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Rudeau-Ladosse

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Rudeau-Ladosse
Rudeu e Ladaussa
Rudeau-Ladosse (Frankreich)
Rudeau-Ladosse (Frankreich)
BERJAYA
Staat FrankreichBERJAYA Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Dordogne (24)
Arrondissement Nontron
Kanton Brantôme en Périgord
Gemeindeverband Dronne et Belle
Koordinaten 45° 29′ N,  33′ OKoordinaten: 45° 29′ N,  33′ O
Höhe 115–203 m
Fläche 13,74 km²
Einwohner 154 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 11 Einw./km²
Postleitzahl 24340
INSEE-Code
BERJAYA
Kirche Saint-Jean in Rudeau

Rudeau-Ladosse (Aussprache [ʁyˈdo laˈdɔs], okzitanisch Rudeu e Ladaussa) ist eine französische Gemeinde mit 154 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Nontron und zum Gemeindeverband Communauté de communes Dronne et Belle. Die Einwohner werden Rudeaussois und Rudeaussoises genannt.

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Lagekarte von Rudeau-Ladosse

Rudeau-Ladosse liegt etwa 36 Kilometer südöstlich von Angoulême, etwa 10 Kilometer südwestlich von Nontron und etwa 36 Kilometer nordnordwestlich von Périgueux im Norden des Départements im Nordosten der Landschaft des Ribéracois, im touristisch benannten Landesteil des Périgord vert.

Rudeau-Ladosse wird von folgenden drei Nachbargemeinden umgeben:

Connezac Lussas-et-Nontronneau
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
Mareuil en Périgord

Neben den Dörfern Rudeau und Ladosse besteht die Gemeinde aus folgenden Weilern, Gehöften, einem Gutshof, Schlössern und Lieu-dits:

Bélussière, Bois des Combes, Bois de Rudeau, Château de Bellussière, Château des Combes, Geriac, Grands Bois, La Brousse, La Grande Métairie, La Grande Pièce, La Grange de Cacal, La Rousselière, La Vigne des Combes, Le Communal, Le Goupillou, Le Planchou, Le Pouzet (Ruinen), Les Brandichous, Les Chazeaux, Les Combes, Les Fayes, Les Grands Bois, Les Plagnes, Leycoussaudie, Milauvieux, Puy Choisi, Roussiaud, Teignac, Terre des Perriers und Terres des Rocs.

Der weitaus bedeutendere Ortskern von Rudeau ist sehr exzentrisch positioniert – er befindet sich in der Südostecke des Gemeindegebiets in südlicher Hanglage oberhalb der Nizonne. Ladosse liegt vier Kilometer weiter westlich an der Westecke.

Der topografisch tiefste Punkt im Gemeindegebiet von Rudeau-Ladosse mit 115 m befindet sich am Zusammenfluss von der Nizonne mit dem Ruisseau de Beaussac (beim Lieu-dit Pont du Râteau an der Westecke). Der höchste Punkt mit 203 m liegt im Nordosten etwas nördlich vom Weiler La Grange de Cacal.

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Bodenbedeckung der Gemeinde Rudeau-Ladosse

Die Bodenbedeckung der Gemeinde Rudeau-Ladosse schlüsselt sich im Jahr 2018 gemäß der europäischen Datenbank CORINE Land Cover (CLC) wie folgt auf:

  • Wälder – 53,1 %
  • heterogene landwirtschaftliche Nutzung – 20,3 %
  • Grünland – 17,4 %
  • Strauch- und/oder Kräutervegetation – 6,5 %
  • Kulturboden – 2,7 %.

