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Selbu

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Wappen Karte
Wappen der Kommune Selbu
Selbu (Norwegen)
Selbu (Norwegen)
BERJAYA
Selbu
Basisdaten
Staat: NorwegenBERJAYA Norwegen
Kommunennummer: 5032
Provinz (fylke): Trøndelag
Verwaltungssitz: Mebonden
Offizieller Name: Selbu kommune (no)
Koordinaten: 63° 11′ N, 11° 8′ OKoordinaten: 63° 11′ N, 11° 8′ O
Fläche: 1.234,84 km²
Einwohner: 4.258 (1. Jan. 2026)[1]
Bevölkerungsdichte: 3 Einwohner je km²
Sprachform: neutral
Webpräsenz:
Lage in der Provinz Trøndelag
Lage der Kommune in der Provinz Trøndelag

Selbu ist eine Kommune im norwegischen Fylke Trøndelag. Die Kommune hat 4258 Einwohner (Stand: 1. Januar 2026) und liegt im Südosten der Stadt Trondheim. Verwaltungssitz ist die Ortschaft Mebonden am Ufer des Selbusjøen.

BERJAYA
Blick auf den Selbusjøen

Die Kommune Selbu liegt südöstlich der Stadt Trondheim. Selbu grenzt im Norden an die Kommunen Malvik und Stjørdal, im Nordosten an Meråker, im Südosten an Tydal, im Süden an Holtålen und Midtre Gauldal, im Südwesten auf einer kurzen Strecke an Melhus und im Westen an Trondheim.[2]

Im Westen der Kommune liegt der Selbusjøen. Er reicht in die Nachbarkommune Trondheim hinein. Mebonden, das Verwaltungszentrum von Selbu, liegt am Ostufer des Sees. In der Ortschaft mündet die Nea, die den Südosten der Kommune durchfließt, in den Selbusjøen. Etwas weiter nördlich befindet sich bei Trøa die Mündung der Garbergselva.[2]

Im Osten von Selbu werden sowohl nördlich als auch südlich der Nea Höhen von über 1000 moh. erreicht. Im Südwesten der Kommune steigt das Terrain auf über 900 moh. an. Der Selbusjøen selbst liegt in einer tiefer gelegenen Ebene, die sich durch das Zentrum der Kommune erstreckt.[2] Die höchste Erhebung der Kommune Selbu hat eine Höhe von 1441,37 moh. Es handelt sich um den Fongen auf dem Grenzpunkt zwischen Selbu, Meråker und Tydal.[3]

Die Berggebiete im Nordosten Selbus, darunter auch der Fongen, gehen in den Skarvan og Roltdalen-Nationalpark (Skarvan og Roltdalen nasjonalpark) ein. Der seit 2008 bestehende Nationalpark erstreckt sich über die Kommunen Tydal, Stjørdal, Meråker und Selbu. Seine Fläche beträgt rund 441 km².[4]

Die Zahl der Einwohner ging nach 1950 einige Jahrzehnte zurück, bevor sie sich in den 2000er-Jahren stabilisieren konnte. Der Großteil der Einwohner lebt in den tiefer gelegenen Gebieten im Osten des Selbusjøen sowie im unteren Abschnitt der Nea.[5]

In der Kommune liegen zwei sogenannte Tettsteder, also zwei Ansiedlungen, die für statistische Zwecke als eine städtische Siedlung gewertet werden. Diese sind Mebonden mit 1126 und Trøa mit 223 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2025).[6]

Selbu hat wie viele andere Kommunen der Provinz Trøndelag weder Nynorsk noch Bokmål als offizielle Sprachform, sondern ist in dieser Frage neutral.[7]

Entwicklung der Einwohnerzahl
JahrEinwohnerzahl[8]Veränderung
AnzahlProzent
1960 4458
1970 3948 −510 −11,4 %
1980 3867 −81 −2,1 %
1990 4097 +230 +5,9 %
2000 3926 −171 −4,2 %
2010 4004 +78 +2,0 %
2020 4062 +58 +1,4 %

Kultur und Geschichte

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BERJAYA
Pullover mit Selbu-Rosen

