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Ich muss jetzt was loswerden.
Gerade komme ich vom Einkaufen. Ich war bei dem Supermarkt, der angeblich Lebensmittel liebt.
Dass alles teurer wird, ist ja bekannt. Aber dass die Qualität heruntergefahren wird, vor allem beim Obst und Gemüse, das geht gar nicht.
Das fällt mir schon lange auf, ein Gespräch mit dem Marktleiter hat auch nichts genützt.
Seht selbst: (auf "mehr lesen klicken")
(Es gibt natürlich auch Supermärkte von dieser Kette, wo alles frisch angeboten wird)
Nun ist schon wieder ein Jahr vergangen und mein Blog wird 16 Jahre alt.
Das ist Anlass, mich für eure lieben Kommentare und eure Treue zu bedanken.
Die Bloggerei macht mir noch immer großen Spaß, und ich werde weiterhin dranbleiben, interessante Beiträge zu posten.
Gleichzeitig bedanke ich mich bei euch für die guten Wünsche zu meinem gestrigen Geburtstag.
Ich habe nun eine Schnapszahl erreicht.
Sicher erinnert ihr euch noch an viele Werbesprüche von früher. Bruno, das HB-Männchen aus dem Jahr 1956 ist mir noch sehr gut im Gedächtnis geblieben. Als ich noch klein war, freute ich mich immer, wenn es in die Luft ging.
Aber es gibt noch jede Menge Werbesprüche, die trotz den vielen Jahren irgendwo noch im Gedächtnis auftauchen. Zur Erinnerung will ich hier noch ein paar nennen - ohne Werbung für die Produkte machen zu wollen.
Mach' mal Pause - Coca Cola-Werbung 1954
Bauknecht weiß, was Frauen wünschen - Bauknecht-Werbung 1954
Der Duft der großen weiten Welt - Zigarettenwerbung Peter Stuyvesant 1959
Neckermann macht's möglich - Neckermann-Werbung 1960
Pack' den Tiger in den Tank - Esso-Werbung 1966
Alle reden vom Wetter - wir nicht - Deutsche Bundesbahn-Werbung 1967
Otto - find ich gut - Otto-Versand-Werbung 1986
Nichts ist unmöglich - Toyota-Werbung 1987
Nicht immer, aber immer öfter - Clausthaler-Werbung 1989
... und es gibt noch viele viele mehr. Wo fängt man an, wo hört man auf?
Die Werbung heute im Fernsehprogramm nervt mich schon gewaltig. Ich stelle fest, es wird immer mehr - und das eigentliche Programm, Filme etc. bleibt auf der Strecke. Nur noch Wiederholungen...
Da wird man schon mal zum HB-Männchen! - oder?
Der Verkaufserfolg an Schokoladenartikeln über die Feiertage blieb anscheinend aus. Der Grund wird sein, dass Schokolade erheblich teurer geworden ist. Das zeigt schon, dass die Milka-Tafel von 100 g auf 90 g reduziert und gleichzeitig von 1,49 € auf 1,99 € erhöht wurde. Ich bin da nicht genau informiert, aber anscheinend haben die ja jetzt einen Prozess an der Backe.
Ich liebe Schokolade und mir fiel es schwer, unter diesen Umständen darauf zu verzichten. Nicht, weil ich es mir nicht leisten kann, es geht mir ums Prinzip!.
Beim letzten Einkauf in dem Supermarkt, der Lebensmittel liebt, standen Überraschungstüten für 5 Euro. Da ich auch Überraschungen liebe, kaufte ich zwei davon.
Zuhause dann die Überraschung:
Diese beiden Tüten hatten einen Wert von knapp 90 € - bezahlt habe ich 10 €.

Junger Mann, du brauchst nicht zu gießen!
Alles um dich herum wird sprießen.
Du trägst den Schirm, du weißt dass es regnet.
Die Blumen sind reichlich mit Wasser gesegnet.
© Traudi
Diese und andere Skulpturen sind auf der Burgruine Staufeneck zu finden. Besonders lustig finde ich den Neck im Brunnen vor dem Hotel (auf "mehr lesen" klicken).
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende, ohne Regenschirm.

