In meinem vorigen Blogbeitrag über "Vier Ausflüge und Rostrosenkleidung im September" habe ich mich offenbar
etwas irreführend ausgedrückt. Deshalb dachten einige von euch, wir wären JETZT GERADE in Schottland und
wünschten mir eine schöne Zeit dort. Danke, das ist lieb, aber die Tage in Schottland sind (jedenfalls für dieses Jahr)
vorüber. Ich habe meinen Text nachträglich ausgebessert, denn ich meinte natürlich unsere Reise im Mai und Juni.
Und damit geht's hier auch gleich mal weiter:
Am Vormittag hatten wir uns auf eigene Faust in der Hafenstadt
KLICK - für den Nachmittag hatten wir einen Ausflug zum Cawdor Castle und zum
Culloden Battlefield gebucht.


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| Eine Lindenumarmung für Mein Freund, der Baum |
eine Tour im Gebäude selbst. Wollt ihr uns durch die Räume des Cawdor Castle begleiten?



Viel Schönes gab's da zu sehen, nicht wahr?
Und seid ihr nun bereit für die Gärten? Die Minotaurusfigur, die ihr in der unteren Collage
seht, gehört zu einem Labyrinth, das sich im "Walled Garden" befindet. Es heißt, dass man
für dieses Labyrinth einiges an Zeit benötigt, wir hätten es also wohl sowieso ausgelassen,
da wir noch so viel anderes sehen wollten. Am Tag unseres Besuches war es aber abgesperrt.
Wahrscheinlich, weil sich da drin dauernd irgendwelche Kreuzfahrttouristen verirren und
die Schiffe dann immer erst mit Verspätung ablegen können 😉...
Hier ein paar bunt gemischte Impressionen aus den drei Gärten, die übrigens mit ihrer
Blütenpracht ein Paradies für Bienen und Hummeln sind - überall brummelte und und
summelte es:






Das knorrige Baumskelett unten steht auch auf dem Gelände von Cawdor Castle, allerdings
auf dem dortigen Golfplatz. Und der freundlich lächelnde Mann ist Ally, unser humorvoller
schottischer Busfahrer, mit dem wir uns eine Weile gut unterhalten haben.

Dann hieß es auch schon wieder "Alles einsteigen" und wir fuhren weiter - vorbei an
weidenden Schafen, wiederkäuenden Rindern und schöner Landschaft - in Richtung Culloden.
Kenner der schottischen Historie oder der TV-Serie Outlander (bzw. Leser der bei uns als
Highland-Saga bekannten Romanvorlage von Diana Gabaldon) wissen natürlich sofort, was
es mit der Schlacht von Culloden auf sich hat:

Auf diesem Schlachtfeld nämlich wurde am 16. April 1746 der Traum der Highlandschotten von
einem schottischen (bzw. einem katholischen) König auf dem britischen Thron binnen einer halben
Stunde zunichte gemacht; hier fand der Jakobitenaufstand ein Ende, hier wurden die großen
schottischen Clans zerschlagen.
Die Schlacht bei Culloden ist ein Trauma, von dem sich Schottland lange Zeit nicht erholte.
Manche sagen sogar, Schottland laboriert noch immer daran. Dem Ort, an dem diese von Zeitzeugen
als besonders grausam beschriebenen Kampfhandlungen stattgefunden hatten, statteten wir nun also
einen Besuch ab. Und staunten, wie friedlich dieser Ort nach all den Jahrhunderten wirkte.
Allerdings war unsere Besuchsdauer sehr eingeschränkt. Denn auf der Strecke in Richtung
Culloden hatte es ein Stück vor uns einen Unfall gegeben; mindestens ein Fahrzeug war im
Straßengraben gelandet, weshalb wir etwa eine halbe Stunde Verzögerung in Kauf nehmen mussten.
(Aber besser so, als selber in den Crash verwickelt zu werden.) Für einen Besuch der Ausstellung
im Besucherzentrum war somit keine Zeit, und selbst ein längerer Spaziergang über das
Schlachtfeld war nicht möglich, da wir um spätestens 16.30 Uhr wieder an Bord unseres
Schiffes gehen mussten.
Überaus viel gibt es in dem Gelände aber ohnehin nicht zu sehen - ein paar rote und blaue
Fahnen zeigen an, wo die Front zwischen den britischen und den schottischen Truppen verlief.
Tafeln erklären, wo welcher Clan stand. Es gibt ein steinernes Culloden-Denkmal und ein altes
Cottage mit Reetdach, das mitten im Feld steht. Die Gräber der Clans und ihrer Helden werden
durch Gedenksteine markiert. Vor dem Gelände weideten zwei schöne Rösser, von denen nur
das weiße für einen Moment seine Mahlzeit unterbrach, um mal kurz in meine Kamera zu
blicken.



Am Hafen wurden wir schon von diesen jungen Männern erwartet ...
... und begleitet von Dudelsackklängen gingen wir an Bord. Die Schottenrock-Truppe
dudelte eifrig weiter, als wir von unserem Kabinen-Balkon auf sie herunterblickten, und sie warfen
dabei schöne, lange, fotogene Schatten. Sie spielten unermüdlich für uns - unter anderem auch die
"geheime schottische Nationalhymne" *) Scotland the Brave - KLICK - bis die Preziosa ablegte
und ihre Musik von der üblichen Abschiedsmelodie - Time to say goodbye - abgelöst wurde.
*) Die eigentliche schottische Hymne, die man auch von Fußballspielen kennt, ist Flower of Scotland.

Dudelsackklänge sind vermutlich nicht für alle Musikliebhaber ein Ohrenschmaus, doch auch
da schlagen bei mir offenbar die Nordland-Gene zu - mich macht traditionelle Musik aus den
nördlicheren Regionen Europas irgendwie ganz besonders glücklich und zufrieden (irische Musik
am allermeisten), während ich österreichische Volksmusik nicht wirklich mag.
Die Kleidungsempfehlung für das Abendessen lautete wiedermal "elegant". Gern hätte ich
mir an diesem Abend einen Schottenrock angezogen, aber ein solches Stück besitze ich nicht
(und hatte bis dahin auch nie ein Bedürfnis danach). Doch ein Rock musste es sein, und so
griff ich zu diesem Wickelrock hier:
![]() |
| Ist ja auch irgendwie Folklore, nichtwahr. Wenngleich in Indien erstanden 😉 |
Nun danke ich euch wieder für euer Interesse! Bis zum nächsten Mal!
könnt dort noch kurz - bis zum Abend des 1. Oktober - eure eigenen umweltfreundlichen Beiträge
verlinken. Bis zum 10. Oktober läuft dort außerdem die Verlosung eines Produkts, das beim Vermeiden von "Microwaste" helfen kann. Und bei der Blogparade EINaB könnt ihr ebenfalls
eure nachhaltigen Ideen und Projekte verlinken.
Island-Kreuzfahrt Teil 6 - Polarkreisüberquerung und Walbeobachtung bei Húsavík
Island-Kreuzfahrt Teil 12 - Ausflug in die isländische Geschichte
Island-Kreuzfahrt Teil 14 - "Zufallstag" in Reykjavik


Formed in 2009, the Archive Team (not to be confused with the archive.org Archive-It Team) is a rogue archivist collective dedicated to saving copies of rapidly dying or deleted websites for the sake of history and digital heritage. The group is 100% composed of volunteers and interested parties, and has expanded into a large amount of related projects for saving online and digital history.






