Die Wälder und seminaturellen Landflächen stehen eindeutig im Vordergrund, sie haben in ihrem prozentualen Anteil (mit 59,0 % im Jahr 1990) leicht zugenommen (auf 59,6 % im Jahr 2018).[1]

Rudeau-Ladosse besitzt ein abgeschwächtes ozeanisches Klima, das sich durch folgende Parameter auszeichnet:

Klimaparameter im Zeitraum 1971–2000
  • Jahresmittel: 12,0 °C
  • Anzahl der Tage unter −5 °C: 3,0
  • Anzahl der Tage oberhalb 30 °C: 7,2
  • Maximum im Tages-Temperaturunterschied: 14,5 °C
  • Jahresniederschlag: 974 mm
  • Niederschlagstage im Januar: 12,7
  • Niederschlagstage im Juli: 7,1

Durch den Klimawandel zeichnen sich Erhöhungen im Jahresmittel ab, die sich bereits auch bemerkbar machen. So ist beispielsweise an der 68 Kilometer entfernten Wetterstation am Flughafen von Limoges-Bellegarde das langjährige Jahresmittel von 11,2 °C für 1971–2000 über 11,4 °C für 1981–2010 auf 11,8 °C für 1991–2020 angestiegen – ein Zuwachs um 0,6 °C innerhalb von 20 Jahren.

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Hydrographische Karte von Rudeau-Ladosse

Die Südgrenze des Gemeindegebietes zu Saint-Sulpice-de-Mareuil wird von der nach Westen fließenden Nizonne gebildet. Mit Erreichen der ehemaligen Gemeindegrenze von Puyrenier dreht der Fluss dann nach Nordwest. Den Norden der Gemeinde durchfließt der vom Nachbarort Lussas kommende linke Seitenarm des Ruisseau de Beaussac, der in seinem Oberlauf beim Weiler La Brousse saisonbedingt trockenfällt. Er vereinigt sich nördlich vom Weiler Roussiaud mit dem Ruisseau de Beaussac, der nach Südwesten entwässert und beim Lieu-dit Pont du Râteau als rechter Seitenarm in die Nizonne mündet. Der linke Seitenarm bildet ab dem Weiler Leycoussaudie die Nordgrenze zu Connezac, die Nordwestgrenze zu Mareuil en Périgord (Beaussac) wird dann vom Ruisseau de Beaussac gestellt.

Die Nizonne und ihre Seitenarme gehören zum Flusssystem Isle-Dronne.

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Geologische Karte von Rudeau-Ladosse

Das gesamte Gemeindegebiet wird von flachliegenden Sedimenten des nördlichen Aquitanischen Beckens unterlagert. Strukturell gehören die anstehenden Gesteine zur Combiers-Saint-Crépin-de-Richemont Synklinale.

Die älteste aufgeschlossene Formation ist das Oxfordium (Formation j2-6(b)), das den Oberlauf des linken Seitenarms des Ruisseau de Beaussac bei La Brousse säumt. Es besteht aus beigefarbenen, feinkörnigen Kalken.

Über dem Oxfordium liegt transgressives Cenomanium (Formation c1-2), zu sehen weiter talauswärts bis kurz vor Beaussac. Das Cenomanium besteht aus drei Einheiten – grünen, Austern-führenden Mergeln, feinkörnigen Sanden und sandigen Alveolinenkalken. Es folgt das Turonium mit den Kreidekalken des Ligériens (Formation c3a) und den Rudistenkalken des Angoumiens (Formationen c3b und c3c). Das Ligérien folgt der linken Talseite des Ruisseau de Beaussac. Der gesamte Südteil der Gemeinde wird vom Angoumien eingenommen.

Der Ostabschnitt (Bois de Rudeau) wird von pleistozänem Kolluvium verdeckt (Formationen AC und ACF). Würmzeitlicher Hangschutt verfüllt den Oberlauf des linken Seitenarms des Ruisseau de Baussac nördlich vom Weiler Leycoussaudie und beim Weiler Roussiaud (Formation GP). Die Sedimente in den Talauen des Ruisseau de Beaussac und der Nizonne stammen aus dem Holozän (Formation K).

