei Molkereien, vier Mühlen, einen Schiffsbauer, eine Seifenfabrik, eine Seilerei, eine Trinkhalm-Fabrik, zwei Viehhandlungen, eine Wagenfabrik, zwei Zeitungsverlage, eine Zementwarenfabrik und eine Zuckerfabrik.[6]

Im Jahr 1945 gehörte die Stadt Steinau zum Kreis Wohlau im Regierungsbezirk Breslau der preußischen Provinz Niederschlesien im Deutschen Reich.

Vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Steinau wegen seiner wichtigen Lage zur Verteidigung des Oderübergangs als Festung deklariert, weshalb vor der Stadt zahlreiche Betonbunker errichtet wurden. Am 23. Januar 1945 begannen schwere Kämpfe mit der Roten Armee.[7] Am 25. Januar wurde die Oderbrücke gesprengt. Unter schweren Verlusten bildeten Truppen der Roten Armee einen Brückenkopf und drangen in die Stadt ein, die von der Wehrmacht im Häuserkampf erbittert verteidigt wurde. Etwa 3000 deutsche und mindestens ebenso viele sowjetische Soldaten starben bis zur Eroberung der Stadt am 4. Februar 1945. Nach den Kämpfen lagen 1121 Häuser in Trümmern, was 75 % der Bebauung entsprach. Das örtliche Schloss aus dem 19. Jahrhundert wurde dem Erdboden gleichgemacht, vom Rathaus blieb nur der Turm erhalten. Die Ringbebauung wurde stark in Mitleidenschaft gezogen; dort blieben nur fünf Gebäude erhalten.

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Am Ring: Plattenbauten, Parkplätze, unbebaute Flächen

Nach Beendigung der Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs wurde Steinau 1945 – wie der größte Teil Schlesiens – von der Sowjetunion der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen. Von der polnischen Administration wurde die Stadt in Ścinawa umbenannt. Die einheimische Bevölkerung wurde, soweit sie nicht vorher geflohen war, von der polnischen Verwaltungsbehörde weitgehend aus Steinau vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war.

Zum Wiederaufbau und teilweisen Umbau kam es erst nach längerer Zeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in der Stadt eine Seifenfabrik, eine Gurkeneinlegerei und eine Zuckerfabrik wieder in Betrieb genommen. In den 1960er Jahren wurden ein neues Rathaus und am Ring eine neue Häuserreihe im sozialistischen Stil errichtet. Zu den größeren Unternehmen gehören: Zakład Gospodarki Komunalnej (Stadtwerke), Total Polska (Energie), Incana S.A. (Zulieferer Bauindustrie), dazu kommen Dienstleistungsunternehmen, Verkaufs- und Servicestellen, Großhändler sowie Tankstellen. In der Gemeinde Ścinawa sind über 500 Unternehmen registriert. Trotzdem gibt es im Zentrum bis heute leere Plätze, wo früher Gebäude standen. Ein erheblicher Teil der Einwohner pendelt zur Arbeit außerhalb von Stadt und Gemeinde.

In den Jahren 1945–1950 gehörte die Stadt zur Woiwodschaft Breslau, in den Jahren 1975–1998 zur Woiwodschaft Legnica und seit 1998 zum Powiat Lubiński der Woiwodschaft Niederschlesien.

Im Frühjahr 2010 wurde Ścinawa von einem starken Oder-Hochwasser heimgesucht.

