♥♥♥ Servus, ihr Lieben! ♥♥♥
♥♥♥
Jawohl, ihr könnt es schon in der Überschrift lesen:
Ich habe GENUG!
Aber natürlich nicht von euch! ♥ Ganz im Gegenteil: Bei euch möchte ich mich herzlich
bedanken! Zum einen für euer Dabeisein im vergangenen Jahr, für eure wundervollen
Kommentare und zahlreichen Aktionsbeiträge zur Rettung der Lachfalte! Insgesamt sind
es 320 Verlinkungen gewesen, und ich kann mir vorstellen, dass dadurch Tausende der
schönsten Strahlefältchen gerettet wurden! ♥ Es hat Spaß gemacht, und auch wenn die
Aktion nun offiziell zu Ende gegangen ist, werden wir es bestimmt das eine oder andere
Mal gemeinsam schaffen, wieder ein paar der Fältchen zum Schwingen zu bringen ;o)
♥ (Auch vom Bloggen habe ich also keineswegs genug! :o)) ♥
Zum anderen danke ich euch für euer wunderbares Feedback zu meiner Aktionsankündigung
von A New Life - und fürs Bereits-Vorab-Werbetrommel-Rühren! Ihr seid SUPER! Die
Aktion kann aber natürlich noch jede Menge zusätzliche Werbung auf euren Blogs oder
auch via Facebook, Google+ etc. brauchen, denn es geht hier ja um etwas sehr Wichtiges für
uns alle... Ich freue mich schon richtig darauf, gemeinsam mit euch ein Stückerl der Welt
zu retten - je mehr mithelfen (ob nun als Blogger oder im stillen Kämmerlein), desto größer
wird das "Stückerl" sein!

Zurück zum Ursprungs-Thema: Ich habe festgestellt
(oder vielmehr beschlossen), dass ich von anderen Dingen "genug hab'": Mein Kleiderschrank
ächzt und stöhnt, also habe ich
wohl genug Kleidung! Mein Badezimmerschrank ist voll mit
Cremes und
Düften, meine Schublade ist mit Schminkzeug gut gefüllt. Ich besitze zwar
nicht
besonders viele, aber eine AUSREICHENDE Anzahl an Schuhen und
Stiefeln. Die Geschirr-
schränke und Vorratsregale in der Rostrosenküche
bieten keinen Platz mehr, und hier wird in
nächster Zeit auch kein neues
Bettzeug, kein Badetuch, kein Deko"kram" und kein Möbelstück
benötigt werden.
Manche reagieren auf solche Zustände ja mit "Ausmisten und neu Anschaffen".
Aber auch wenn das die Wirtschaft noch so sehr freut und uns die Werbung noch so sehr einredet,
dass wir das tun sollen, "weil wir's uns wert sind", weil wir uns für was-auch-immer- belohnen
sollen oder weil wir Unmengen dadurch sparen, dass wir JETZT Geld ausgeben: Die Umwelt
freut sich darüber gar nicht.
(Und was die Wirtschaft und ihr Wachstum betrifft, beides wird in meinen ANL-Posts auch
noch zum Thema werden... ;o))
So viel also zu meinem Neujahrsvorsatz für 2016: Ich habe genug - und ich kaufe im Jahr
2016
nichts, das ich nicht unbedingt brauche *)! Stattdessen werde ich
versuchen, das Vorhandene zu
nützen, teilweise sogar besser zu nützen
als bisher, sprich: Ich werde zum Beispiel Kleidungsstücke,
die in
meinem Schrank während des letzten Jahres eher ein stiefkindliches
Dasein geführt haben,
vermehrt einsetzen und kreativer damit umgehen.
Einige Beispiele
dafür könnt ihr in meinem heutigen Beitrag schon sehen: Die
Halbarmweste kennt ihr aus
Ärmeln trage ich leider nicht
so oft, wie ich ursprünglich geglaubt habe: Entweder es ist zu warm für
dicke Wolle oder es ist zu kühl für kurze Ärmel."
