Künstliche Intelligenz eröffnet viele neue Möglichkeiten, stellt freie Wissensprojekte wie das FürthWiki aber auch vor neue Herausforderungen. Der Server unseres FürthWiki ist zunehmend automatisierten Zugriffen ausgesetzt. KI-Systeme und Webcrawler rufen die Inhalte des Wikis regelmäßig ab, um Daten für ihre Modelle zu sammeln. Die technische Infrastruktur unseres ehrenamtlich betriebenen Projekts wird dadurch stark beansprucht.
Doch die technischen Auswirkungen sind nur ein Teil des Themas, auch die Erstellung von Wikipedia-Artikeln mit KI ist problematisch. Um deren Qualität zu erhalten und Fehlinformationen zu vermeiden, hat z.B. die deutschsprachige Wikipedia-Community in einer Abstimmung im Februar 2026 ein weitreichendes KI-Verbot beschlossen und das Erstellen von Text mit Hilfe von Sprachmodellen (LLMs) verboten.
Hinzu kommt: Künstliche Intelligenz ist nicht neutral. Sie lernt aus großen Datenbeständen und kann dabei gesellschaftliche Vorurteile und Ungleichheiten übernehmen. In der Fachwelt wird dies als Bias bezeichnet, das sind systematische Verzerrungen, die dazu führen können, dass Menschen aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Herkunft oder anderer Merkmale benachteiligt werden. Gleichzeitig eröffnen neue KI-Anwendungen Möglichkeiten des Missbrauchs, etwa durch Deepfakes, digitale Überwachung oder täuschend echt erzeugte Inhalte.
Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Vortrag unseres FürthWiki-Mitglieds Brigitte Stenzhorn gemeinsam mit der KI-Expertin Jenny Homberger. Brigitte geht auf die historisch gewachsene Datenbasis ein und Jenny zeigt auf, welche Bedeutung Künstliche Intelligenz inzwischen im Zusammenhang mit häuslicher und digitaler Gewalt gewinnt.