Einwohnerentwicklung

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Bevölkerungsentwicklung bis 1945
Jahr Einwohner Anmerkungen
17561876Stadt[8]
17761940[8]
17801787[8]
17861686[8]
17871724darunter zehn Juden[8]
18031990[9]
18102164[9]
18162050davon 1736 Evangelische, 309 Katholiken und fünf Juden[9]
18212141Kreisstadt an der Oder mit 328 Privatwohnhäusern, Bierbrauerei[9]
18252395darunter 343 Katholiken und sieben Juden; Kreisstadt mit zwei Toren, 326 Häusern und einer Fähre über die Oder[10]
18402716darunter 2184 Evangelische, 486 Katholiken und 46 Juden; Stadt mit einer evangelischen Pfarrkirche, einer katholischen Pfarrkirche und einer Fähre über die Oder[11]
18523018am Jahresende[12]
18643326am 1. Dezember, Gemeindebezirk[13]
18673348am 3. Dezember;[14] nach anderen Angaben 3347 Einwohner, Stadt mit einer evangelischen Kirche, einem evangelischen Schullehrer-Seminar, einer katholischen Kirche und einem Hospital[15]
18713236am 1. Dezember, davon 2478 Evangelische, 627 Katholiken, zwei sonstige Christen und 129 Juden[14]
18753299[16]
18803563[16]
18853636am 1. Dezember, davon 2765 Evangelische, 790 Katholiken und 81 Juden[17]
18903552davon 2755 Evangelische, 717 Katholiken und 77 Juden[16]
19054269meist Evangelische; Stadt mit einer evangelischen Kirche, einer katholischen Kirche, einer Synagoge, einem evangelischen Schullehrer-Seminar mit Waisenhaus, einem Amtsgericht, Tonwaren-, Möbel-, Kokosmatten-, Knopf- und Zuckerfabrikation sowie einem Oderhafen[18]
19105183am 1. Dezember, Stadt mit einer evangelischen und einer katholischen Pfarrkirche, einer Synagoge, einem Lehrerseminar, einer Präparandenanstalt, einer Höheren Mädchenschule sowie einer gewerblichen und kaufmännischen Fortbildungsschule[5]
19336250[16]
19396520[16]
Bevölkerungsentwicklung seit 1946
Jahr196920162023
Einwohner420857125304
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Frühere evangelische Pfarrkirche St. Johannes, erbaut um 1450, seit Enteignung 1945 katholisch

Die vor 1945 hier lebende Stadtbevölkerung war überwiegend evangelisch. Der evangelischen Pfarrgemeinde gehörten nach der Reformation die Johanneskirche unweit der Stadtmauer, die Marienkirche vor dem Glogauer Tor und die Georgenkapelle, auch Schuppen genannt, vor dem Obertor. Die Georgenkirche war bereits 1656 eine Ruine. Letztere beiden Kirchen wurden im 19. Jahrhundert abgetragen.[19] Für die Gemeinde der Katholiken stand seit Dezember 1841 eine kleine Kirche zur Verfügung, die für 700 Kirchgänger ausgelegt war.[20]

Die Pfarrkirche wird erstmals in einer Urkunde von 1209 erwähnt, durch die Herzog Heinrich I. von Schlesien ihr mehrere Kirchen und Dörfer der Umgegend zuteilte. Wer sie gestiftet hat, ist nicht überliefert. 1450 hieß sie „Pfarrkirche des heiligen Kreuzes“. 1477 schenkte Herzog Konrad der Weiße dem Hause und Hospital zum heiligen Geist die Pfarrkirche zum heiligen Kreuz (ecclesiam parochialem Stinaviensem in honorem vivifice et salutifere crucis consecratam). Die Bezeichnung „Johanneskirche“ ist also jüngeren Datums.[1] Sie stand vor der Reformation unter der Aufsicht der Brüder vom Orden des Heiligen Geistes.[19][21] Nachdem der Liegnitzer Herzog Friedrich II., der seit 1523 auch Herr von Wohlau war, die Reformation auch in Steinau eingeführt hatte, kam die Pfarrkirche 1534 in den Besitz der evangelischen Gemeinde; sie wurde 1701 weggenommen, 1707 aber restituiert.[22]

Das heute vorhandene Gebäude entstand im 15. Jahrhundert und ist eine als Backstein-Rohbau ausgeführte Hallenkirche mit einem dreischiffigen Langhaus und einem unten quadratischen, oben achtseitigen Westturm. Sie ist durchweg kreuzgewölbt, bzw. sterngewölbt auf spätgotischen Rippen. Am Gewölbe des Chors waren neben einem Johannes-Kopf die Jahreszahlen 1491 und 1870 vermerkt worden, Zeitpunkte der Wiederherstellung der Kirche. Ab 1512 wurde ein Klappaltar angefertigt und mit 1514 datiert. Er stammte von demselben Meister wie die Altäre von Lampersdorf[23] und Thiemendorf, die zu den kunsthistorisch wertvollsten ihrer Art gezählt werden, und wurde in das Museum für schlesische Altertümer zu Breslau gebracht.[21] 1514 wurde zusätzlich die 26 Zentner schwere sogenannte große Glocke eingehängt. 1626 erlitt die 1330 gegossene große Glocke einen Sprung. Nachdem die Kirche durch den Dreißigjährigen Krieg in Verfall geraten war, wurde der Turm 1669 höher und ‚zierlicher‘ erneuert. Am Vorbau der Südseite wurde 1498 eine Sonnenuhr angebracht.[21] Der Turm brannte 1801 ab, wurde aber wiederhergestellt; er trug damals vier Glocken und hatte eine Uhr.[22]