Seither habe ich
viele Möglichkeiten gefunden, es zu
tragen und mag es richtig gern! Die Fotos stammen von verschiedenen Tagen ab Oktober oder
November 2015, meistens habe ich diese Outfits an Bürotagen getragen. Ich
bin gespannt, wie euch
meine "Mixe" gefallen! Und ob sie euch dazu anregen, selbst mal in den Untiefen eurer Schränke
nach ungeliebten Stücken zu suchen, die plötzlich zu neuem Ruhm gelangen ;o))
*) "Das mit dem Brauchen" ist natürlich eine Definitionsfrage: Ich besitze
keine roten Stiefletten, hätte aber schon
seit einiger Zeit gern welche
und habe das gesamte 2015er-Jahr erfolglos nach Exemplaren gesucht, die
mir gefallen
und passen. Aber: Benötige ich sie? Ist mein Leben ohne rote Stiefletten schwieriger und weniger lebenswert?
Definitiv nicht! (Rote Stiefel bräuchte ich nur dann "unbedingt", wenn ich z.B. gewisse Kleider ohne sie gar nicht
tragen könnte ;o))
Konkret lauten die Regeln, die ich für mich aufgestellt habe: Wenn ich
etwas problemlos durch
ein anderes vorhandenes Stück ersetzen kann, dann
brauche ich es nicht. Wenn ich feststelle, dass
ich etwas
tatsächlich brauche, gelten ebenfalls gewisse Kriterien: Ich suche zuerst bei
Anbietern,
die ihre Produkte auf umweltverträgliche Art und Weise und
ohne Ausbeutung von Arbeitskräften
herstellen. Auch auf Flohmärkten und
in Second-Hand-Läden darf ich einkaufen. Sollte ich dort
nicht fündig werden, muss ich mich noch einmal ernsthaft fragen, wie dringend ich das
Produkt
wirklich benötige, und erst dann darf ich nach Alternativen Ausschau
halten. (Ja, ich bin streng zu
mir ;o) Kleine Ausnahmen werde ich mir eventuell bei Accessoires erlauben - es darf also z.B. als
"rote Stiefel-Ersatz" eine rote Strumpfhose sein, um mehr "spielerische Möglichkeiten" zu haben.
Weil ich ein Mädchen bin ;o)) Aber auch das geht natürlich nur von Anbietern mit Öko- und
Fair-Trade-Siegeln! Sonst wär's ja zu einfach! :o)))
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Hier habe ich das Jäckchen mit derselben lila Hose kombiniert wie damals im Herbst (siehe unten). Aber durch die
unterschiedlichen Accessoires wirkt das alles trotzdem ganz anders! Das Seidentuch auf meinem Kopf ist ein Schal,
der mal meiner großen Oma gehört hat und den ich auch schon als Tischläufer verwendet habe ;o)) |
Den Vorsatz habe ich übrigens nicht erst in der Silvesternacht, sondern
in aller Ruhe und
wohlüberlegt bereits im Spätherbst 2015 gefasst. Ihr
könnt also davon ausgehen, dass es
mir ernst damit ist. Ich habe sämtliche
Newsletter von Modeversandhäusern abbestellt, um
keinen unnötigen
Verlockungen ausgesetzt zu sein, und ich werde euch natürlich auf dem
Laufenden halten, wie leicht oder schwer mir dieser Selbstversuch im
Lauf des Jahres fällt.
Immerhin war selbstgewählte Kleidung lange Zeit für mich ein Zeichen des
Erwachsenseins
und ist noch immer mit den Gefühlen von Selbstbestimmung, Freiheit und größtmöglicher
für mich erreichbarer Attraktivität verbunden: Als Kind und Jugendliche musste ich anziehen,
was meine Mutter für
mich (zum Großteil übertragen von einem viel größeren, dunkelhaarigen
Nachbarmädchen) gekauft hatte, und nichts davon stand mir wirklich gut.
Mein erstes selbst-
verdientes Geld legte ich daher nur in Klamotten an
und fühlte mich dabei selig. Es war so
schön, meinen eigenen Stil zu finden!