Südlich von Ladosse ziehen zwei Störungen nach Ostsüdost. Der nördliche Ast lässt sich bis Rudeau verfolgen, der südliche zieht an die Nizonne. Die beiden Störungen werden ihrerseits von einer Nordost-streichenden Verwerfung gekreuzt. Dieses Störungssystem dürfte mit dem Aufbiegen des Schichtverbands durch die etwas weiter südwestwärts situierte Mareuil-Antiklinale in Verbindung zu bringen sein.

Die Angoulême-Formation des Angoumiens wurde einst beim Schloss Belussière als Baustein abgebaut.

Natürliche und technologische Risiken

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Risikokarte des Quellungs/Schrumpfungsverhältnisses von Tonmineralen in Böden für Rudeau-Ladosse

Natürliche Risiken manifestieren sich in Rudeau-Ladosse neben den meteorologischen Risiken (Sturm, Gewitter, Schnee, extreme Kälte, Hitzewelle) vor allem als

Aufgrund der Schäden, die durch Überschwemmungen, Schlammlawinen und Erdrutschungen in den Jahren 1982, 1983 und 1999 verursacht wurden, wurde für die Gemeinde der Naturkatastrophenzustand ausgerufen. Im Dossier des Départements über Hauptrisiken sind vorbeugende Maßnahmen zur Reduktion von Hochwasserschäden festgelegt. Dazu gehören u. a. die Ausweisung von Zonen, die nicht oder nur nach Genehmigung bebaut werden dürfen, die Instandhaltung des Wasserlaufs, um Hindernisse zu begrenzen, und die Schaffung von Regenrückhaltebecken.

Rudeau-Ladosse ist einer starken Gefahr von Waldbränden ausgesetzt. Im größten Teil des Gemeindegebiets besteht deshalb zur Vorbeugung eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser und Zufahrten und eine zeitliche und/oder räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk. Der vom Staat erstellte Plan zur Verhütung von Waldbränden (PPRIF) definiert nicht bebaubare und vorbehaltspflichtige Bauzonen, um die Exposition von Gütern zu verringern.[2]

Wie die Risikokarte zeigt, sind über die Hälfte des Gemeindegebiets, vor allem in Nordosten und Osten von einer starken Gefahr durch Bodensetzungen betroffen. Die Dürreperioden in den Jahren 1994, 2003 und 2011 sind als Naturkatastrophen der Gemeinde klassifiziert worden.

Die Erdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen, am Westrand des Zentralmassivs sind recht seltene Beben der Stärke 3 auf der Richterskala bekannt. Das Gemeindegebiet ist nur einer schwachen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 von 3 zugeordnet.

Ein technologisches Risiko bilden verschmutzte oder potenziell verschmutzte Standorte, die weniger als 500 Meter vom Zentrum entfernt sind. Es handelt sich hierbei u. a. um einen früheren Kalkofen und Ziegelei. Drei weitere Standorte sind weiter entfernt.[3]

Das Gebiet der Gemeinde ist seit 1998 Teil des Regionalen Naturparks Périgord-Limousin.

In Rudeau-Ladosse finden sich dreierlei Schutzgebiete (Französisch ZNIEFFzone naturelle d’interêt écologique, faunistique et floristique):

Schutzgebiete des Typus 1

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Schutzgebiete des Typus 1 in Rudeau-Ladosse

