close
The Wayback Machine - https://web.archive.org/web/20231124073443/https://svanvithe.blogspot.com/search/label/Gedichte
Posts mit dem Label Gedichte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gedichte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 21. März 2019

Internationaler Tag des Waldes und Welttag der Poesie

Der Wald

BERJAYA

Nimm mich in kühligen, schattigen Arm,
Säuselnder Hain!
Fern von rauschender Freuden Schwarm,
Ungestört vom nagenden Harm,
Will ich deiner mich freu'n.

BERJAYA

Lieblich strömt von den Gipfeln herab
Wallender Duft;
Langsam ans moosige Ufer hinab,
Rollen die murmelnden Wellen ins Grab,
Spiegelschimmernder Luft.

BERJAYA

O Natur! wie bist du so schön;
Lieblich und hehr
Deine verjüngende Schönheit zu sehn,
So durch's Leben lächelnd zu gehn,
Mit der Unschuld daher!

BERJAYA

Unschuld nur, und du, o Natur!
Seliges Band!
Ihr versüßet das Leben uns nur;
Stets will ich folgen der blumigen Spur
Mit der Lieb' an der Hand!

Friederike Brun (1765-1835)

Mittwoch, 12. September 2018

Weg(e)warte

BERJAYA

Wegewarte

Es steht eine Blume,
Wo der Wind weht den Staub,
Blau ist ihre Blüte,
Aber grau ist ihr Laub.

Ich stand an dem Wege,
Hielt auf meine Hand,
Du hast deine Augen
Von mir abgewandt.

Jetzt stehst du am Wege,
Da wehet der Wind,
Deine Augen, die blauen,
Vom Staub sind sie blind.

Da stehst du und wartest,
Daß ich komme daher,
Wegewarte, Wegewarte,
Du blühst ja nicht mehr.

Hermann Löns

BERJAYA

Montag, 5. Juni 2017

Pfingstrose - Paeonia

Doch leuchtend will entfalten
Päonie ihre Pracht,
Von hehren Pfingstgewalten
Im tiefsten angefacht.

Gleich einer späten Liebe,
Die lang in sich geruht,
Bricht sie mit mächtgem Triebe
Jetzt aus in Purpurglut.

Ferdinand von Saar (Auszug aus "Pfingstrose")

BERJAYA

Ist sie nicht wunderschön? Sie blüht im schwanenweißen Garten und erfreut nicht nur das Auge. Auch ihr Duft ist großartig.

Wusstet ihr, dass die Pfingstrose ein sehr symbolträchtige Pflanze ist und manchen Arten heilende Wirkung besitzen?

Besonders in der chinesischen Kultur spielt die Pfingstrose eine bedeutende Rolle, gilt sie doch als Symbol für Reichtum und Glück, Ehre und weibliche Schönheit. Viele Jahrhunderte lang hatte lediglich der Adel das Vorrecht, dass in seinen Gärten Pfingstrosen blühen durften. Als Heilmedizin werden die getrockneten Wurzeln mit ihren heilenden Wirkstoffen verwendet.

Inzwischen können wir uns alle aber an diesen attraktiven, farbenprächtigen Schönheiten erfreuen...

Donnerstag, 16. Juni 2016

Rosen(hoch)zeit

BERJAYA

Nun stehen die Rosen in Blüte,
Da wirft die Liebe ihr Netzlein aus,
Du schwanker, loser Falter,
Du hilfst dir nimmer heraus.

Paul von Heyse 

BERJAYA

BERJAYA

BERJAYA

BERJAYA

BERJAYA

BERJAYA

BERJAYA

BERJAYA

BERJAYA

BERJAYA

BERJAYA

Mittwoch, 23. September 2015

Regenbogen

BERJAYA

Wenn der Herbst so beginnt, lasse ich mir das gerne gefallen.

BERJAYA

BERJAYA

BERJAYA

Regenbogen

Die Sonne flieht den Regenstrahl,
Der Regen flieht den Sonnenschein:
Doch treffen sie sich wo einmal
Und bleiben stehn hoch überm Thal,
Auf Erden kann nichts Schönres sein
Als diese beiden im Verein!