Meine Persönlichkeit durch Kleidung auszudrücken!
Auch heute noch erfreue ich mich an Kleidungsstücken, die mir gefallen
und die meinen
Stil unterstreichen. Ein dazu passendes Kleidchen oder ein Shirt, das
irgendwo in einem Laden
hängt und mich anlächelt, könnte also durchaus
eine Versuchung darstellen. Was kann denn
schließlich schlimm an einem
harmlosen Shirt aus einer Naturfaser wie Baumwolle sein?

Allerdings habe ich im Vorfeld meiner Aktion einiges recherchiert. Und - mal abgesehen
von der Arbeiter-Ausbeutung in Billiglohnländern - weiß ich nun, dass
der Baumwollanbau
für ein einziges T-Shirt bis zu 2000 Liter Wasser verschlingt (in Worten:
zweitausend!). Und
dass dafür im konventionellen Anbau
150 g Pflanzengift auf dem Acker versprüht werden.
Wohlgemerkt: Für jedes einzelne Shirt!!!(Quelle:
Umweltinstitut München).
Es gibt natürlich
auch ökologisch angebaute Biobaumwolle, aber da beträgt der Anteil des weltweiten Anbaus
gerade mal 2,5 %. Das Shirt, das mich anlächelt, ist also vermutlich eher ein "giftiges". Wenn
ich mir das vor Augen halte, vergehen mir meine Gelüste bestimmt gleich wieder!
Der
Aralsee
in Zentralasien wurde beispielsweise
ein Opfer des
Baumwollanbaus: Bis 1960 galt er als
viertgrößtes Binnenmeer der Welt;
er war fast so groß wie Bayern. Für den großflächigen
Anbau von Baumwolle in Kasachstan und
Usbekistan wurden jedoch (schon seit der Ära
Stalins)
die Zuflüsse des Aralsees umgeleitet. Die Folge: Heute sind 70 Prozent des Sees ausgetrocknet!
Nun, wir können das wohl nicht ungeschehen machen
- der Aralsee ist mehr oder weniger tot. Aber er sollte wenigstens nicht umsonst gestorben sein.
Nicht für ein Shirt, das wir vielleicht nur dreimal tragen und dann auf den Müll werfen, weil es
unmodern ist, uns nicht mehr gefällt oder aus schlechter Qualität besteht... (Ich werfe zwar keine
Kleidung zum Mist, aber ich habe Menschen kennengelernt, die das tun. Aus Bequemlichkeit
oder weil sie es den Armen, die von Altkleidersammlungen profitieren, nicht gönnen...)
Hier seht ihr Bilder vom "See" (aus Wikpedia):
 |
Oben: Fortschreitende Wüstenbildung des Aralsees
Unten: Der Aralsee im Jahr 1989 und 2008
via |
Wir denken viel zu selten daran, dass jedes Stück, das wir kaufen - von der Energiesparlampe
übers Handy bis zum neuen Küchenschrank oder von der Coladose über die Antifaltencreme
bis zum fahrbaren Untersatz - zuerst produziert werden muss (was oft bedeutende Auswirkungen
auf die Natur hat), und dass es nach dem Ende seiner Lebenszeit für gewöhnlich zu Müll wird
(was abermals häufig fatale Folgen für die Umwelt mit sich bringt).
Die Zauberformel sollte also ganz allgemein lauten: Vor dem Einkaufen nachdenken!