Pastoren von der Reformation bis 1945
  1. Bartholomäus Nerigk, von 1531 bis Ostern 1534, Steinaus erster Geistlicher evangelischer Konfession[19]
  2. Johann Schaucke (Scaurus), 1534–1553, führte den Titel „Senior“, zuvor Pastor in Ossig bei Lüben, ging 1553 nach Liegnitz[19]
  3. Thomas Rieger, 1553–1583, * 1523 in Ramslau, studierte in Wittenberg, 1553 von Herzog Georg II. von Wohlau zum Pastor in Steinau berufen, war 1. Superintendent im Fürstentum Wohlau, † 3. Oktober 1583 in Steinau[19]
  4. Bartholomäus Haugwitz, 1584–1602 Pastor und Senior in Steinau, * 8. Januar 1544 in Brieg als Sohn des dortigen Diakons, besuchte das Elisabetan zu Breslau, studierte 1565–1568 in Wittenberg, 1569 Diakon in Neustadt O.S., 1578 Hofprediger und 1579 Pastor an der Nikolaikirche zu Brieg, † 18. Februar 1602 in Steinau[19]
  5. Mathäus Hedwiger, 6. Oktober 1602 bis 1609 Pastor und Senior in Steinau, * 1542 in Liegnitz, besuchte Schulen in Liegnitz und Goldberg, studierte in Wittenberg, 1575 Pastor zu Tentschel und Rosenig bei Liegnitz, † 23. Februar 1609 in Steinau[19]
  6. M. Wolfgang Droschky, 1609–1615, war zuvor Pastor in Würben bei Ohlau, Sohn eines Pastors in Olbendorf, Kreis Strehlen[19]
  7. Balthasar Ursinus, 1615–1617, zuvor Pfarrer in Deutsch Kessel bei Grünberg in Schlesien, wurde am 27. Juli 1615 durch Herzog Georg Rudolf von Liegnitz ins hiesige Amt berufen, † 1617 in Steinau[19]
  8. Georg Ursinus, 1617–1630, Schwiegersohn seines Vorgängers und Mecklenburgischer Hofprediger, am 3. Juni 1617 zum Pastor in Steinau berufen, am 2. Advents-Sonntag (10. Dezember) eingeführt, im Dezember 1630 aber seines Amtes enthoben, † 5. September 1633 als Pastor in Herrmannsdorf, Kreis Breslau[19]
  9. Hennoch Bartsch, 1631–1632, * 6. Januar 1578 zu Friedeberg a. Queis, wo sein Vater Kantor war, besuchte die Schule in Hirschberg, studierte 1595–1598 in Wittenberg, 1610–1529 Pastor in Schweidnitz, wo er durch kaiserliche Truppen vertrieben wurde, 1631 durch Georg Rudolf zum Pastor und Senior in Steinau berufen, als die Stadt am 29. August 1632 eingeäschert wurde, floh er nach Liegnitz, am 12. Oktober 1632 nach Schweidnitz zurückberufen, † 14. September 1633 dort an der Pest[19]
  10. Von 1632 bis 1641 blieb die Stelle des Pastors unbesetzt und wurde von dem Diakon Johann Nitritz mit verwaltet.[19]
  11. Christoph am Ende, Pfarrer in Porschwitz, verwaltete seit 15. Mai 1642 zusätzlich das hiesige Pfarramt, 1646 zum Pastor in Steinau berufen und im November eingeführt, † 1651[19]
  12. Gottfried Gebauer, 1652–1654, * 21. September 1596 in Wohlau als Sohn des Prokonsuls Johann Gebauer, am 5. Oktober 1652 Pastor, Senior und Konsistorial-Assessor in Steinau, zuvor seit 1633 Pastor in Mondschütz, † 6. September 1654 in Steinau[19]
  13. Mathäus Girbig, * 16. Februar 1616 in Ohlau, wo sein Vater Rektor war, nach vollendetem Studium 1641 Pastor in Kunzendorf bei Steinau, 1646 Pastor in Wischütz, 1654 in Dieban, 1655 durch Herzog Christian von Liegnitz-Brieg als Pastor und Senior nach Steinau berufen, wo er am 12. April ankam, erlitt in der darauf folgenden Nacht einen Schlaganfall, † am 13. April um 2¼ Uhr nachmittags[19]
  14. M. Andreas Hempel, 1655–1670, * 12. Juli 1622 als Sohn des Pastors Hempel in Wahren, Kreis Wohlau, studierte 1642–1645 in Wittenberg und Frankfurt, vertrat darauf seinen kränkelnden Vater im Amt und wurde nach dessen Tod sein Amtsnachfolger, flüchtete nach Wegnahme der Kirche nach Wahren zu seinem Schwiegervater, dem Senior Andreas Gebauer in Wohlau, wurde von dort durch Herzog Christian zum Pastor und Senior in Steinau und zugleich zum Assessor des Konsistoriums in Wohlau berufen, † 22. Februar 1670[19]