Eine ZNIEFF des Typus 1 figuriert unter Coteaux calcaires des bords de la Nizonne et de la Belle (Kalkrasenhänge entlang der Nizonne und der Belle). Sie umfasst in Rudeau-Ladosse die linksseitigen Hanglagen des Ruisseau de Beaussac und die rechtsseitigen der Nizonne. Auf diesem weniger als einen Quadratkilometer großen Gebiet gedeihen mehr als 160 Pflanzenarten, von denen mehrere als typisch angesehen werden. Darunter die Färberdistel Carthamus mitissimus, der Steppen-Wolfsmilch (Euphorbia seguieriana), das Gewöhnliche Nadelröschen (Fumana procumbens), das Graue Sonnenröschen (Helianthemum canum), die Erd-Segge (Carex humilis), der Nizza-Mauerpfeffer (Sedum sediforme), Arenaria controversa und das Niederliegende Leinblatt (Thesium humifusum). Hierzu gesellen sich 18 Orchideenarten, darunter Rotes Waldvöglein (Cephalanthera rubra), Ohnhorn (Orchis anthropophora), Violetter Dingel (Limodorum abortivum), Großes Zweiblatt (Neottia ovata), Bocks-Riemenzunge (Himantoglossum hircinum), Kleines Knabenkraut (Anacamptis morio), Brand-Knabenkraut (Neotinea ustulata), Helm-Knabenkraut (Orchis militaris), Männliches Knabenkraut (Orchis mascula), Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea), Pyramiden-Hundswurz (Anacamptis pyramidalis), Purpur-Knabenkraut (Orchis purpurea), Bienen-Ragwurz (Ophrys apifera), Große Spinnen-Ragwurz (Ophrys sphegodes), Hummel-Ragwurz (Ophrys holoserica), Braune Ragwurz (Ophrys fusca), Fliegen-Ragwurz (Ophrys insectifera) und Grünliche Waldhyazinthe (Platanthera chlorantha).

Unter dem Titel Marais alcalins de la vallée de la Nizonne (alkalische Sümpfe des Nizonne-Tals) besteht eine weitere ZNIEFF des Typus 1. Dieses recht schmale, nur 70 Hektar umfassende Gebiet umfasst den Flusslauf der Nizonne und den letzten Kilometer des Ruiseeau de Baussac. Hier leben 12 charakteristische Tierarten: Helm-Azurjungfer (Coenagrion mercuriale), Kreuzenzian-Ameisenbläuling (Phengaris rebeli), Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Phengaris teleius), Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis), Gekielter Flussfalke (Oxygastra curtisii), Großer Feuerfalter (Lycaena dispar), Stromtal-Wiesenvögelchen (Coenonympha oedippus), Französische Keiljungfer (Gomphus graslinii), Fischotter (Lutra lutra), Europäischer Laubfrosch (Hyla arborea), Marmormolch (Triturus marmoratus) und Europäischer Nerz (Mustela lutreola). Hinzu kommen die typischen 5 Pflanzenarten Schachblume (Fritillaria meleagris), Lungen-Enzian (Gentiana pneumonanthe), Gelbe Wiesenraute (Thalictrum flavum), Gewöhnliches Pfeilkraut (Sagittaria sagittifolia) und Verkannter Wasserschlauch (Utricularia australis). Kennzeichnendes Taxon dieser Seichtwasserzone ist das Gewöhnliche Pfeilkraut.

Insgesamt treten jedoch noch 160 weitere Tierarten und 156 Pflanzenarten auf.

Schutzgebiete des Typus 2

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Schutzgebiete des Typus 2 in Rudeau-Ladosse

Die Talniederungen der Nizonne und des Ruisseau de Beaussac stehen unter Naturschutz und bilden im Gemeindegebiet unter der Bezeichnung Vallée de la Nizonne eine ZNIEFF des Typus 2.