Überlegen, ob man eine Sache wirklich benötigt - und wenn die Antwort "ja" lautet,
nochmals nachdenken, wie man der Welt mit dem Neuankauf wohl den geringsten Schaden
zufügt. Eigentlich hielt ich mich bis vor kurzem für eine relativ bewusste Konsumentin -
doch ich habe festgestellt, dass auch ich noch sehr viel lernen kann. Im Lauf der ANL-Aktion
werde ich euch erzählen, in welcher Form das Einkaufen früher bei uns Rostrosen funktioniert
hat ... und wie es mittlerweile - seit wir "A New Life" führen - bei uns funktioniert... ;-))
bei Tinas
Freitagsoutfit und zusätzlich bei Pippa Koenig, die uns
HIER allwöchentlich fragt, was
uns diese Woche beschäftigt hat... Damit ich auch noch zu
Ines Meyroses Jänner Linkup-Thema
"Cocooning" passe (zu dem ich euch
HIER neulich schon Bilder gezeigt habe), gibt es noch die
folgende Fotoserie: Da trage ich übrigens zu meiner karierten "Schlunzhose" ein Shirt, das ich
mir ursprünglich "für draußen" gekauft habe. Allerdings bekam das Shirt relativ bald einen
hartnäckigen Fleck am Rücken ab: Meiner Meinung nach ein Rostfleck (was in einem Rostrosen-
Haushalt ja nix Ungewöhnliches ist ;o)), doch mit den mir bekannten Rostfleck-Entfernungsmitteln
habe ich ihn nicht rausbekommen. (Umweltfreundliche Tipps werden gern genommen - so wie
generell öko-bewusste Haushaltstipps ein gut zur Verlinkung geeignetes Thema sind!)
 |
| Nina riskierte nur ein Auge, aber Maxwell wolte auf der Couch natüüürlich wieder dabei sein! ;o) |
Jedenfalls mutierte das bequeme Stück mittlerweile zu einem Shirt, das sich prima zum
Herumlungern eignet, und so trug ich es neulich auf dem Sofa, um gemütlich ein bisserl in
einem Dürer-Buch zu schmökern, das ich vor geraumer Zeit bei einem Bücherei-Flohmarkt
erstanden habe. Aber wie so oft, kam ein kleiner dicker roter Kater auf die Idee, dass er selber
gern auf dem Sofa sitzen würde. Und in so einem Fall ist es besser, das Buch einfach aus der
Hand zu legen, das Katerchen zu kraulen und den Moment zu genießen...
So, ihr Lieben, das war's für heute!
JETZT seid ihr dran - krempelt also eure Ärmel hoch und legt los! :o) Ihr habt dafür
zwei Wochen
lang Zeit - von 15. Jänner bis zum Abend des 1. Februar. Und ihr wisst ja, es geht um
Achtsamkeit,
um
Nachhaltigkeit und um
Lebensqualität - kurz ums Retten der Welt. Das ist doch mal ein Ziel!
Aber bitte keine Scheu, wenn ihr z.B. Selbernäherinnen seid
und eben erst erfahren habt, was Baumwollanbau anrichten kann: Zeigt uns in jedem Fall eure
Schöpfungen - Selbstgenähtes ist eindeutig besser als Gekauftes, weil hier keine ArbeiterInnen
in einer unmenschlichen Nähfabrik ausgebeutet wurden. Dies gilt auch wenn ihr strickt und nicht
wisst, wie die Wolle erzeugt wurde etc. Im Moment ist das schon mal eine tolle Sache - und ihr
rettet damit zumindest
ein Stückerl der Welt. Die ganze Welt schaffen wir sowieso nicht in einem
einzigen Schritt - und vielleicht bringt meine Aktion ja manche von euch dazu, sich eines Tages
nach Stoffen oder nach Wollen umzusehen, die ökologisch erzeugt wurden. Das wäre ein weiterer
Schritt und eine wunderbare Entwicklung!
Hier geht es nicht ums Perfekt-Sein, sondern ums
Voneinander-Lernen!
Erzählt oder zeigt uns also bitte jede Kleinigkeit, mit der ihr die Welt zu einem
besseren Platz macht. Denkt daran: Jede gute Idee kann ansteckend wirken!
HIER kommt ihr zur Kurzversion mit den Spielregeln und
HIER zur Aktionsvorstellung mit
weiteren Anregungen. Ich bin schon sehr gespannt auf eure Ideen und freue mich riesig auf eure
Posts: Retten wir gemeinsam die Welt ... oder jedenfalls ein Stückerl davon!!!
♥♥♥
Herzliche Rostrosengrüße von eurer Traude