Riheu
| Riheu | ||
|---|---|---|
| Daten | ||
| Fläche | 5,29 km²[1] | |
| Einwohnerzahl | 4.057 (2023)[2] | |
| Chefe de Suco | Felisberto Soares Madeira Ximenes (Wahl 2016) | |
| Aldeias | Einwohner (2015)[1] | |
| Gomhei | 498 | |
| Hatlour | 67 | |
| Mangero | 661 | |
| Raebliri | 289 | |
| Sasoher | 524 | |
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Riheu (Rihiu) ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Ermera (Gemeinde Ermera).
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Riheu | ||
|---|---|---|
| Orte | Position[3] | Höhe |
| Asnigolau | 8° 43′ 54″ S, 125° 26′ 13″ O | 788 m |
| Fatubuti lara | 8° 44′ 33″ S, 125° 26′ 25″ O | 924 m |
| Gleno | 8° 43′ 32″ S, 125° 26′ 13″ O | 717 m |
| Haturema | 8° 47′ 17″ S, 125° 25′ 47″ O | 1281 m |
| Lebuhei | 8° 44′ 46″ S, 125° 26′ 26″ O | 926 m |
| Manten | 8° 44′ 39″ S, 125° 26′ 2″ O | 795 m |
| Maubalibeli | 8° 45′ 21″ S, 125° 26′ 21″ O | 1078 m |
| Manuhei | 8° 45′ 37″ S, 125° 26′ 25″ O | 1096 m |
| Manuten (Nunutali) | 8° 45′ 0″ S, 125° 26′ 14″ O | 901 m |
| Meailalu | 8° 44′ 43″ S, 125° 26′ 25″ O | 928 m |
| Nunu-Sakari | 8° 47′ 10″ S, 125° 25′ 59″ O | 1235 m |
| Plemerudu | 8° 44′ 59″ S, 125° 26′ 28″ O | 954 m |
| Riheu | 8° 44′ 21″ S, 125° 26′ 10″ O | 872 m |
| Name unbekannt (1) | 8° 43′ 54″ S, 125° 26′ 32″ O | 737 m |
| Name unbekannt (2) | 8° 44′ 16″ S, 125° 26′ 51″ O | 762 m |
| Name unbekannt (3) | 8° 44′ 50″ S, 125° 25′ 58″ O | 785 m |
| Name unbekannt (4) | 8° 45′ 22″ S, 125° 26′ 10″ O | 1041 m |
Riheu besteht aus zwei Territorien. Das Hauptterritorium befindet sich im Nordosten des Verwaltungsamtes Ermera. Nordwestlich liegt der Suco Talimoro, westlich der Suco Poetete Lodudu, südlich der Suco Humboe und nordöstlich der Suco Lauala.[4] Entlang der Ostgrenze fließt ein Stück der Fluss Roumetalena. Der westliche Grenzfluss ist der Goumeca. In ihn mündet der Manolldodo, der in Riheu entspringt. Sie gehören zum Flusssystem des Lóis.[5] Der Foho Rachelici reicht in den Süden der Aldeia hinein.[6]
Weiter im Süden befindet sich eine Exklave, die im Nordwesten an den Suco Leguimea, im Nordosten und im Süden an den Suco Estado. Im Osten reicht ein schmaler Streifen an das Verwaltungsamt Letefoho, mit seinen Sucos Goulolo und Eraulo.[4] Die Grenze zu Leguimea bildet der Höhengrat des Foho Hitoria, dessen Gipfel im Nachbar-Suco 1615 m erreicht.[6]

Riheu hat eine Fläche von 5,29 km²[1] und teilt sich in fünf Aldeias Gomhei, Raebliri und Sasoher (Sosoher) im Norden und Hatlour und Mangero in der Exklave im Süden.[4][7]
Der Südosten der Gemeindehauptstadt Gleno reicht in den Norden von Gomhei. Hier befindet sich auch das Gemeindehospital. Südlich schließt sich das Dorf Asnigolau an, das Verwaltungszentrum der Aldeia, mit der Kirche Nossa Senhora de Graça. An der Südgrenze liegt das Dorf Riheu, mit dem Sitz des Sucos und einer weiteren Kapelle.[4]
Im Zentrum von Sasoher umrahmen das bewaldete Quellgebiet des Manolldodo zwei ausgebaute Straßen, an denen sich mehrere kleine Dörfer befinden. Fatubuti lara im Nordosten, Lebuhei und Meailalu im Osten, Manten im Nordwesten und Manuten, beziehungsweise Nunutali (Nunu-Tali), im Süden. Die Siedlung, in dem auch die Grundschule Nunutali liegt, wird durch die Dorfstraße zwischen den Aldeias Sasoher und Raebliri aufgeteilt. Dies trifft auch auf südöstlich gelegene Nachbardorf Plemerudu zu. Im Südosten von Raebliri liegt das Dorf Maubalibeli, südlich davon der Ort Manuhei (Mamuhei).[4][5]
In der Exklave im Süden befinden sich die Dörfer Haturema im Süden der Aldeia Mangero und Nunu-Sakari im Zentrum und Osten der Aldeia Hatlour. Nunu-Saktari hat eine Grundschule.[4][5]
Einwohner
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Im Suco leben 4.057 Einwohner (2022), davon sind 2.102 Männer und 1.955 Frauen. 1.919 von ihnen wohnen in einer urbanen Umgebung, 2.138 im ländlichen Teil des Sucos. Im Suco gibt es 680 Haushalte.[2] Fast 92 % der Einwohner geben Tetum Prasa als ihre Muttersprache an. Über 4 % sprechen Mambai, Minderheiten sprechen Kemak oder Tetum Terik.[8]
Geschichte