Die angetroffene Fauna besteht aus rund 130 Arten, wovon 30 als charakteristisch angesehen werden. Unter den 20 Säugetierarten sind anzuführen der Fischotter Lutra lutra und der Europäische Nerz Mustela nutreola sowie 18 Fledermausarten, darunter Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus), Großes Mausohr (Myotis myotis), Große Hufeisennase (Rhinolophus ferrumequinum), Langflügelfledermaus (Miniopterus schreibersii), Kleine Bartfledermaus (Myotis mystacinus), Wimperfledermaus (Myotis emarginatus), Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii), Wasserfledermaus (Myotis daubentonii), Fransenfledermaus (Myotis nattereri), Großer Abendsegler (Nyctalus noctula), Graues Langohr (Plecotus austriacus), Braunes Langohr (Plecotus auritus), Kleines Mausohr (Myotis blythii), Kleine Hufeisennase (Rhinolophus hipposideros), Weißrandfledermaus (Pipistrellus kuhlii), Rauhautfledermaus (Pipistrellus nathusii) und Breitflügelfledermaus (Eptesicus serotinus). Anzuführen sind ferner die beiden Amphibien Europäischer Laubfrosch (Hyla arborea) und Marmormolch (Triturus marmoratus), die Schildkröte Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis), die Schmetterlinge Kreuzenzian-Ameisenbläuling (Phengaris rebeli), Heller Wiesenknopf-Ameisen-Bläuling (Phengaris teleius), Großer Feuerfalter (Lycaena dispar), Stromtal-Wiesenvögelchen (Coenonympha oedippus) und die Libellen Helm-Azurjungfer (Coenagrion mercuriale), Gekielter Flussfalke (Oxygastra curtisii) und Französische Keiljungfer (Gomphus graslinii).

Die Flora besteht aus über 200 Pflanzenarten, von denen 9 als charakteristisch angesehen werden – darunter Schachblume (Fritillaria meleagris), Lungen-Enzian (Gentiana pneumonanthe), Graues Sonnenröschen (Helianthemum canum), Lockerblütiges Knabenkraut (Anacamptis laxiflora), Nizza-Mauerpfeffer (Sedum sediforme), Gelbe Wiesenraute (Thalictrum flavum), das Sandkraut Arenaria controversa, Wald-Simse (Scirpus sylvaticus) und Verkannter Wasserschlauch (Utricularia australis).

Eine weitere ZNIEFF des Typus 2 unter der Bezeichnung Bois de Beaussac besteht bei Milauvieux entlang dem Nordosthang der Nizonne. Dieses Schutzgebiet ist jedoch mit 7 Hektar Fläche nur sehr klein – der Hauptanteil des Schutzgebiets Bois de Beaussac gehört vielmehr zu den Gemeinden Mareuil en Périgord (Beaussac), Connezac und Hautefaye. Kennzeichnend ist das Sandkraut-Taxon Arenaria controversa.

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Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis)

Das Nizonnetal fällt außerdem unter Natura 2000. Gemäß der Richtlinie 92/43/EWG werden 20 Tierarten hier unter Anhang-II geschützt. Darunter 10 Säugetierarten mit allein 8 Fledermäusen, 7 Insektenarten, 2 Fischarten und eine Schildkröte. Zu den bereits unter dem Typus 1 aufgeführten Insekten kommt noch der Skabiosen-Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) hinzu. Die beiden Fischarten sind die Scheldegroppe (Cottus perifretum) und das Bachneunauge (Lampetra planeri). Als Schildkröte fungiert die Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis).

Etymologie und Geschichte

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Der Name des Dorfes erschien erst im 16. Jahrhundert in der Schreibweise Ladousse. Das Wörterbuch von Gourgues erwähnt bezüglich Rudeau nur den Namen eines Waldes. 1950 wurde aus Ladosse Rudeau-Ladosse, weil sich im Weiler Rudeau das Bürgermeisteramt (Mairie) befindet.