  15. Kaspar Rudolphi, 1670–1701, * 31. Dezember 1622 in Steinau als Sohn eines Tuchmachers und -händlers, kurz vor den Totalbrand von 1632 zogen seine Eltern der Kriegsunruhen wegen nach Liegnitz, 1634 aber nach Winzig, und er ging in den beiden Orten zur Schule, 1636 besuchte er die Schule zu Fraustadt und 1641 diejenige in Thorn, nachdem seine Eltern 1642 in Rawitsch gestorben waren, studierte er in Königsberg und Wittenberg, kehrte 1650 nach Schlesien zurück und wurde am 1. Mai 1651 als Diakon, am 18. Dezember 1670 zum Pastor und Senior in Steinau berufen, † 5. April 1701 in Steinau; nach seinem Tod wurde die Kirche am 22. April versiegelt und am 23. Mai 1702 von den Katholiken eingenommen;[19] nach Rückgabe der Kirche am 18. Dezember 1707 folgte als Pastor:
  16. M. Johann Hensel, von 1708–1726, * 4. September 1672 in Berndorf bei Liegnitz als Sohn des Pastors Salomon Hensel, studierte 1690–1693 an der Universität Leipzig, wo er am 15. Januar 1692 die Magisterwürde erlangte, wurde Pastor 1694 in Bielwiese bei Steinau, im September 1703 in Goldberg und am 8. Mai 1708 Pastor und Senior in Steinau, seit 1722 Superintendent im Fürstentum Wohlau, † 6. Februar 1726 auf der Kanzel aufgrund eines Schlaganfalls während einer Leichenpredigt[19]
  17. M. Martin Wilhelm Schmid, 1626–1729, * in Groß Jenkwitz, Kreis Brieg, als Sohn des Pastors, besuchte Schulen in Brieg und Breslau, studierte in Wittenberg, erwarb an der Universität Jena die Magisterwürde, wirkte 1706 als Hilfsprediger in Rankau, wurde 1708 Pastor in Rudelsdorf, Kreis Nimptsch, und 1726 Pastor und Senior in Steinau, † 1729 in Steinau[19]
  18. M. Adam Christian Bühner, 1729–1770, 5. März 1698 in Breslau, wurde 1728 Diakon in Winzig, 1730 Pastor in Steinau, 1736 Superintendent des Fürstentums Wohlau, † 29. März 1771 in Steinau[24][25][19]
  19. Gottlob Lebrecht Wandersleben, 1771–1789, * 1729 in Magdeburg, wo sein Vater Kantor an der Katharinenkirche war, besuchte das Gymnasium in Magdeburg und die Universität Halle, wirkte als Hauslehrer in Merseburg und Magdeburg, wurde 1760 Feldprediger des Anhaltschen Regiments in Liegnitz und 1771 Pastor in Steinau, † 23. April 1789 in Steinau[19]
  20. Christian Friedrich Engelmann, 1789–1793, * 18. Mai 1738 in Züllichau, wo er das Pädagogium besuchte, darauf das Berlinische Gymnasium zum Grauen Kloster und die Universität Halle, wurde 1761 Konrektor der Stadtschule in Züllichau, 1763 Pastor in Lampersdorf bei Steinau, 1772 zugleich Senior des Steinauer Kreises und 1789 Pastor in Steinau, † 5. November 1793[19]
  21. Johann Gottfried Zachler, 1793–1830, * 21. März 1754 in Neusalz, wo sein Vater Prediger war, wurde 1783 Feldprediger des in Brieg garnisonierten preußischen Ruit'schen Infanterieregiments, am 12. Dezember 1793 Pastor in Steinau und 1806 Senior des Kreises, † 26. Dezember 1830 im 48. Amtsjahr nach einem langen, durch einen Sturz verursachten Leiden[19]
  22. Christian Gottlob Scholz, 1832–1853, * 24. Februar 1789, war zuvor Pastor in Buchwald bei Schmiedeberg, erhielt 1834 die Superintendentur der Diözese Steinau II, die Zachler abgelehnt hatte, trat von der Verwaltung derselben jedoch 1847 zurück, † am 7. Januar 1853 unerwartet[19]
  23. August Aegert, 1854–1875, * 4. August 1801 in Warschau, studierte an der Universität Breslau, 1827–1854 Pfarrer zu Heidau bei Parchwitz 1827–1854, 1854 Superintendent in Steinau, 1861 Ritter des Roten Adlerordens 4. Klasse,[22] ließ sich 1875 pensionieren, Buchautor[26] † Karfreitag 1877[19]
  24. Alfred Lauschner, seit 1875 Pastor und seit 1876 Superintendent und Oberpfarrer in Steinau, * 12. April 1839, ordiniert 6. April 1864, war zuvor bis 1864 Pfarr-Vikar in Glatz, von da ab Pastor in Klein Bresa, Kreis Neumarkt[27][19]

