Samstag, 31. August 2013
Morgenstudie
Mein Leben wird mir nicht genügen,
Die Morgenschönheit zu beschreiben:
Kein Morgen ist dem andern gleich.
Ich dürfte sonst nichts treiben
Als Morgenstudien: Lichtvaleurs,
Luftstrom, Luftfeuchtigkeit.
Denn soviel weiß ich schon gewiß:
Aus jeder Jahreszeit
Arbeiten sie den Tag heraus,
Die Tiefe, das Profil,
Die einmalige Harmonie
Von Weltgesetz und Spiel:
Ende August ist es nachts kalt,
So daß das Mondlicht
In einem Filter feuchter Luft
Zu Strahlensplittern bricht.
Ein goldner Dunst befällt das Tal
Früh zwischen fünf und sechs.
Und selbst der Klappertopf steht da
Als reines Lichtgewächs.
Eva Strittmatter
Donnerstag, 29. August 2013
Übers Land - Teil DREI
Mädels, schaut mal, Besuch!
Da muss ich doch gleich näher ran.
Wer bist denn du?
Was machst du hier?
Was ist denn das für ein Apparat?
Und warum hältst du dir den vors Auge?
Kann ich mal dran schnuppern?
Minsch, nu segg jüst eens wat!
Muuuh!
***
Das warst aber nicht du!
***
Das warst aber nicht du!
Was will denn die Schwarze?
Traut sich nicht ran, macht aber Lärm!
Dieser Mensch ist immer noch meine Entdeckung!
***
Mama, wer ist das?
Das weiß ich nicht!
Mama, was macht die da?
Ich glaube, das heißt FOTOGRAFIEREN.
Also guck' mal SCHÖN!
***
Was ist los? Wie sollen wir gucken?
SCHÖÖÖN!
Vielen Dank für diese Fotosession, ihr lieben schwarz-weißen Damen samt Nachwuchs.
Es war mir eine Freude, euch zu begegnen.
- Ende -
Mittwoch, 28. August 2013
Übers Land - Teil ZWEI
Ich weiß nicht, wie es bei euch ausschaut. Hier im Norden sind die Windräder nicht mehr wegzudenken. Auf meiner Landpartie bin ich ganz nah herangekommen an diese Riesen. Imposant, aber auch ein wenig einschüchternd.
Zwei dieser Windräder stehen direkt am Weg. Man fährt direkt unter den Windflügeln durch. Über sich hört man das Schwingen. Was für ein mulmiges Gefühl. Ehrlich, mir war es nicht geheuer, und ich habe beim Fahren nicht nach oben gesehen. Das Foto wurde dann quasi ein Blick zurück.
Fortsetzung folgt...
Dienstag, 27. August 2013
Übers Land - Teil EINS
Unabsichtlich und unverhofft ist meine wochenendliche Blogabstinenz verlängert worden. Mein PC im Büro hat schlapp gemacht. Speicher voll, nichts funktionierte mehr. Flugs hat Chef gestern einen neuen gekauft. Ich begann derweil, Daten zu sichern. Heute wurde der PC auf Vordermann gebracht. Und endlich bin ich wieder online.
Darum starte ich mit einem Tag Verspätung meine kleine Übers-Land-Serie und hoffe, ihr begleitet mich gerne.
Am Wochenende war ich an beiden Tagen wieder mit dem Fahrrad unterwegs, die Umgebung zu erkunden.
Der Wind blies kräftig, aber die Temperaturen waren sommerlich. Und mich stört so ein frisches Lüftchen eh nicht.
Mein erster Stopp war gleich dieser alte Stein, der sich als "Posten" eines alten Gehöfts herausstellte.
Vielleicht könnt ihr es erkennen: Anno 1930 war der Hof mal gegründet worden.
Ein alter Kirschbaum (Bild oben) steht noch. Doch ansonsten ist nur der Platz zu erkennen, wo sich möglicherweise das Haus befand (Bild unten).
Vielleicht ist auch damals gleich der Baum am Tor gepflanzt worden. Er ist jedenfalls stattlich, und mein Fahrrad scheint recht winzig daneben.