Rudeau ist wahrscheinlich das gleiche Wort wie Rudelle, das Lieu-dits im Périgord bezeichnet. Es stammt vielleicht vom altokzitanischen rudèlo (deutsch Scheibe) ab, eine Anspielung auf die Form des Ortes. Rudèlo kommt vom lateinischen rotella, abgeleitet von rota (deutsch Rad), das rouelle ergab, im Altfranzösischen rodele, rüele (deutsch Rädchen) und rondelle. Ladosse könnte von einem Personennamen gallischen Ursprungs. Lato oder °Latus, kommen, begleitet von einem aquitanischen Suffix. Die späte Belegung des Namens erlaubt jedoch keine Gewissheit über seinen Ursprung.[4]

Das Gebiet um Rudeau-Ladosse weist Spuren gallorömischer Besiedlung auf. Das Dorf beherbergt zudem Burgen aus dem Mittelalter, die von der langen Siedlungsgeschichte der Region zeugen. Die meisten dieser Burgen wurden in der Renaissance und den darauffolgenden Jahrhunderten umgebaut.[5]

Die Schmiede von Rudeau stammt vermutlich aus dem späten 15. Jahrhundert. Im 16. Jahrhundert gehörte sie der Familie de Bourdeilles, den Herren von Les Bernardières, deren Schloss flussaufwärts lag. Ende des 17. Jahrhunderts war die Schmiede in den Besitz der Familie Dufaux, Gutsherren von Le Vivier und La Veyrière. Wie die Schmiede von Bonrecueil produzierte auch Rudeau Kanonenkugeln für die Marine. 1741 verfügte die Schmiede über einen Hochofen. Ihre Aktivität ging in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. 1875 befand sich an dieser Stelle eine Walkmühle, die Herrn Hériard gehörte.[6]

Ältestes erhaltenes Bauwerk in Rudeau-Ladosse ist das Schloss aus dem 11. Jahrhundert. Das Schloss Les Combes stammt aus dem 16. Jahrhundert. Auf das 17. Jahrhundert geht der adlige Gutshof (französisch gentilhommière) La Rousselière zurück. Die Ortskirche Saint-Jean in Rudeau wurde erst im 19. Jahrhundert erbaut.

Bevölkerungsentwicklung

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Bevölkerungsentwicklung in Rudeau-Ladosse
Jahr Einwohner
BERJAYA


1962348
1968268
1975262
1982245
1990216
1999157
2005167
2006167
2008170
2010178
2015161
2016161
2017160
2019158

Quellen: EHESS bis 1999,[7], INSEE ab 2006

Die Bevölkerungsentwicklung in Rudeau-Ladosse ist sehr stark rückläufig, die Bevölkerung ist im Vergleich zu 1962 um mehr als 50 % zurückgegangen.

Bürgermeister von Rudeau-Ladosse ist seit April 2014 Martine Desjardins, die im Mai 2020 wiedergewählt wurde.

Präsidentschaftswahlen 2022

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Kandidaten Parteien 1. Wahlgang 2. Wahlgang
Stimmen % Stimmen %
Emmanuel Macron En marche ! EM 18 27,69 % 37 61,67 %
Marine Le Pen Front national FN 11 16,92 % 23 38,33 %
Jean-Luc Mélenchon Front de gauche FDG 19 29,23 %
Éric Zemmour Reconquête 6 9,23 %
Valérie Pécresse Les Républicains LR 5 7,69 %
Jean Lassalle Résistons ! R 1 1,54 %
Anne Hidalgo Parti socialiste PS 2 3,08 %
Fabien Roussel Parti communiste français PC 1 1,54 %
Nicolas Dupont-Aignan Debout la République DLR 1 1,54 %
Yannick Jadot Europe Écologie-Les Verts EELV 1 1,54 %
Nathalie Arthaud Lutte Ouvrière LO 0 0,00 %
Philippe Poutou Nouveau Parti anticapitaliste NPA 0 0,00 %
Gesamt 65 100 % 60 100 %
Gültige Stimmen6591,55 %6084,50 %
Ungültige Stimmen68,45 %1115,50 %
Wahlbeteiligung7182,56 %7182,56 %
Enthaltungen1517,44 %1517,44 %
Registrierte Wähler 86 86

Quelle: Ministère de l'Intérieur[8]

Die Präsidentschaftswahlen 2022 in Rudeau-Ladosse konnte Emmanuel Macron eindeutig für sich entscheiden.