Selbu ist bekannt für Strickwaren, deren Kennzeichen die „Selbu-Rose“ ist. Diese findet sich auch im Wappen der Kommune wieder. Im Osten der Kommune liegt das frühere Bergwerk Kvernfjellet. Es war im 17. Jahrhundert das vermutlich erste Bergwerk Norwegens, aus dem Mühlsteine gewonnen wurden.[5]

Samische Bevölkerung

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Selbu geht in das südsamische Siedlungsgebiet ein. Im Jahr 2001 entschied der Oberste Gerichtshof von Norwegen im sogenannten Selbu-Prozess (Selbu-saken), einem Rechtsstreit zwischen samischen Rentierhaltern und Grundeigentümern aus der Kommune. Das Gericht sprach den Rentierhaltern das Weiderecht auf privaten Grundstücken in den Gebieten Essand und Riast/Hylling zu.[9][10]

Verwaltungsgeschichte

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Die Kommune Selbu entstand in Folge der Formannskapslovene, durch die im Jahr 1837 die kommunale Selbstverwaltung in Norwegen eingeführt wurde. Zum 1. Januar 1901 wurde die Kommune Tydal mit damals 881 Einwohnern abgespalten. Selbu verlieb im Zuge dessen mit 4607 Einwohnern.[11]

Bis zum 31. Dezember 2017 gehörte Selbu dem damaligen Fylke Sør-Trøndelag an. Dieses ging im Zuge der Regionalreform in Norwegen in das zum 1. Januar 2018 neu geschaffene Fylke Trøndelag über.[12]

Wirtschaft und Infrastruktur

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Entlang der Nea verläuft der Fylkesvei 705 durch die Kommune. Bei Mebonden knickt die Straße in den Norden ab. Sie führt bis in die Stadt Stjørdalshalsen, wo sie nahe des Flughafens Trondheim und der Europastraße 6 (E6) endet.[2]

Der Fylkesvei 6712 zweigt am Nordufer des Selbusjøen vom Fylkesvei 705 ab. Die Straße führt von dort in den Nordwesten bis nach Hommelvik.[2]

Für die Landwirtschaft ist vor allem die Tierhaltung von Bedeutung. Für die lokale Industrie spielt die Forstwirtschaft als Grundlage für die holzverarbeitende Industrie eine größere Rolle. Im Jahr 1956 wurde die Selbu meieri gegründet.[5] In der Molkerei werden Blauschimmelkäse für den Lebensmittelkonzern Tine produziert.[13]

In Selbu befinden sich mehrere Wasserkraftwerke. Das Kraftwerk Nedre Nea ist seit 1989 in Betrieb. Es nutzt eine Fallhöhe von rund 96 Metern im Flusslauf der Nea aus. In der Zeit zwischen 1991 und 2020 hatte es eine mittlere Jahresproduktion von etwa 374 GWh.[14] Am Kraftwerk Slind lag im selben Zeitraum eine durchschnittliche Jahresproduktion von knapp 83 GWh vor. Dort wird seit 1985 eine Fallhöhe von rund 178 Metern ausgenutzt.[15] Mit den Kraftwerken Julskaret, Hegsetfoss und Usma gibt es drei weitere Kraftwerke mit einer Jahresproduktion von über 25 GWh.

In der Kommune befindet sich zudem der Windpark Stokkfjellet. Die dortige mittlere Jahresproduktion beträgt zirka 311 GWh.[16] Der Windpark mit 21 Turbinen ist seit 2021 in Betrieb.[17]

Selbu ist eine Auspendlerkommune. Im Jahr 2025 kamen auf etwa 2200 Arbeitstätige aus der Kommune rund 1680 Arbeitsplätze in Selbu.[18] Etwa 1400 Einwohner Selbus arbeiteten in der Kommune selbst. Dazu kamen jeweils über 250 Personen, die in die Nachbarkommunen Trondheim und Stjørdal pendelten.[19]

BERJAYA
Selbu kirke

In Mebonden liegt die Selbu kirke, eine Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Sie hat einen kreuzförmigen Grundriss und rund 520 Sitzplätze.[20] Die Selbustrand kirke ist eine Kirche in der Ortschaft Selbustrand, am Nordufer des Selbusjøen. Die Holzkirche wurde 1901 fertiggestellt und bietet Platz für etwa 300 Personen.[21] Zudem befindet sich mit der Flora kapell eine hölzerne Kapelle aus dem Jahr 1936 in der Kommune. Sie verfügt über 140 Sitzplätze.[22]