Adolf Schults

BERJAYA

Freitag, 7. November 2014

Toleranz

Verselbständigung der Prinzipien,
Der Kampf um das Ding an sich,
Beherrscht die Menschen und Völker,
Und manchmal noch dich und mich.
Wir haben mit den Jahren
Mäßigung gelernt
Und uns vom Bekehreifer
Unserer Jugend entfernt.
Was hielt ich früher nicht alles
Für untrennbar von mir!
Treue auf Tod und Leben.
Und: Wie du mir, so ich dir.
Liebe: ein Absolutum,
Das nicht mit dem Winde schwankt,
Und bei der kleinsten Kränkung:
"Leb wohl und sei bedankt!
Das war es nicht, was ich meinte,
Das ist mir nicht gut genug!"
Und wieviel Schlechtes man
Um dieses Gute ertrug ...
Immer nur Annäherungen.
Wir sind aus Schwäche gemacht.
Und keiner ist so gelungen,
Wie er das von sich gedacht,
Als er vom Leben nichts kannte
Als das erhabne Prinzip.
Erst wenn man sich selber verbrannte,
Versteht man das Wort: Vergib
Und lernt einander dulden
Und rechnet nicht im Kurant,
Wie hoch sind des anderen Schulden?
Dann wird man tolerant.

Eva Strittmatter

Mittwoch, 5. März 2014

Sonett 28

Sind wir erst alt, und jauchzt das Blut nicht mehr
-in kalten Adern strömt der Strom ja kaum-,
und bleibt von unserm Feuer auch nicht mehr der
geringste Span am Glimmen, selbst im Traum,
dann mag uns trösten: davon sprach kein Mund,
als jung und warm, zum ersten Mal zu zweit,
im Bett wir lagen wie die Toten und
verschliefen, die nicht wiederkehrt, die Zeit.
O Süßer! Schwer sind dir die Augenlider;
der Morgen streckt die Lanze aus; und wir?
Wir müssen aufstehn, uns umarmen, wider
das Tageslicht die Hand erheben schier-
Sei nicht so mutlos! Weiß doch jeder, der
es weiß: es ist ja nur ein Stündchen her.

Edna St. Vincent Millay


Alles Liebe zum Geburtstag,
Herr Schwanenweiß!

Montag, 17. Februar 2014

Von Herzen!

BERJAYA

Rat eines PferdesTM

Nimm die Hürden des Lebens im Schritt
Lass die Zügel locker
Sei beherzt und frei
Halte die Dornen von deinem Sattel fern
Trage deine Freunde, wenn sie es brauchen
Halte dich gerade
Galoppiere zur Großartigkeit!

Ilan Shamir*
(Genehmigte Übersetzung: Svanvithe)

BERJAYA

Zuckerschnute Resada wird 26!

BERJAYA

Alles Liebe, meine Schöne, ich denke an dich.
(Leckerlis gibt es heute von Chefin Ines).

BERJAYA

*(c)2008 YTN, Advice from a Horse is a trademark of Your True Nature, Inc. Reprinted by permission. www.YourTrueNature.com 1-800-992-4769

Donnerstag, 14. November 2013

Geheimnis I

Einen Tag scheint es: gar nichts geht mehr.
Andern Tags: alles kann wieder beginnen.
Gestern war mir das Leben zu schwer.
Heute bin ich bei allen Sinnen.

Woraus der Wechsel sich immer ergibt?
Ich habe mit meinem Leibe geliebt.

Eva Strittmatter

Samstag, 31. August 2013

Morgenstudie

Mein Leben wird mir nicht genügen,
Die Morgenschönheit zu beschreiben:
Kein Morgen ist dem andern gleich.
Ich dürfte sonst nichts treiben
Als Morgenstudien: Lichtvaleurs,
Luftstrom, Luftfeuchtigkeit.
Denn soviel weiß ich schon gewiß:
Aus jeder Jahreszeit
Arbeiten sie den Tag heraus,
Die Tiefe, das Profil,
Die einmalige Harmonie
Von Weltgesetz und Spiel:
Ende August ist es nachts kalt,
So daß das Mondlicht
In einem Filter feuchter Luft
Zu Strahlensplittern bricht.
Ein goldner Dunst befällt das Tal
Früh zwischen fünf und sechs.
Und selbst der Klappertopf steht da
Als reines Lichtgewächs.

