¡Hola, liebe Reisefreunde und -innen!
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Neulich habe ich euch erzählt, dass ich bereits im Sommer 1981 in
Granada war. Da war ich
blühende 19 und es handelte sich um meine erste elternlose Reise
(mal abgesehen von Sprachferien in
England und einem Kurzbesuch in Ungarn zusammen mit meinem Bruder): ein aufregendes, unvergessliches, tolles,
lehrreiches, gefährliches, buntes, an Wundern reiches Interrail-Abenteuer mit meiner Freundin Gaby.
Ungefähr in der Mitte der Reise (in Cannes) wurden wir um fast unser gesamtes Geld erleichtert -
und beschlossen, trotzdem weder aufzugeben, noch unseren Eltern zu schreiben, dass wir pleite
waren und sie uns bitte aus der Patsche helfen sollten. Das wäre unter unserer Würde gewesen.
Wir wollten es selber schaffen.
Und diese Reise wurde
erst ab da so richtig gut. Vielleicht stimmt es wirklich, dass man "mit leichtem Gepäck" am
besten reist - bzw. anders ausgedrückt: "Wenn du nichts hast, hast du nichts zu verlieren."
Und wenn du die Herausforderung annimmst, wirst du erwachsen.
Um eines allerdings tat's mir damals Leid, nämlich darum, dass wir uns einen Besuch der
Alhambra nicht leisten konnten, bei der es sich immerhin um eine der meistbesuchten (und wirklich
sehenswerten) Touristenattraktionen Europas handelt. (Zum Weltkulturerbe wurde sie übrigens erst
drei Jahre nach unserer Interrailreise erklärt, nämlich im Jahr 1984.)
Doch auf diese Weise blieb der Traum eines abermaligen
Granada-Besuches aufrecht... und es dauerte ja dann auch nur ein bisserl mehr als 35 Jahre, bis
dieser Traum in Erfüllung ging 😉... Kein Wunder also, dass da auch das starke Bedürfnis war,
so richtig typische "Ich-war-hier"-Touristenfotos zu machen (teilweise per Handy, um sie in
die weite Welt zu schicken...)
Aber wir sind auch ab und zu mal aus dem Weg gegangen, um den fotografischen Blick auf die
mittelalterliche Anlage freizugeben, die als eines der schönsten Beispiele des maurischen Stils gilt.
Wobei in unseren Augen die besondere Pracht und Schönheit vor allem in den Gartenanlagen,
Wasserspielen und Innenbereichen liegt. Wundervoll auch die Ausblicke auf Granada mit seiner
Kathedrale und auf die Bergkette am Horizont - die
Sierra Nevada. Und ebenfalls erfreulich für
uns, dass viele süße Katzen im Gelände herumliefen. Kleinformatige Doppelgänger von Maxwell
und Nina waren auch vor Ort! 😻
Unten seht ihr den
Palacio de Carlos V (
Palast Karls V.) - von außen ist dieses Renaissance-Schloss
aus dem 16. Jahrhundert quadratisch-praktisch-gut, innen jedoch besitzt es einen kreisförmigen Hof
mit Säulengängen. Hier wurde also offensichtlich die Quadratur des Kreises versucht (oder war es
eine Version von "Das Runde muss ins Eckige"?). Wie auch immer: Ganz gelungen ist dieses
Kunststück nicht, jedenfalls wurde der Palast nie fertiggestellt und erhielt auch erst 1929 ein Dach,
außerdem hat Carlos V nie dort gelebt. (Und dafür wurden tatsächlich Teile der Naṣridenpaläste
niedergerissen! Ein Jammer!)
Wir sahen da drin aber ein tolles Hochzeits-Shooting (und haben bei der Gelegenheit ebenfalls
munter mitgeknipst) - dafür ist der Patio also ausgesprochen gutgeeignet. (Ihr habt bestimmt
Verständnis dafür, dass ich die Fotos des schönen Paares hier nicht veröffentliche.) Das seit 1958
dort untergebrachte Museum der Schönen Künste ließen wir wegen des traumhaften Wetters
links liegen.
Sommerpalast und Landsitz der
Nasriden-Sultane von Granada. Unten seht ihr unter
anderem das herrliche Wasserspiel im Patio de la Acequia (Hof des Wasserkanals).
Allein in den Alhambra-Bereichen, die ich euch heute und in meinem vorigen Spanien-Kapitel
gezeigt habe, waren wir schon mehrere Stunden lang unterwegs, wandelten durch die Gärten wie
Sultane und Sultanin(n)en und genossen die Wärme, die Schönheit, die plätschernden Brunnen,
hach, einfach alles!
Aber einiges, das wir von Alhambra-Fotografien kannten,
hatten wir noch nicht gesehen - vor allem die berühmten blau-grün-weiß-goldgelben Mosaike und
den wundervollen weißen Löwenhof mit dem Löwenbrunnen. Diese ganz besonderen Leckerbissen
wollten wir uns als nächstes ansehen. Was wir jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten:
Unsere Genehmigung, in diesen Bereich einzutreten, war schon vor Stunden abgelaufen!
Wir hatten nämlich (auf Anraten einer ehemaligen Arbeitskollegin) die Karten für die Alhambra
bereits von daheim aus via Internet bestellt. Bei der Bestellung mussten wir eine Uhrzeit wählen,
und wir hatten angenommen, dass es sich dabei um die Zeit handelte, zu der wir in die gesamte
Anlage hineindurften. Was das betrifft, waren wir auch ganz pünktlich gewesen - bloß dass sich die
Uhrzeit in Wirklichkeit auf die
Naṣridenpaläste bezog - das Herzstück der Alhambra! Um die
Besucherströme gerade dort etwas einzudämmen, wurden die Besucher in "Zeitzonen" eingeteilt,
und wir hatten das nicht begriffen!
Im nächsten Kapitel erzähle ich euch, was wir tun mussten, um die Naṣridenpaläste doch noch
besichtigen zu können - und zeige euch die Fotos dieser traumhaften Anlage. Ich hoffe, euch hat
auch der heutige Rundgang gefallen - und ich bin mir sicher, euch haben die Füße dabei nicht so
weh getan wie uns 😉 (Dabei trug ich meine weich gepolsterten Fußbett-Sandalen - bequemer geht wirklich nicht...)
Nun danke ich euch noch herzlich für eure Verlinkungen bei ANL.
Bitte verlinkt dort auch weiterhin
eure umweltfreundlichen Posts - und wenn euch dazu nichts
Linkup von 14.2. bis 2.3. geöffnet, weil der Februar so kurz ist!
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Fotos: Herr und Frau Rostrose
(und die, wo wir drauf sind, hat Marion aufgenommen 😊)
Hasta luego und alles Liebe
von eurer Traude