Name und Wappen

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Das seit 1991 offizielle Wappen der Kommune zeigt drei schwarze Rosetten auf silbernem Hintergrund. Jede Rosette besteht aus acht Rauten. Es handelt sich dabei um das aus der Kommune stammende Strickmuster der Selbu-Rosen.[5]

Selbu wurde in der Sverris saga als Selabu und im Jahr 1345 als Sælabu erwähnt. Der Name setzt sich aus den beiden Bestandteilen *Seli und -bu (deutsch „Dorf“) zusammen. Bei *Seli handelt es sich um einen alten Namen des Selbusjøen. Dessen genaue Bedeutung ist nicht bekannt.[23]

Persönlichkeiten

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Commons: Selbu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 07459: Population, by region, contents and year. In: ssb.no. Statistisk sentralbyrå, abgerufen am 7. März 2026 (englisch).
  2. 1 2 3 4 5 Selbu kommune. In: Norgeskart. Abgerufen am 11. Juli 2026 (norwegisch).
  3. Høgaste fjelltopp i kvar kommune. Kartverket, abgerufen am 11. Juli 2026 (norwegisch).
  4. Skarvan og Roltdalen nasjonalpark. In: naturbase.no. Miljødirektoratet, abgerufen am 11. Juli 2026 (norwegisch).
  5. 1 2 3 4 Morten O. Haugen: Selbu. In: Store norske leksikon. Abgerufen am 11. Juli 2026 (norwegisch).
  6. Population and land area in urban settlements. Statistisk sentralbyrå, 20. November 2025 (englisch).
  7. Forskrift om språkvedtak i kommunar og fylkeskommunar (språkvedtaksforskrifta). In: Lovdata. Abgerufen am 11. Juli 2026 (norwegisch).
  8. Population. 06913: Population 1 January and population changes during the calendar year (M) 1951 - 2025. In: ssb.no. Abgerufen am 11. Juli 2026 (englisch).
  9. Susann Funderud Skogvang: Selbu-saken. In: Store norske leksikon. Abgerufen am 11. Juli 2026 (norwegisch).
  10. St.meld. nr. 33 (2001-2002) - Tilleggsmelding til St.meld. nr. 55 (2000–2001) Om samepolitikken. In: regjeringen.no. 31. Mai 2002, abgerufen am 11. Juli 2026 (norwegisch).
  11. Dag Juvkam: Historisk oversikt over endringer i kommune- og fylkesinndelingen. (PDF) In: Statistisk sentralbyrå. 1999, abgerufen am 11. Juli 2026 (norwegisch).
  12. Reform of local government. In: regjeringen.no. 3. Dezember 2020, abgerufen am 11. Juli 2026 (englisch).
  13. TINE Selbu. In: tine.no. Abgerufen am 11. Juli 2026 (norwegisch).
  14. Nedre Nea. In: NVE. Abgerufen am 11. Juli 2026 (norwegisch).
  15. Slind. In: NVE. Abgerufen am 11. Juli 2026 (norwegisch).
  16. Stokkfjellet. In: NVE. Abgerufen am 11. Juli 2026 (norwegisch).
  17. Stokkfjellet Wind Farm. In: Aneo. Abgerufen am 11. Juli 2026 (englisch).
  18. 13472: Employed persons per 4th quarter, by region, contents, year and sector. In: ssb.no. Statistisk sentralbyrå, abgerufen am 11. Juli 2026 (englisch).
  19. 03321: Employed persons (aged 15-74) per 4th quarter, by municipality of residence, contents, year and municipality of work. In: ssb.no. Statistisk sentralbyrå, abgerufen am 11. Juli 2026 (englisch).
  20. Selbu kirke. In: Kirkesøk. Abgerufen am 11. Juli 2026 (norwegisch).
  21. Selbustrand kirke. In: Kirkesøk. Abgerufen am 11. Juli 2026 (norwegisch).
  22. Flora kapell, Selbu. In: Kirkesøk. Abgerufen am 11. Juli 2026 (norwegisch).
  23. Selbu. In: Norsk stadnamnleksikon. Abgerufen am 11. Juli 2026 (norwegisch).