Sehenswürdigkeiten

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  • Schloss Bélussière aus dem 11. und 12. Jahrhundert, seit 1948 als Monument historique eingeschrieben
  • Schloss Les Combes aus dem 16. Jahrhundert
  • Herrenhaus La Rousselière aus dem 17. Jahrhundert
  • Ortskirche Saint-Jean in Rudeau aus dem 19. Jahrhundert

Erwerbstätigkeit

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Im Jahre 2022 waren 42 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Rudeau-Ladosse erwerbstätig, entsprechend 54,9 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse, wobei der Anteil der Männer (44,4 %) sehr viel niedriger war als bei den Frauen (71,0 %). Die Zahl der Arbeitslosen war mit 9 Personen im Jahr 2022 nirdriger als im Jahr 2016 (11). Die Arbeitslosenquote sank entsprechend von 22,9 % (2016) auf 20,9 % (2022).[9]

Branchen und Betriebe

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13 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2023 in Rudeau-Ladosse wirtschaftlich aktiv:[9]

BrancheAnzahl%
Baugewerbe323,1 %
Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie17,7 %
Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten861,5 %
Andere Dienstleistungen17,7 %
Gesamt13

Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Rinderzucht zur Fleischerzeugung.[10] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 6 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 5 im Jahr 2000 und auf 3 im Jahr 2010 und im Jahr 2020, insgesamt ein Rückgang von 50 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche vergrößerte sich von 377 Hektar im Jahre 1988 auf 404 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb stieg signifikant von 62,8 Hektar auf 134,8 Hektar.[11][12][13]

Die zur Departementsstraße D 708 herabgestufte ehemalige Nationalstraße N 708 von Nontron über Verteillac nach Mareuil en Périgord durchquert das Zentrum in Rudeau. Weitere achgeordnete Departementsstraßen und lokale Landstraßen verbinden das Zentrum mit den Weilern und Nachbargemeinden.

  • Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Éditions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).

Einzelnachweise

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  1. Répartition des superficies en 15 postes d’occupation des sols (métropole). CORINE Land Cover, 2018, abgerufen am 4. Mai 2026 (französisch).
  2. Dossier des Départements über Hauptrisiken. (PDF) Département Dordogne, abgerufen am 4. Mai 2026 (französisch).
  3. Natürliche und technologische Risiken. Ministerium für ökologischen Wandel, Biodiversität, Wälder, Meer und Fischerei, abgerufen am 4. Mai 2026 (französisch).
  4. Siehe Tanet, Hordé, Seiten 290–291
  5. Rudeau-Ladosse (französisch) (Memento vom 9. September 2016 im Internet Archive)
  6. Florian Grollimund, Jérôme Decoux: Haut fourneau, affinerie, martinet dit Forge de Rudeau, puis moulin à foulon (vestiges). Region Nouvelle-Aquitaine, 2017, abgerufen am 4. Mai 2026 (französisch).
  7. Notice Communale Rudeau-Ladosse. EHESS, abgerufen am 4. Mai 2026 (französisch).
  8. Ministère de l'Intérieur - Dordogne (Nouvelle-Aquitaine): Résultats de l'élection présidentielle de 2022 à Rudeau-Ladosse. 7. Mai 2022 (gouv.fr).
  9. 1 2 Dossier complet Commune de Rudeau-Ladosse (24221). INSEE, abgerufen am 4. Mai 2026 (französisch).
  10. Territoriale Spezialisierung der landwirtschaftlichen Produktion im Jahr 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 4. Mai 2026 (französisch).
  11. Allgemeine Daten der landwirtschaftlichen Betriebe mit Sitz in Rudeau-Ladosse. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 4. Mai 2026 (französisch).
  12. Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und deren durchschnittliche landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 4. Mai 2026 (französisch).
  13. Gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 4. Mai 2026 (französisch).
Commons: Rudeau-Ladosse – Sammlung von Bildern