Da der nach der Reformation verbliebenen kleinen katholischen Gemeinde eine Kirche fehlte, wurde den Evangelischen die Johanneskirche 1701 weggenommen und 1702 den Katholiken übergeben. Nach der Altranstädter Konvention vom 1. September 1707 wurde die Johanneskirche den Evangelischen zurückgegeben. Den Katholiken wurde 1708 eine Kuratialkapelle im oberen Stockwerk des Rathausgebäudes eingeräumt. Dafür erhielt das Rathausdach ein kleines Glockentürmchen. 1776 wurde das Glockentürmchen abgetragen und am westlichen Giebel des Rathauses durch einen neuen Glockenturm ersetzt. Von 1839 bis 1843 erbaute sich die katholische Gemeinde eine eigene kleine Kirche, die am 19. Dezember 1841 eingeweiht wurde.[20]

Nach 1945 wurden die Kirchen- und Pfarrgebäude in Steinau zugunsten der Römisch-katholischen Kirche in Polen zwangsenteignet. Die seit 1945 und Vertreibung der einheimischen Stadtbewohner anwesende polnische Einwohnerschaft ist größtenteils katholischer Konfession.

Das heutige Wappen von Stadt und Gemeinde Ścinawa entspricht der ältesten Abbildung des Stadtwappens aus dem Jahr 1310. Blasonierung: Das Wappen ist zweigeteilt und zeigt auf der rechten Seite einen halben schwarzen Schlesischen Adler auf goldenem Grund, der die Zugehörigkeit des Ortes zu Schlesien symbolisiert. Auf der linken Seite befindet sich ein Fragment der Steinauer Stadtmauer in Rot auf ebenfalls goldenem Grund. Es weist auf die seit 1290 bezeugte Stadtmauer hin.[28]

Durch den Bau der Eisenbahn Liegnitz–Rawitsch erhielt die Stadt um 1900 eine Verkehrsanbindung. Sie wurde durch eine neue Oderbrücke, den Bau eines längeren Hafenbeckens und Gleisanschlüsse zu den Industriebetrieben weiter verbessert.