Wie oft bin ich schon durch dieses Tal, das in der Nähe meines Wohnortes liegt, gefahren?
Das Nassachtal kann eine große Siedlungsgeschichte aufweisen. Das wusste ich noch gar nicht. Erst als ich beim Spazieregang auf diese geschnitzte Tafel stieß, wurde ich neugierig.
Es muss also früher hier eine Glasbläserei gegeben haben!
Tatsächlich siedelten hier im Jahre 1450 Glasbläser an. Das Tal bot reichlich Holz, Pottasche und Quarzsand. Es gab damals in Württemberg nur zwei Glasbläserfamilien, einer davon war Christan Greiner, der mit seiner Familie ins Nassachtal zog. Die Glasmacher hatten steuerliche Vorrechte und genossen Kriegsdienstbefreiung.
Dorfbewohner wurden als Zuarbeiter (Holzfäller, Aschesammler und Sandklopfer) eingesetzt. Wirtschaftliche Verbesserung war das Ergebnis.
Nach dem Tod von Christian Greiner führten seine Söhne die Glasbläsereien im Nassachtal nicht mehr weiter. Außerdem kam es auch immer wieder zu gewaltsamen Auseinanderssetzungen mit der Ortsbevölkerung.
So kam es, dass sie nach 100jähriger Blütezeit wieder abzogen und für die Bewohner des Tales fiel eine wichtige Erwerbsquelle weg. Es blieben die kargen Erträge aus der Landwirtschaft, der Köhlerei und der Holzfällerei.
Vor 40 Jahren fand man Reste eines Glasschmelzofens mit angeschlossenem Kühlofen. Die Abfälle brachten zur Erkenntnis, dass dort Trinkbecher und Flaschen hergestellt wurden.
Heute befindet sich im Nassachtal einer der letzten Kohlenmeiler Deutschlands. Einmal jährlich schichtet die Familie Hees zum Traditionserhalt ihre Meiler auf und zeigt dem interessierten Zuschauer bei den Köhlerprojekttagen, wie dieses alte Handwerk funktioniert.
Die erste Köhlerei im Tal wurde um 1583 erwähnt.

Mitten in Esslingen steht der Postmichel-Brunnen. Er soll an die grausame Geschichte des Michael Banhard erinnern.
Vor etwa 500 Jahren wurde vor dem Esslinger Tor in Stuttgart auf der Steige, auf der man von Stuttgart nach Esslingen gelangen konnte, ein Mann aufgefunden, der offenbar erstochen wurde. Obwohl man den Tatort genau absuchte, fanden sich keine Spuren vom Täter. Es handelte sich bei dem Toten um Amandus Marchtaler, ein Esslinger Bürger, 60 Jahre alt. Marchtaler war reich und er hatte keine Verwandten außer einem Neffen, dem Matthäus Wels. Dieser erbte nun alles, was Marchtaler besessen hatte: Das Stadthaus, die Äcker und das viele Geld.
Es vergingen zwei Jahre.
Der Postreiter Michael Banhard trottete wie jeden Tag auf seinem Schimmel auf der Esslinger Steige von Stuttgart nach Esslingen zurück.
Nach getaner Arbeit und bei Sonnenschein
sitzt der Nachbar in seinem Garten.
„Jetzt schenk‘ ich mir ein Weißbier ein,
ich kann es kaum erwarten.“
Die Zeit verging, bald schlief er ein
auf der bequemen Liege.
Da kriecht eine Schnecke auf seinem Bein.
„Na warte, wenn ich dich kriege“.
Dann dachte er „du armes Tier
wirst auch Durst haben, so wie ich.
Ich geb‘ dir was von meinem Bier,
das wird dir schmecken, sicherlich.“
Schon hatte er den Kronkorken in der Hand,
in der anderen Hand die Flasche Bier.
Er goss ein paar Tropfen ganz galant
hinein für das durstige Tier.
Nun kam die Schnecke angekrochen
war ganz gierig auf den köstlichen Trank.
Sie hat wohl gleich das Bier gerochen.
Der Durst ist gestillt – Gott sei Dank!
(c) Traudi

Ein Stein mit einer Inschrift über einer alten Holztür, der an die Hungersnot im Jahr 1816 erinnert.
Dieser Zeitzeuge ist zu sehen in Filderstadt-Bernhausen an einem alten Haus.
Die Inschrift lautet:
Christoph Friderich Raff und Anna Maria Raffin 1817.
Wo man hat das Haus
baut, hat der Sch(effel) Dink(el) 27 b(is) 40,
der Sch(effel) Gerst(e) 38 b(is) 60 Gulde(n) (gekostet)
Damals verdreifachten sich die Getreidepreise im Süddeutschen Raum.

Der Maler greift zur Staffelei.
Weil heute schönes Wetter sei,
will er hinaus in die Natur.
„Wo liegen denn die Farben nur.“
Er sucht – und findet sie auch gleich,
packt seine Sachen und geht zum Teich.
Dort blüh’n die Seerosen in ihrer Pracht
und die Frösche quaken Tag und Nacht.
Er stellt nun auf die Staffelei,
macht sich bereit zur Malerei.
Das Bild wird erst mit dem Stift skizziert,
er malt und zeichnet ungeniert.
Doch ach, dieser Strich, der ist zuviel,
der passt nicht rein, ist nicht sein Stil.
Er sucht den Radiergummi wie besessen,
merkt bald, dass er ihn hat vergessen.
„Was mach ich nur, der Strich passt nicht hier her.
Soll ich ihn übermalen, doch das ist schwer. –
Ich will ihn nicht haben, soll ich ihn ignorieren?
Doch dann würde er mich immerzu genieren!“
Der Maler überlegt, was sich wohl machen lässt,
und nach einer Weile stellt er fest:
Im Leben kann man auch nicht radieren!
Vielleicht versucht man, den falschen „Strich“ zu bagatellisieren.
Doch sollte man sich merken, denn das ist wichtig
von jedem „Strich“, sei er nun falsch oder richtig
werden Spuren bleiben auf lange Sicht,
denn einen Ratzefummel gibt es nicht.
© Traudi