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Anfang 1979 wurden etwa hundert Männer aus der bisherigen Distriktshauptstadt Ermera und dem Suco Ponilala von der indonesischen Besatzungsmacht an den Ort gebracht, wo heute die Stadt Gleno steht. Das indonesische Militär zwang die Männer, das bisher unbewohnte Gebiet zu roden und von der Vegetation zu befreien, damit hier die neue Stadt gebaut werden konnte. Erfüllten die Zwangsarbeiter ihr Tagespensum nicht, wurden sie zur Bestrafung gefoltert. Drei Männer, die zu krank zum Arbeiten waren, wurden von den Soldaten umgebracht. Da man in der Zeit keine Gärten anlegen konnte, erfolgte die Versorgung mit Nahrungsmitteln durch das Militär. Als die Arbeiten an der neuen Distriktshauptstadt Gleno 1983 beendet waren, stellte das Militär die Versorgung ein. Die Familien der Zwangsarbeiter wurde nun ebenfalls nach Gleno zwangsumgesiedelt. Weil immer noch keine Gärten zur Grundversorgung angelegt worden waren, kam es zu Todesfällen durch Verhungern. Erst ab 1985 durften sich die Bewohner Glenos frei bewegen.[9]
In Mangero befand sich Ende 1979 ein Internierungslager für osttimoresische Zivilisten (Transit Camp), die zur besseren Bekämpfung der FALINTIL von den indonesischen Besatzern umgesiedelt werden sollten.[9]
1991 versteckte sich der damalige Rebellenführer Xanana Gusmão im Haus von Armanda de Araújo Arranhado Hallima in Nunutali.[10][11]
Am 6. September 1999 ermordete die pro-indonesische Miliz Darah Integrasi in Manten-Nunutali eine Unabhängigkeitsaktivistin aus Lauala.[12]
Politik
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Felisberto S. Ximenes (2020)
Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Ildefonso das Neves Pereira Soares zum Chefe de Suco gewählt[13] und 2009 in seinem Amt bestätigt.[14] Bei den Wahlen 2016 gewann Felisberto Soares Madeira Ximenes.[15] Bei den Wahlen 2023 wurde er wiedergewählt.[16][17]
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gleno ist das Geschäftszentrum der Gemeinde.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Riheu ( vom 25. Januar 2012 im Internet Archive) (tetum; PDF; 8,5 MB)
- Ergebnisse des Zensus 2015 für den Suco Riheu ( vom 12. Juli 2022 im Internet Archive) (tetum; PDF)
- Seeds of Life: Suco information sheets Ermera (tetum)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015 ( vom 23. September 2019 im Internet Archive).
- 1 2 Institutu Nasionál Estatístika Timor-Leste: Final Main Report Census 2022, abgerufen am 18. Mai 2022.
- ↑ Atlanten der zwölf Gemeinden und der Sonderverwaltungsregion Osttimors, Stand 2019 ( vom 17. Januar 2021 im Internet Archive) (Direcção-Geral de Estatística DGE).
- 1 2 3 4 5 6 Direcção-Geral de Estatística: Atlas der Gemeinde Ermera.
- 1 2 3 Timor-Leste GIS-Portal ( vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
- 1 2 PeakVisor: Foho Rachelici, abgerufen am 29. Juni 2026.
- ↑ Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 ( vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)
- ↑ Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Riheu (tetum; PDF; 8,5 MB)
- 1 2 CAVR Chega Files: Part 7.3: Forced Displacement and Famine ( vom 28. November 2015 im Internet Archive) (PDF; 1,3 MB)
- ↑ Xanana Gusmao's residence in Ermera Nunutali in 1991, 2025, abgerufen am 26. Juni 2026.
- ↑ GMN-TV: Premierminister Kay Rala Xanana Gusmão würdigt den verstorbenen Armanda de Araújo Arranhado „HALLIMA“ in Nunutali Ermera, 2026, abgerufen am 26. Juni 2026.
- ↑ „Chapter 7.2 Unlawful Killings and Enforced Disappearances“, S. 1081 (PDF; 2,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
- ↑ Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 – Resultados ( vom 4. August 2010 im Internet Archive)
- ↑ Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 – Resultados ( vom 4. August 2010 im Internet Archive)
- ↑ Lista Naran Xefe Suku Eleito 2016, 2. Dezember 2016. ( vom 14. August 2021 im Internet Archive)
- ↑ Gemeinde Ermera: POSTO ADMINISTRATIVO ERMERA, abgerufen am 9. Mai 2026.
- ↑ Ermera Vila. Autoridade Munisipal Ermera, abgerufen am 31. Mai 2026 (Tetum).