Sehenswürdigkeiten

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BERJAYA
Jüdische Friedhof
BERJAYA
Bahnhof …
BERJAYA
… mit Stellwerk …
BERJAYA
… und Wasserturm

Unter Denkmalschutz stehen:[29]

  • Baugrundriss der Altstadt von 1215
  • Ruinen des Schlosses
  • Jüdischer Friedhof in der ul. Młynarska, hier fand die erste Beerdigung 1845 statt. Die letzten Bestattungen in den 1930er Jahren. Er hat eine Fläche von 0,19 ha, die Grabsteine sind in sieben Reihen gruppiert. Die Inschriften sind hebräisch oder gemischt hebräisch und deutsch. Etwa 100 Grabsteine blieben erhalten. Der Friedhof ist sehr gut erhalten.[30]
  • Die jetzt katholische Stadtpfarrkirche mit dem Patrozinium Kreuzerhöhung (Kościół parafialny pw. Podwyższenia Krzyża) war bereits im Jahr 1248 vorhanden.[19] Von Anfang des 16. Jahrhunderts bis 1945 war das Kirchengebäude als Johanneskirche das Gotteshaus der protestantischen Kirchengemeinde. Der jetzige gotische Backsteinbau entstand um 1450. Zu seiner kostbaren Ausstattung zählen zwei Grabmale aus der Zeit um 1600. Im Ostteil der dreischiffigen Hallenkirche befindet sich der Chor, die Westfassade nimmt der wuchtige viereckige Turm ein, der im obersten Teil in eine achteckige Form übergeht. Bekrönt wurde er von einem achteckigen Turmhelm mit einer kleinen Zwiebelhaube. 1869 wurde die Innenausstattung im neugotischen Stil erneuert. Das Hauptaltargemälde Christus mit Aposteln in Emmaus schuf der Kölner Maler Otto Mengelberg. Im Zweiten Weltkrieg trug die Kirche nur leichte Beschädigungen davon; obwohl der Turm zur Gänze erhalten blieb, wurde der Turmhelm später durch einen einfacheren ersetzt.
  • Das Rathaus aus dem Mittelalter wurde 1837–1838 durch einen klassizistischen Neubau ersetzt, der Turm blieb jedoch in großen Teilen erhalten. In den 1920er Jahren wurde es umgebaut, wobei dem Turm ein durchbrochener Helm aufgesetzt wurde. In diesem Zustand blieb das Rathaus bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs, als es völlig ausbrannte. Die Bausubstanz blieb zwar erhalten, wurde aber in den nachfolgenden Jahren abgerissen und durch einen Plattenbau sozialistischen Stils ersetzt. Da der Turm nur geringfügig beschädigt wurde, blieb er als einziger historischer Bestandteil bestehen, wurde aber mit einem neuen Helm versehen.
  • Bahnhof mit Bahnhofsgebäude, einem Wasserturm (erbaut 1874), Stellwerk, einstöckigen Bahnrampen, zwei Wohn- und Bürogebäuden, Lager und Toilette
  • Wohnhaus Anfang 20. Jahrhundert in der ul. Głogowska 8/10
  • Wohnhäuser (19. und 20. Jahrhundert) in der ul. Szeroka 14 und 26 sowie der ul. Jana Pawła II 8 und 17
  • Schulgebäude (1903) in der ul. Kościuszki 1
  • Ein Toilettengebäude
  • Die 1290 erstmals erwähnte Stadtmauer bestand zunächst aus Palisaden und Erdwällen und wurde später umgebaut und erweitert. Sie umgab die Stadt ovalförmig. Im Norden war keine Befestigung erforderlich, da hier Feuchtgebiete natürlichen Schutz boten. Gegen Anfang des 14. Jahrhunderts wurde die Stadtmauer in Stein ausgeführt und erhöht und in den folgenden beiden Jahrhunderten die Stadtgräben vertieft. Die Mauern waren rund 1,5 m stark und acht Meter hoch, davor wurde noch ein 10 m tiefer Graben ausgehoben. Die beiden Stadttore, das Glogauer- und das Odertor, wurden bereits 1822 abgetragen, die Mauern dagegen wurden damals instandgesetzt. Bis in unsere Zeit blieb die Stadtmauer im Süden mit bis zu zwei Metern Höhe erhalten, die teilweise rekonstruiert wurde, im Westen sind größtenteils nur die originalen Fundamente zu finden.

Die Stadt Ścinawa ist Hauptort der Stadt- und Landgemeinde Ścinawa. Diese umfasst Dörfer im Umkreis von 20 km, die sich alle links der Oder befinden. Ścinawa macht über die Hälfte der 10.000 Einwohner zählenden Gemeinde aus und ist ihr Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum. Die Gemeindeinstitutionen sind in Ścinawa angesiedelt.