Eva Strittmatter

Donnerstag, 4. Juli 2013

Zur Erinnerung

Theodor Storm
(14. September 1817 bis 4. Juli 1888)

BERJAYA

Natur, du kannst mich nicht vernichten,
Weil es dich selbst vernichten heißt.
Hebbel

Wie wenn das Leben wär nichts andres
Als das Verbrennen eines Lichts!
Verloren geht kein einzig Teilchen,
Jedoch wir selber gehn ins Nichts!

Denn was wir Leib und Seele nennen,
So fest in eins gestaltet kaum,
Es löst sich auf in Tausendteilchen
Und wimmelt durch den öden Raum.

Es waltet stets dasselbe Leben,
Natur geht ihren ew'gen Lauf;
In tausend neuerschaffnen Wesen
Stehn diese tausend Teilchen auf.

Das Wesen aber ist verloren,
Das nur durch ihren Bund bestand,
Wenn nicht der Zufall die verstäubten
Aufs neu zu einem Sein verband.

Dienstag, 18. Juni 2013

Silber...

... haben wir uns verdient.

25 Jahre als Paar

Mit allen Höhen und Tiefen, die das Leben zu bieten hatte,
war es manchmal leicht, manchmal jedoch auch nicht,
beieinander zu sein.

Trotzdem...

OHNE DIE LINIE VON MIR ZU DIR,
Ohne die Saite, die sich spannt,
Ist sinnlos das Weltall, wüst ist das Land.
Ohne die Liebe von dir zu mir.

Eva Strittmatter

BERJAYA

Familie Schwanenweiß beim Schulabschluss des Großen -
nur heute gibt es das Foto exklusiv für euch.

Dienstag, 7. Mai 2013

Lob

Ich habe ein Geheimnis entdeckt:
Wir loben einander zu selten.
Kinder wachsen nicht ohne Lob.
Wir lassen einander nur gelten
Mit jener schweigenden Toleranz,
Die die Fremdheit zwischen uns steigert
Und jeder wartet auf das Wort.
Das einer dem andern verweigert.

Eva Strittmatter

Montag, 22. April 2013

Liebe Elisabeth

Diese Blümchen sind heute nur für dich.

BERJAYA

Ich wünsche dir von Herzen
alles Gute, Beste und Schöne
zu deinem 70. Geburtstag.

BERJAYA

Mögen Gesundheit und Wohlergehen
deine Begleiter im neuen Lebensjahr sein.

BERJAYA

Mit solcher Gewalt bricht der Frühling herein,
Daß wir nicht nachkommen, um uns zu sehen.
Über Nacht sind Wunder und Wunder geschehen.
Über Blüten, Blau, gelb schon Schmetterlingswehen.
Überstürzen, Brausen, Außersichsein...

Eva Strittmatter (Auszug Grün I)

BERJAYA

Mittwoch, 10. April 2013

Es grünt

BERJAYA

Das lange Warten hat ein Ende,
der Frühling nimmt das Zepter in die Hände.

(Svanvithe)

BERJAYA

Dienstag, 2. April 2013

Welt

Stillhalten. Sich um nichts bemühen.
Nicht um Reisen und Ruhm, nicht um Liebe und Geld.
Es kommt, was soll. Zu frühen
Ruhm soll man fürchten. In unserer Welt
Ist nichts ohne Preis des Verzichtes zu haben.
Die langen entbehrten sind entbehrliche Gaben.
Ist man alt genug, schätz man hoch, was man hat:
Einen Sonnenmorgen im frühen April.
An der Birke das erste knospende Blatt.
Und die Freiheit zu sagen: Ich will,
Ich will nicht. Niemand kann mich zwingen,
Um Geld oder Ruhm mein Lied zu singen,
Wenn ich beides nicht brauche. Ich kann darauf verzichten,
Daß man mich kennt. Ich kann heimlich dichten.
Und immer ist da, wo ich bin, die Welt.

Eva Strittmatter

Freitag, 15. März 2013

Worte zum Nachdenken

Wenn ich noch einmal zu leben hätte,
dann würde ich mehr Fehler machen;
ich würde versuchen,
nicht so schrecklich perfekt sein zu wollen;
dann würde ich mich mehr entspannen
und vieles nicht mehr so ernst nehmen;
dann wäre ich ausgelassener und verrückter;
ich würde mir nicht mehr
so viele Sorgen machen um mein Ansehen;
dann würde ich mehr reisen,
mehr Berge besteigen,
mehr Flüsse durchschwimmen
und mehr Sonnenuntergänge beobachten;
dann würde ich mehr Eiscreme essen,
dann hätte ich mehr wirkliche Schwierigkeiten
als nur eingebildete;
dann würde ich früher im Frühjahr
und später im Herbst barfuss gehen,
dann würde ich mehr Blumen riechen,
mehr Kinder umarmen
und mehr Menschen sagen, dass ich sie liebe.

