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Klaus Klingner

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BERJAYA
Klaus Klingner (2017)

Klaus Klingner (* 14. Dezember 1935 in Potsdam; † 19. Januar 2024 in Bad Oldesloe) war ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 1988 bis 1996 Justizminister des Landes Schleswig-Holstein.[1]

Nach dem Abitur im Jahr 1956 in Hamburg absolvierte Klingner ein Studium der Rechtswissenschaft in Hamburg und Kiel, welches er 1960 mit dem ersten und 1964 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen beendete.[2] Während seines Studiums in Kiel wurde er in der schlagenden Verbindung Landsmannschaft Troglodytia Kiel im CC aktiv und schlug mehrere Partien. 1964 erfolgte auch seine Promotion zum Dr. jur. an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Seitdem war er als Richter tätig. 1968 erhielt er seine erste Planstelle als Amtsgerichtsrat in Bad Oldesloe.[3]

Seit dem Jahr 1966 war er Mitglied der SPD. Von 1970 bis 1971 gehörte Klingner dem Kreistag des Kreises Stormarn an.[4]

Landtagsabgeordneter von Schleswig-Holstein

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Anschließend war Klingner in den Jahren 1971 bis 1996 Mitglied des Landtages von Schleswig-Holstein.[5] Hier war er von 1975 bis 1979 und von 1983 bis 1988 Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion. Von 1979 bis 1983 war er Vorsitzender des Innenausschusses und 1987/88 Vorsitzender des Untersuchungsausschusses zur Barschel/Pfeiffer-Affäre.[6]

Klingner war 1988 und 1992 als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Stormarn und sonst stets über die Landesliste in den Landtag eingezogen.

Kandidatur als Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern

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Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 1990 war Klingner nach der Wende und friedlichen Revolution in der DDR SPD-Spitzenkandidat, konnte sich jedoch gegen den CDU-Kandidaten Alfred Gomolka nicht durchsetzen.[7][8]

Öffentliche Ämter

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Am 31. Mai 1988 wurde er als Justizminister in die von Ministerpräsident Björn Engholm geführte Landesregierung von Schleswig-Holstein berufen. Dieses Amt behielt er auch unter dessen Amtsnachfolgerin Heide Simonis.[9] Nach der Landtagswahl 1996 schied er am 22. Mai 1996 aus der Regierung aus.[10]

Klaus Klingner war seit dem 30. Juli 1960 verheiratet mit Elke Klingner. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor (* 1962 und * 1964).[11][12] Er lebte in Bad Oldesloe.[4] Im Januar 2024 verstarb Klaus Klingner im Alter von 88 Jahren in Bad Oldesloe.

Schriften (Auswahl)

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  • Rechtsfähigkeit und allgemeines Persönlichkeitsrecht. (= Dissertation Universität Kiel.) Kiel 1964, OCLC 19434911.
  • Vorwort. In: Gesetz über den Vollzug der Freiheitsstrafe und der freiheitsentziehenden Massregeln der Besserung und Sicherung. Briese, Lübeck 1976, OCLC 257162602.
  • 100 Jahre Sozialdemokratische Volksvertreter für Altona – Stormarn – Wandsbek 1884–1984. SPD-Fraktion im Schleswig-Holstein. Landtag, Kiel 1984, OCLC 75046996
  • Klingner, K.; Maelicke, B. (1993): Umbau statt Ausbau, Die Reform des Jugend- und Erwachsenenstrafvollzuges in Schleswig-Holstein, ZfStrVollz 1993, S. 134 ff.
Commons: Klaus Klingner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Klaus Klingner. whoswho.de, abgerufen am 16. Februar 2015.
  2. Klaus Klingner im Landtagsinformationssystem Schleswig-Holstein (LIS-SH)
  3. Ex-Minister Dr. Klaus Klingner 60 Jahre verheiratet: Beim Rock ’n’ Roll sprang der Funke über. In: ln-online.de. Lübecker Nachrichten, 29. Juli 2020, abgerufen am 16. März 2026.
  4. 1 2 Klaus Klingner – ein Citoyen wurde 75. spd-net-sh.de, abgerufen am 16. Februar 2015.
  5. SPD-Abgeordnete im Landtag von Schleswig-Holstein seit 1946. AdsD-Archiv der sozialen Demokratie. In: www.fes.de. Friedrich-Ebert-Stiftung, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 27. April 2013; abgerufen am 20. Dezember 2025.
  6. Komplott und Schmutzkampagne. In: Der Spiegel. Nr. 4, 1988 (online).
  7. Kieler Minister: Spitzenkandidat in Mecklenburg-Vorpommern. In: Die Tageszeitung: taz. 8. August 1990, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 16. März 2026]).
  8. ndr.de: 14. Oktober 1990: Spannung bei ersten freien Wahlen in MV - ein Überläufer macht den Unterschied. Abgerufen am 16. März 2026.
  9. Schleswig-Holstein Kabinett Simonis I. fair-hotels.de, abgerufen am 16. Februar 2015.
  10. Jens Peter Meier: Klaus Klingner feiert 70. Geburtstag. In: Hamburger Abendblatt. 15. Dezember 2005; abgerufen am 16. Februar 2015.
  11. Ex-Minister Dr. Klaus Klingner 60 Jahre verheiratet: Beim Rock ’n’ Roll sprang der Funke über. In: ln-online.de. Lübecker Nachrichten, 29. Juli 2020, abgerufen am 16. März 2026.
  12. Traueranzeige Klaus Klingner, Lübecker Nachrichten. In: trauer-anzeigen.de. 4. Februar 2024, abgerufen am 16. März 2026.
  13. Verdienstorden aus Anlass des Jahrestages der Deutschen Einheit: Überreichung der Auszeichnungen in Kiel und Berlin. (Memento vom 16. Februar 2015 im Internet Archive) schleswig-holstein.de, abgerufen am 16. Februar 2015.
  14. Goldene Promotion: Juristen erhielten Ehrung. uni-kiel.de