Persönlichkeiten

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Söhne und Töchter der Stadt

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  • Martin Zeiller: Steinau. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Bohemiae, Moraviae et Silesiae (= Topographia Germaniae. Band 11). 1. Auflage. Matthaeus Merians Erben, Frankfurt am Main 1650, S. 182 (Volltext [Wikisource]).
  • Steinau a/d Oder, Kreisstadt, links der Oder, Regierungsbezirk Breslau, Provinz Schlesien. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Steinau (meyersgaz.org).
  • Heinrich Schubert: Urkundliche Geschichte der Stadt Steinau an der Oder. Verlag von Max Woywod, Breslau 1885 (Google Books).
  • Heinrich Schubert: Die ehemaligen Odermühlwerke bei Steinau a. d. Oder. In: Zeitschrift des Vereins für Geschichte und Alterthum Schlesiens. Band 16, Breslau 1882, S. 150–156 (Google Books).
  • Franz Taeglichsbeck: Die Gefechte bei Sreinau an der Oder vom 29. August bis 4. September 1632 – Das Treffen bei Steinau an der Oder am 11. Oktober 1633 – Eine kriegsgeschichtliche Untersuchung auf Grund urkundlicher Quellen sowie der gleichzeitigen und späteren Literatur, bei Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1889 (Google Books).
  • Eugen Georg Spohrmann, Geschichte des königlichen Schullehrer-Seminars zu Steinau a. O., Breslau 1899.
  • Hugo Weczerka (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten. Band: Schlesien (= Kröners Taschenausgabe. Band 316). Kröner, Stuttgart 1977, ISBN 3-520-31601-3, S. 517–519.
  • Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. Deutscher Kunstverlag, München u. a. 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 913 f.
  • Siegismund Justus Ehrhardt: Neue Diplomatische Beyträge zur Erläuterung der alten Niederschlesischen Geschichte und Rechte, Viertes Stück, Breslau 1773, S. 162–190 (Google Books).
Commons: Ścinawa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Ścinawa – Reiseführer

