Servus Ihr Lieben!
♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥
Essig ist ja ein tolles "Hausmittel für alle Fälle":
Hier im Rostrosenhaus verwenden wir ihn nicht nur für Salate und andere Speisen, sondern
auch zum Entkalken der Waschmaschine, zum Desinfizieren und Weichspülen von Wäsche,
zum Entkalken der Kaffeemaschine und des Wasserkochers, zum Reinigen von WC,
Kühlschrank und Bodenfliesen... Gemeinsam mit Natron ist Essig als Abflussreiniger oder
Backrohrreiniger geeignet, und Fruchtfliegenfallen haben wir ebenfalls damit gefüllt. Und
mit unverdünnter Essigessenz kann man übrigens auch Unkraut gut aus den Ritzen von
Pflastersteinflächen etc. herausbekommen. Mittlerweile weiß ich außerdem, dass Essig eine
tolle Haarspülung und ein gutes Gesichtswasser abgibt, aber das habe ich bisher noch nicht
versucht.
Jedenfalls könnt ihr euch wohl vorstellen, dass wir bei so viel "Essigliebe" auch größere Mengen
dieses umweltfreundlichen Mittels benötigen. Bisher kauften wir für die Nutzung im Haushalt den
billigsten Essig in großen Kanistern. In dieser Form ist Essig ein preisgünstiges Produkt, und im
Vergleich zum Ankauf von Weichspüler, Bodenreiniger, Maschinenentkalker & Co. haben wir uns
selbst gewiss einiges an Geld erspart und der Natur einiges an Chemie. So richtig begeistert bin ich
allerdings nicht von der Plastikkanister-Sammlung in unserem Keller, die sich dadurch schon
ergeben hat. Ich warf die Kanister nämlich nicht alle zum Altplastik, denn man könnte sie ja z.B. mal
bei Wasserknappheit gut gebrauchen... oder um Brennnesseljauche darin aufzubewahren etc. Nun
werden ein paar von ihnen jedoch genau die Aufgabe erhalten, für die sie ursprünglich gedacht
waren: Sie werden demnächst wieder mit Essig befüllt. Und zwar mit selbst gemachtem!
Apfelessig selber machen ist ganz einfach!
Als ich - wie
HIER beschrieben - nach Möglichkeiten suchte, die noch unreifen Äpfel unseres
Apfelbaums sinnvoll zu verwerten (Fallobst und grüne Äpfel von abgeschnittenen Ästen), kam ich
nicht nur auf Apfelgelee und Apfelmarmelade, sondern ich stieß auch auf Anleitungen, wie man
Apfelessig ganz leicht selber machen kann, z.B.
DIESE oder
DIESE oder
DIESE.
Hier beschreibe ich euch nun, was ich (bisher) gemacht habe:
Leider habe ich die Reste meiner Apfelgelee- und Apfelmarmelade-Produktion nicht aufgehoben, da
ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht an die Erzeugung von eigenem Apfelessig dachte. Beim nächsten
Mal bin ich schlauer, denn man kann den gesamten "Matsch", der dabei übrig bleibt, gut für Essig
verwenden. Da ich aber immer wieder heruntergefallene Äpfel unter unserem Baum aufklaube, kann
ich aus Fallobst Essig machen. Ich verwende dazu natürlich nur die Äpfel oder Apfelteile, die nicht
braun und matschig sind, denn die würden den Essig durch unerwünschte Keime verunreinigen.

Ich schneide das Obst in Spalten oder Stücke und entferne wurmige und braune Stellen. Die
Apfelstücke werfe ich in ein großes, heiß ausgespültes Weckglas (oder eine große Schüssel). Mit
kaltem Wasser auffüllen, eventuell etwas Zucker dazu, um den Gärungsprozess zu beschleunigen,
ein Geschirrtuch darüberlegen - ev. mit Gummiband befestigen - und ab damit in den kühlen Keller.
Dort rühre ich täglich mit einem Holzlöffel um, und sobald sich an der Oberfläche weißer
Schaum gebildet hat, hat die Gärung begonnen. Die Flüssigkeit riecht nun auch schon nach Essig.