Wenn ich noch einmal zu leben hätte,
aber ich habe es nicht…

Als ich die Zeilen eines unbekannten Verfassers das erste Mal gelesen habe, dachte ich, dass sie nur von einem alten Menschen stammen können. Hier spricht ein Mensch, der wahrscheinlich kurz vor seinem Tod auf sein Leben zurückblickt und dabei feststellt, dass er vergessen hat, sinnvoll sein Leben zu genießen. Es wirklich zu leben, als es noch möglich war.

Der Aufbau des Gedichts (wenn man es denn als solches sieht) ist ungewöhnlich. Es besteht aus nur einem Satz. Der erste Halbsatz beginnt mit der Frage „Wenn ich noch einmal zu leben hätte“, die sich der Verfasser in weiteren folgenden Halbsätzen durch Aufzählungen selbst beantwortet.  

Dabei führt er auf, was er anders gemacht hätte. Beispielsweise, dass er zum einen mehr Fehler gemacht und weniger nach Perfektion gestrebt hätte. Zudem wäre er entspannter, ausgelassener und verrückter gewesen und nicht so ernst und voller Sorge auf sein Ansehen bedacht. Er hätte sich den wahren Problemen gestellt. Daneben wären ihm auch Dinge wie das Reisen, Bergsteigen oder die Schönheit in der Natur wie ein Sonnenuntergang oder der Duft der Blumen wichtiger gewesen. Und er hätte mehr Gefühle den Menschen gezeigt, die ihm nahe sind.

Das zeigt, dass der Verfasser dieser Zeilen der Meinung ist, dass sein Leben nicht so erfüllt und befriedigend gewesen ist, wie es hätte sein sollen. Dass er die Möglichkeiten dieses einen Lebens nicht ausgeschöpft hat.

Das finde ich sehr traurig. Gerade mit Blick auf den Großen. Zwar ist er mit seinen 16 Jahren noch jung, aber trotzdem denke ich, dass wir - und damit meine ich auch ihn und die Mädchen und Jungen seines Alters - jeden Tag etwas aus unserem Leben machen sollten. Gerade jetzt stellen sie die Weichen für ihre Zukunft. Sie haben Tag für Tag die Wahl, wie sie sich ihr Leben einrichten. Ihnen muss bewusst werden und sein, dass sie nicht gedankenlos mit ihrem Leben und verschwenderisch mit ihrer Lebenszeit umgehen. Sie sollten das tun, was sie als wichtig empfinden, damit sie nicht eines Tages voller Reue auf die verpassten Möglichkeiten zurückschauen. Weil es eine Wiederholung unseres Lebens nicht gibt…

Im Gedenken meinen Schwiegervater
zum heutigen 10. Todestag
(auch das ist der März im schwanenweißen Haus)

Montag, 25. Februar 2013

Rätsel II

Meine Träume kennst du nicht.
Meinen Namen nennst du nicht.
Zwar du glaubst, daß du sie kennst.
Daß du meinen Namen nennst.
Doch träume ich mancherlei.
Und der Namen hab ich drei.

Eva Strittmatter

Montag, 28. Januar 2013

Spruch II

Die Lilie im Schnee ist kein Wunder.
Kein Rätsel die Rose im Eis.
Aber ich bin noch immer wie Zunder.
Und das Leben ist immer noch heiß.

Eva Strittmatter

Dienstag, 8. Januar 2013

Furchtlos

In dieser Welt zu leben,
Die so gewalttätig ringt und schreit
Vor Haß und Hunger, Lüge und Leid,
Und sich drüber hinwegzuheben,
So daß man vertrauensvoll sprechen kann
Zu einem Kind: das Leben ist gut,
Ist eigentlich mehr, als man leisten kann.
Dazu gehört ein Über-Mut
Oder Glaube, den ich in nichts besitze.
Ich fürchte des Wahnsinns Vernichtungsblitze.
Und doch sage ich: Das Leben ist gut.

Eva Strittmatter