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Heinrich Schubert zu: Hermann Neuling, Schlesiens ältere Kirchen etc., Breslau 1884, S. 124, in: Zeitschrift des Vereins für Geschichte und Alterthum Schlesiens, Band 26, Breslau 1892, S. 435 (Google Books).
  2. Heinrich Schubert: Die ehemaligen Odermühlwerke bei Steinau a. d. Oder. In: Zeitschrift des Vereins für Geschichte und Alterthum Schlesiens. Band 16, Breslau 1882, S. 150–156 (Google Books).
  3. Franz Taeglichsbeck: Die Gefechte bei Steinau an der Oder vom 29. August bis 4. September 1632 – Das Treffen bei Steinau an der Oder am 11. Oktober 1633 – Eine kriegsgeschichtliche Untersuchung auf Grund urkundlicher Quellen sowie der gleichzeitigen und späteren Literatur, bei Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1889 (Google Books).
  4. Jungklaaß: Das Königliche evangelische Schullehrer-Semina zu Steinau a. d. O. – Erster öffentlicher Bericht 1853, Druck: Oscar Beyer, Steinau a./O. 1853, S. 2 (Google Books).
  5. 1 2 Steinau a/d Oder, Kreisstadt, links der Oder, Regierungsbezirk Breslau, Provinz Schlesien. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Steinau (meyersgaz.org).
  6. Klockhaus' kaufmännisches Handels- und Gewerbe-Adressbuch des Deutschen Reichs für Industrie, Handwerk, Handel und Gewerbe, Band 1 B, Berlin 1935, 2. Teil, Provinz Schlesien, S. 1765–1766 (Google Books).
  7. Earl Frederick Ziemke: Stalingrad to Berlin. The German defeat in the East. Office of the Chief of Military History, United States Army, Washington 1968. S. 439–441, Kapitel 20 The Defense of the Reich (ibiblio.org).
  8. 1 2 3 4 5 Friedrich Albert Zimmermann: Beiträge zur Beschreibung von Schlesien, Band 7, bei Johann Ernst Tramp, Brieg 1787, S. 292–304, insbesondere S. 302 (Google Books).
  9. 1 2 3 4 Alexander August Mützell und Leopold Krug: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats, Band 5: T–Z, Halle 1823, S. 384–491, Ziffer 701 (Google Books).
  10. Johann Georg Knie: Alphabetisch-Statistisch-Topographische Uebersicht aller Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuß. Provinz Schlesien. Breslau 1830, S. 1024 (Google Books).
  11. Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preusz. Provinz Schlesien. 2. Auflage, Graß, Barth und Comp., Breslau 1845, S. 932–933 (Google Books).
  12. Uebersicht des Flächenraums und der Einwohnerzahl des Preussisches Staates, und Alphabetisches Verzeichniss der Städte in demselben, mit Angabe der Civil-Einwohnerzahl am Schlusse des Jahres 1852. Decker, Berlin 1854, S. 25 (Google Books).
  13. Königliches Finanzministerium: Die Ergebnisse der Grund- und Gebäudesteuerveranlgung im Regierungsbezirk Breslau, Berlin 1868, 18. Kreis Steinau, S. 18–25, Ziffer 106 (Google Books)
  14. 1 2 Königliches Statistisches Bureau: Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Schlesien und ihre Bevölkerung. Nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. Dezember 1871. Berlin 1874, S. 56–57, Ziffer 3 (Google Books).
  15. Reinecke: Preußisches Staatshandbuch – Mit einer statistisch-topographischen Uebersicht, bei F. Berggold, Berlin 1870, S. 401 (Google Books).
  16. 1 2 3 4 5 Michael Rademacher: Wohlau. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  17. Königliches statistisches Bureau: Gemeindelexikon für das Königreich Preußen – Auf Grund der Materialien der Volkszählung am 1. Dezember 1885 und anderer amtlicher Quellen, Band VI: Provinz Schlesien, Berlin 1887, S. 64–65, Ziffer 3 (Google Books).
  18. Meyers Großes Konversations-Lexikon, Sechste Auflage, Band 18, Leipzig/Wien 1909, S. 893, Ziffer 2) (Zeno.org) (Google Books).
  19. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 Heinrich Schubert: Urkundliche Geschichte der Stadt Steinau an der Oder. Verlag von Max Woywod, Breslau 1885, S. 160–188 (Google Books).
  20. 1 2 Heinrich Schubert: Urkundliche Geschichte der Stadt Steinau an der Oder. Verlag von Max Woywod, Breslau 1885, S. 205–208 (Google Books).
  21. 1 2 3 Hans Lutsch: Verzeichnis der Kunstdenkmäler der Provinz Schlesien, Band II: Die Landkreise des Reg.Bezirks Breslau, bei Wilh. Gottl. Korn, Breslau 1889, S. 648–651 (Google Books).
  22. 1 2 3 F. G. Eduard Anders: Historische Statistik der Evangelischen Kirche in Schlesien, bei Gottlieb Wilhelm Korn, Breslau 1867, S. 351 (Google Books).
  23. F. F. A. Münzenberger: Zur Kenntniss und Würdigung der mittelalterlichen Altäre Deutschlands – Ein Beitrag zur Geschichte der vaterländischen Kunst, bei A. Fösser Nachfolger, Frankfurt am Main 1885, S. 204–205 (Google Books).
  24. Johann Adam Hensel: Protestantische Kirchengeschichte der Gemeinen in Schlesien, bei David Siegerts, Leipzig und Liegnitz 1768, S. 790 (Google Books).
  25. Sigismund Justus Ehrhardt: Evangelische Kirchen- und Prediger-Geschichte der Stadt und des Fürstenthums Lignitz, bei Johann Gottfried Pappäsche, Lignitz 1789, S. 126, Fußnote (r) (Google Books).
  26. August Aegert: Die evangelisch-lutherische Kirche in Schlesien, seit den Unions-Versuchen jüngster Zeit, bei Carl Eduard Reisner, Liegnitz 1843 (Google Books).
  27. Das evangelische Deutschland, Band 2, bei Schulze & Co., Leipzig 1898, S. 322 (Google Books).
  28. Hugo von Sauma-Jetsch: Wappenbuch der schlesischen Städte und Städtel, Berlin 1870, Sp. 319–322 (Google Books).
  29. Verzeichnis der in das Denkmalregister eingetragenen unbeweglichen Denkmale: Woiwodschaft Niederschlesien (PDF, polnisch). Stand 30. September 2025. Narodowy Instytut Dziedzictwa.
  30. Przemysław Burchard: Pamiątki i zabytki kultury żydowskiej w Polsce Warszawa: 1990, s. 182.