Jetzt gieße ich die Flüssigkeit durch ein Sieb in ein neues heiß ausgespültes Gefäß und die
abgeseihten Fruchtstücke kommen zum Kompost. Das Gefäß wird wieder abgedeckt (aber nicht
luftdicht!), ich habe hier Küchenrolle verwendet und mit einem Gummiring fixiert. Und dann darf
der Essig an einem warmen Ort - bei mir auf der Fensterbank der Küche - weiter reifen.
 |
Der
helle Essig ist der jüngere. Er ist vielleicht auß bloß deshalb heller, weil ich mehr Wasser zum Ansatzen verwendet habe.
Der "Belag" auf dem Glas
mit dem bereits länger reifenden Essig ist unproblematisch - die Flüssigkeit wird ja am Schluss
noch einmal abgeseiht. |
Das also ist der momentane Stand der Dinge - ich stehe noch ziemlich am Anfang meines Essig-
Experiments, aber bisher sieht es so aus, als würde es klappen und ich produziere deshalb schon
eifrig weiter. Jede Woche wird neuer Essig angesetzt. Zunächst habe ich nur kleine Mengen probiert,
um zu sehen, ob sich die Flüssigkeit so verhält, wie sie es soll - inzwischen nehme ich schon größere
Gefäße. Ich halte euch auf dem Laufenden. Und ich werde euch beizeiten erzählen, ob der Essig nur
als Haushaltsessig taugt oder auch gut schmeckt.
Wie ich mittlerweile weiß, kann man auch aus
anderen Früchten Essig selber zubereiten, z.B. aus Johannisbeeren, Birnen, Gurken oder Tomaten
(mehr darüber
HIER). Das heißt, wann auch immer eure Ernteerträge gar zu üppig sind, lasst die
Früchte nicht verkommen, sondern macht einfach Essig daraus! Und was euch bei der Kuchen-
oder Marmelade-Produktion bzw. beim Herstellen von Gurkensalat übrigbleibt, könnt ihr ebenfalls
zu Essig verarbeiten!
 |
Das grüne Maxikleid kennt ihr schon seit ein paar Jahren an mir - z. B. von HIER oder HIER - ich finde, es passt gut zum Apfelthema!
|
Habt ihr bereits Erfahrungen mit selbst hergestelltem Essig gemacht? Welche Früchte / Säfte verwendet ihr dazu? Wozu
verwendet ihr Essig? Kennt ihr weitere tolle Hausmittel? (Falls ihr zu diesen oder ähnlichen Themen ein Posting macht oder
irgendwann mal gemacht habt, dann verlinkt es doch bitte bei ANL - entweder noch bis zum Abend des 1. September
HIER oder ab 15. September bis 1. Oktober beim nächsten ANL-Linkup.)
♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥
Apropos Äpfel und grün:
(naja, kommt wahrscheinlich auf die Apfelsorte an...), eine mohnrot. Grün gefärbt wurde von mir
eine meiner weißen Leinenhosen (sie hatte einen ziemlich kleinen, aber hartnäckigen Fleck) sowie
eine weiße Bluse, die ich kaum trug. Erst nach dem Färben sah ich, dass die Bluse ein Ton-in-Ton-
Muster hatte. Nun habe ich also eine apfelgrüne Bluse mit weißem Muster - das war zwar
unbeabsichtigt, aber ich finde, es schaut süß aus:
Rot gefärbt habe ich eine Chino, die vorher schweinderlrosa oder fleischfarbig-hellrosa war - ja
ich weiß, auf neudeutsch nennt man den Farbton "nude". Aber wie man ihn auch nennt, so richtig
"meine" Farbe ist das nicht, weshalb ich die Hose auch kaum trug. Jetzt gefällt sie mir richtig gut.
