Berkeley Energia
| Berkeley Energia Plc | |
|---|---|
| Rechtsform | Plc |
| ISIN | AU000000BKY0 |
| Gründung | 1991 |
| Sitz | Australien |
| Branche | Bergbau, Uranbergbau, Uranwirtschaft |
| Website | berkeleyenergia.com/ |
Berkeley Energia plc. ist ein britisches Bergbauunternehmen, das an den Börsen in London, Australien und Spanien gelistet ist und sich primär auf die Erschließung der Salamanca-Mine in Spanien konzentriert.[1] Das Vorhaben im Westen des Landes gilt als eines der größten unerschlossenen Uranvorkommen in Europa, steht jedoch seit Jahren aufgrund fehlender endgültiger Genehmigungen der spanischen Regierung und starker Proteste von Umweltschützern still. Das Unternehmen befindet sich daher in anhaltenden rechtlichen Auseinandersetzungen mit dem spanischen Staat, um die Genehmigung für den Bau der Mine doch noch zu erwirken.[2]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Berkeley Energia wurde im Jahr 1991 als Berkeley Energy Limited gegründet. Nach über einem Jahrzehnt der Exploration in verschiedenen Regionen richtete das Unternehmen ab Mitte der 2000er-Jahre seinen Fokus gänzlich auf den Westen Spaniens, um die dortigen Uranvorkommen neu zu erschließen.
Im November 2015 folgte die Umbenennung in den heutigen Namen, woraufhin 2016 die ersten Infrastrukturarbeiten für das Salamanca-Projekt anliefen.[3] Trotz des erfolgreichen Abschlusses von vorläufigen Lieferverträgen im selben Jahr gerieten die Unternehmensaktivitäten ab 2018 durch Umweltfragen, zunehmenden politischen Widerstand und den Entzug essenzieller Genehmigungen[4] ins Stocken.[5][2]
Um sich breiter aufzustellen, erweiterte das Unternehmen seine Strategie in den darauffolgenden Jahren um die Exploration kritischer Mineralien wie Lithium am Conchas-Projekt.[6]
Salamanca Mine
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Uranprojekt Salamanca liegt in der Nähe von Madrid, etwa 70 km vom spanischen Salamanca entfernt. Das Projekt umfasst die Erschließung der oberflächennahen[ANM 1] Uranlagerstätten Retortillo, Zona 7 und Alameda.[7]
Die Vorstudie für das Projekt wurde im September 2013 abgeschlossen und im November 2015 um die Rohstoffe der Lagerstätte Zona 7 erweitert. Die endgültige Machbarkeitsstudie wurde im Juli 2016 fertiggestellt, und die ersten Bauarbeiten begannen im Juli 2017.[7]
Die Gesamtinvestitionen für die Inbetriebnahme des Projekts wurden auf 81,4 Mio. US-Dollar geschätzt. Die Mine sollte eine Produktionsdauer von 14 Jahren haben und 450 Arbeitsplätze schaffen. Die jährliche Erzverarbeitungsrate des Projekts wurde auf 5,2 Millionen Tonnen pro Jahr geschätzt, während die Produktionsrate von Triuranoctoxid (U3O8) auf 4,3 Millionen Pfund (in etwa 1,9 Mio. kg) pro Jahr geschätzt wurde.[7]
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ About. In: Berkeley Energia Limited. Abgerufen am 20. Juli 2026 (amerikanisches Englisch).
- 1 2 Ministry upholds Berkeley licence denial. 8. Februar 2023, abgerufen am 20. Juli 2026 (englisch).
- ↑ Berkeley's mining project in Salamanca continues to pass its milestones. Abgerufen am 20. Juli 2026 (englisch).
- ↑ Central Office, NucNet a s b l , Brussels Belgium: Berkeley Energia Files Increased $1.25 Billion Claim Over Uranium Project In Spain. 28. Mai 2024, abgerufen am 20. Juli 2026.
- ↑ IRW-Press: Berkeley Energia: Entwicklung der Infrastruktur auf Salamanca kommt gut voran. Abgerufen am 20. Juli 2026.
- ↑ Imelda Cotton: Berkeley Energia Confirms Strong Lithium-Rubidium Recovery Potential at Conchas Project. 28. Oktober 2025, abgerufen am 20. Juli 2026 (englisch).
- 1 2 3 Salamanca Uranium Project. In: Mining Technology. (mining-technology.com [abgerufen am 20. Juli 2026]).
Anmerkungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Nach einer neueren Einteilung gilt ein Bergbau als oberflächennah, wenn das Deckgebirge kleiner oder gleich der 60-fach gebauten Gesamtmächtigkeit ist. (Quelle: Barbara Juza: Erkundung und Stabilisierung tagesnaher Hohlräume im ehemaligen Gipsbergbau Hochleiten.)
