„Als Inanna von
ihrem langjährigen Partner Janus verlassen wird, kann sie den Schlussstrich
nicht akzeptieren und setzt alles daran, die Beziehung zu retten. Mit
übersinnlichen Tricks und Hexenwerk findet sie einen Weg, die Zeit
zurückzudrehen, doch neue ungeahnte Herausforderungen warten schon auf sie.
Zwischen nebulösen Zeitsprüngen und erotischen Bisswunden ringt Inanna darum,
die magische Welt in ihrer ungeheuren Alltäglichkeit zu meistern.
Der psychologische Roman mit
fantastischen Elementen zieht den Lesenden in die Gefühlswelten und inneren
Landschaften der Hauptfigur Inanna hinein und lässt ihn die Abenteuer einer
jungen Frau mit übersinnlichen Fähigkeiten hautnah miterleben.“
Es ist ein bemerkenswertes Romandebüt, das Kristina Schippling vorlegt. Bereits der Titel „Handbuch der Angewandten Vampirpsychologie Band I“ und das außergewöhnliche Cover lassen darauf schließen.
Kristina Schippling,
Jahrgang 1983, lebt in Berlin und ist als Filmregisseurin und Schriftstellerin aktiv. Sie hat ihr Rüstzeug für ihre Werke während ihres Studiums der Germanistik, Philosophie, Pädagogik, Psychologie und des
Darstellendes Spiels, absolviert an der Martin-Luther-Universität
Halle-Wittenberg, der Hochschule für
Bildende Künste Braunschweig und der Universität der Künste Berlin, und
auch während ihrer Promotion erworben.
Vor dem „Handbuch der Angewandten Vampirpsychologie Band I“ publizierte
sie Kurzgeschichten in Anthologien und Zeitschriften, die Novelle „Drei
Gesichter“ und eine Sammlung von Kurztexten in „Meine Wut ist weiß und rein“. Im März 2022 wird ihre Regie- und Kameraarbeit für den ersten Dokumentarlangfilm „The
Sound of Cologne“ gezeigt.
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Zwei Fragen hat mir die Autorin dankenswerter Weise beantwortet:
Was war die besondere Herausforderung beim
Schreiben einer Geschichte, die eine reale Thematik philosophisch hinterfragt
und zugleich in einen "fantastischen" Rahmen setzt?
Wie die Frage schon impliziert,
war die besondere Herausforderung für mich, philosophische und psychologische
Aspekte mit dem Vampir-Thema zu verbinden. Ich habe vor allem versucht, das
Vampirmotiv und die Psychologie wie zwei verschiedene Welten, die sich
miteinander verbinden, zu behandeln. Dabei habe ich die psychologische Seite
des Vampirs besonders in den Innenansichten und dem Erleben der Hauptfigur
etabliert, aber auch in der äußeren Handlung versucht, einzubringen, indem vor
allem die Bindungen und ihre Problematik im Vordergrund stehen. So habe ich
drei verschiedene Bindungsmuster in der äußeren Handlung durchgespielt und
diese wiederum durch die Hauptfigur tiefenpsychologisch erleben lassen. Ich wollte
die Psychologie sowohl mit der inneren als auch mit der äußeren Handlung
verknüpfen. Auch habe ich das Vampirmotiv psychologisch untersucht bezüglich
des Herausfallens aus dem sozialen Netz, der damit verbundenen Einsamkeit, aber
auch in der Handlung habe ich den Blutdurst psychologisch als Drogenrausch
umgedeutet, die Unsterblichkeit des Vampirs mit Zeitreise, Zeitschleife, Spiel
mit der Zeit und auch der Metapher des Zeitnebels stärker ausdifferenziert und
auch mit den Bewusstseinsreisen/Rauschzuständen verknüpft.
Ich denke, das Anspruchsvollste
war, diese psychologischen Entsprechungen und Anknüpfungspunkte an das
Vampirmotiv zu finden und inhaltlich detailliert auszuarbeiten, den Vampir
psychologisch und möglichst aktuell auszudeuten.
Gegenwärtig haben die Menschen
das Wort "Freiheit" wieder schnell im Mund, wobei es mir oft
vorkommt, dass sie eigentliche Bedeutung nicht hinterfragen. Wie siehst du das?
Das sehe ich genauso. Diesen
Freiheitsbegriff sollte man gründlich durchleuchten. Tatsächlich arbeite ich
gerade noch an einem weiteren Buchprojekt gemeinsam mit einem Künstler Peter
Kees, bei dem es ums freie Denken geht.
Freiheit ist in vielerlei Hinsicht zu interpretieren.
Viele empfinden aktuell das Impfen als einen Eingriff in ihre Freiheitsrechte,
fühlen sich ausgeschlossen, wenn sie nur mit Impfpass ein Restaurant betreten
können. Sie bedenken dabei nicht die Gefahr einer Corona-Infektion für sich selbst,
aber auch – und was ich moralisch diskutabel finde, für andere. Ist Freiheit
also nur auf Impfpflicht und Urlaubsreisen zu beschränken? Auf keinen Fall. Das
wäre eine viel zu verkürzte Sicht auf den Freiheitsbegriff. Und wenn jemand
gern seine Freiheit zum möglichen gesundheitlichen Schaden eines anderen
ausleben will, dann finde ich das wirklich bedenklich.