Ebenfalls ins rote Färbebad kam eine ärmellose Bluse in grellem Orange, die ich
euch in
DIESEM Post gezeigt habe. Ich besitze sie schon sehr lange, seit den späten 1980ern oder
frühen 1990ern, und sie lag eine Zeitlang in unserer Verkleidungskiste. Aber in einer etwas weniger
heftigen Farbe würde sie mir gefallen. Leider war der "Waschzettel" nicht mehr zu lesen - und diese
Bluse hat offenbar einen ziemlich großen Polyacryl-Anteil. Und so nahm sie den mohnroten Ton
kaum an. Ein bisserl weniger grell kommt sie mir aber trotzdem vor - ich werde demnächst mal
probieren, wie das an mir aussieht...
♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥
Zum Abschluss noch ein Blick auf unsere Katzen:
Dieser Anblick zählt nämlich zu den eher seltenen - eine Nina, die sich behaglich und entspannt
wälzt, obwohl Maxwell ganz in ihrer Nähe ist und ihr dabei zusieht! 😉😺 Und überhaupt kommen
sie einander heuer ab und zu mal ganz schön nah... Aber gebt euch keinen Illusionen hin - die
Idylle unten endete dann wieder mit Zoff... 😸😹😽
Über unseren Gastkater (den ich euch
HIER vorgestellt habe) kann ich euch auch wieder
einiges erzählen. Wie sich herausgestellt hat, ist er nämlich kein obdachloser Streuner; wir haben
mittlerweile erfahren, wem er "gehört" und wie er dort genannt wird. Bei uns bleibt er aber
weiterhin Austria.
Er scheint sich nur einfach nicht wohl zu fühlen in dem Haushalt, in dem er lebt; vielleicht hat das
mit dem Hund zu tun, mit dem er sich den Haushalt teilen muss. Manche Katzen kommen gut mit
Hunden zurecht, aber andere (wie auch Maxwell und Nina) nicht so sehr. Und dass Austria so mager
(und in seinem Alter noch nicht kastriert) ist, spricht meiner Meinung nach auch für sich. Für uns ist
jedenfalls klar, dass er uns (wenn wir daheim sind) besuchen kommen kann, so oft er mag.
Hier wollte ich eigentlich ein kurzes, süßes Handyvideo von ihm einfügen, das ich schon vor
einer Weile gedreht habe, als er bei uns im Haus die Kiste mit Tatjanas "Stinke-Mäusen" entdeckte,
darin wühlte und mit der ganzen Kiste umkippte. Aber weil das mit Einfügen des Filmchens nicht
geklappt hat, kommen hier ein paar fotografische Impressionen von Austria beim Spielen mit einer
Stinkermaus in unserem Garten am 13. August 2017:
Und unten: Austria gemeinsam mit Maxwell auf unserer Terrasse. So richtig befreundet sind die
beiden nicht, wobei ich nicht weiß, wer mehr Respekt vor dem anderen hat, aber ich finde, sie kommen
einander doch schon relativ nahe. Nina hält sich lieber fern, obwohl hier eindeutig Austria mehr
Respekt vor Nina hat als umgekehrt. Inzwischen habe ich schon den einen oder anderen Zoff
beobachten können, aber das alles ist eher Theaterdonner, unsere beiden zeigen dem kleinen
Eindringling eben, dass das ihr Revier ist und er nur geduldet wird 😼... und Austria macht zuweilen
Rabatz, weil er sich vor den zwei "Großen" fürchtet, wenn sie ihm zu nah kommen...
Nun noch vielen Dank für eure lieben Kommentare zu meinem vorigen
"Rostrosensommer-Post" und für eure Verlinkungen bei meiner Aktion
ANL! Bis zum Abend
des 1. September könnt ihr noch eure zur Aktion passenden Beiträge verlinken, die die Welt ein
bisserl besser machen - auch ältere Posts werden gern genommen!
Falls ihr euch nicht sicher seid, ob ein Beitrag passt oder wie das mit dem Verlinken klappt,
fragt mich oder lest
HIER nach. Ich selbst verlinke diesen Beitrag übrigens auch bei ANL.
♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗
Herzliche Rostrosengrüße
von eurer Traude
♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗
♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗♥∗