Die Felder bei uns sind größtenteils abgeerntet, und die Wolken ziehen in Formation darüber hinweg. Einmal horizontal.
Andererseits geht's auch vertikal.
Ein weiter Blick zum Abschluss. Was für eine ländliche Idylle.
Und ein paar Bewohnern - ihr seht sie ganz in der Ferne - werden wir noch einmal näher begegnen.
Fortsetzung folgt...
Mittwoch, 21. August 2013
Dienstag, 20. August 2013
Frisch am Baum
Auf meiner letzten Fahrradrunde habe ich noch etwas Neues entdeckt.
Nämlich diesen prächtigen Baumpilz. So jung und leuchtend ist mir bislang keiner begegnet.
Sieht er nicht zum Anbeißen aus? Ich weiß allerdings nicht, ob sich das auch "lohnt" und wie er genau heißt. Da müssten jetzt mal die Pilzkenner unter euch ran.
Montag, 19. August 2013
Bienenbaum
Dieses Ungetüm von Baum passiere ich jedes Mal, wenn ich am Wochenende jogge. Aufgefallen ist es mir bisher nicht sonderlich. Bis ich beim letzten Mal von einer Duftwolke begrüßt wurde. Und gleich danach ein wahres Summkonzert zu hören bekam.
Deshalb musste meine Radtour am Sonnabend auch an diesem "Bienenbaum" vorbeiführen.
Kleine gelblich-weiße Blüten schmücken ihn und das süße Aroma des Nektars hüllt ihn ein.
Nach meiner Recherche ist es ein Japanischer Schnurbaum, der erst spät (nach über zehn Jahren) Blüten entwickelt. Vielleicht habe ich ihn deshalb noch nie richtig bemerkt. Jedenfalls bietet er den Bienen nun im August reichlich Nektar, und sie sind unermüdlich im Sammeleinsatz. Das wird bestimmt ein köstlicher Blütenhonig.
Sonntag, 18. August 2013
Ernteglück
Heute regnete es bei uns. Doch gestern hatten die Bauern bestes Erntewetter.
So waren sie mit ihren Maschinen bis in die Abensstunden im Einsatz, um das letzte Korn einzubringen.
Die Mähdrescher sind wahrlich Riesen.
Und dabei doch ziemlich wendig, wie ich gestern auf meiner kleinen Radrunde selbst sehen konnte.
Ruckizucki sind die Felder abgeerntet und die Strohballen "gerollt".
(Das Foto ist ein bisschen dunkel. Ich hoffe, ihr könnt es trotzdem erkennen.)
Freitag, 16. August 2013
Tomatenfreude
Tomaten sind in unserer Familie sehr beliebt und werde gerne gegessen. Dieses Jahr haben wir daher ein kleines Tomatenzelt aufgestellt.
Die Pflanzen hat meine Mutter selbst gezogen. Wenn ich mich recht erinnere, sind es sogar sechs (!) verschiedene Sorten, darunter der Klassiker "Harzfeuer", eine Cocktail- und eine Zebratomate. Fünf Pflanzen sind in der "grünen Hütte" untergekommen. Drei stehen in mobilen Töpfen und können so in Sicherheit gebracht werden vor eventuellen Regengüssen.
Die Gießerei hat Herr Schwanenweiß übernommen und ordentliche Arbeit geleistet. Angesichts der heißen Temperaturen war das dringend nötig. Die Blätter haben trotzdem ordentlich gelitten. Doch die Früchte reifen prächtig.
Es ist großartig, dass man Tomaten aus dem eigenen Garten ernten kann. Und die schmecken so gut...
Donnerstag, 15. August 2013
Durchhaltevermögen
Der Duden sieht darin das Vermögen und die Kraft zum Durchhalten. Man kann es auch mit Ausdauer, Standhaftigkeit, Stehvermögen und Zähigkeit umschreiben.
Der Weg ist sandig und sehr trocken.
Da beweist die kleine Sonnenblume am Hang doch wahrlich
DURCHHALTEVERMÖGEN.
Mittwoch, 14. August 2013
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