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"Die Vollendung setzt sich aus Kleinigkeiten zusammen" (Joseph Joubert)
Wohl dem Menschen,
der sich nicht von Illusionen
beherrschen lässt,
wohl dem Menschen,
der dem Göttlichen traut,
das in seinem Inneren lebt,
wohl dem Menschen,
der auf sein höheres Selbst hört.
Wenn ich meinen Illusionen folge,
gehe ich einen abschüssigen Pfad.
Er führt mich in das Land des Leides
und der Trauer.
Dann lastet das Leben schwer auf mir,
dann vertrocknet mein Lebenssaft
wie Wasserläufe im heißen Sommer.
Als ich erkannte,
was Illusion ist,
da verstand ich Deine Weisheit,
da erkannte ich Deine Liebe und Gerechtigkeit.
Ich atmete auf
und ließ die Illusionen hinter mir.
Ich sprach:
„Bei Dir ist Liebe und Gerechtigkeit,
so bin ich lebendig.
Bei Dir ist Weisheit,
so bin ich befreit.“
Jetzt ist es an der Zeit
zu erkennen:
Meine Illusionen bedrohen mich
wie große Wasserfluten.
Doch mit Dir können sie mir nichts anhaben.
Du bist mein Schutz,
Du wirst mich vor Angst behüten.
So bin ich gerettet
und kann fröhlich sein
und Dich rühmen.
Du sprichst:
„Ich will Dich unterweisen
und Dir den Weg zeigen,
den Du wandeln sollst;
ich will Dich leiten.“
So sprichst Du weiter:
„Sei nicht unverständig,
ergreife meine Weisheit, Liebe und Gerechtigkeit.
Verstehe:
Deine Illusionen verursachen viel Leid.
Wenn Du aber auf mich setzt,
werden Dich meine Weisheit,
Liebe und Gerechtigkeit umfangen.“
Das will ich tun.
Ich werde mich freuen
und fröhlich sein.
Ich werde mein Glück genießen.
Ich will Dich rühmen,
Du Göttliches in mir,
Du mein höheres Selbst.
Text: Anna vom Sternengrund
aus "Meditation heilsamer Worte"
(mit freundlicher Genehmigung der Autorin)
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O Ewige!
Auf Dich traue ich!
Lass mich Dein Wesen erkennen,
Deine Weisheit verstehen,
Deine Liebe und Gerechtigkeit schauen!
Deine Hilfe ist bei mir!
Du bist mein starker Fels
und meine Burg.
Wenn ich Dich erkenne,
bin ich lebendig.
Mit Deiner Weisheit entkomme ich dem Netz,
das mir mein Ego legt.
Denn Du hast mir Erkenntnis geschenkt
und mir Stärke verliehen.
Deine Hände halten mich,
denn Deine Weisheit erlöst
und Deine Liebe und Gerechtigkeit befreien.
Ich wende mich von meinen Illusionen ab,
denn sie sind Götzen meines verführten Egos!
Ich aber hoffe auf Dich!
Ich freue mich über Deine Liebe und Gerechtigkeit,
ich bin fröhlich in Deiner Weisheit.
Denn sie hilft mir in meinem Elend.
Durch Dich erkenne ich
meine innere Not.
So werde ich frei.
Du gibst meinen Füßen weiten Raum.
Lass mich verstehen,
dass Du voller Liebe bist,
auch wenn mir angst ist.
Lass mich begreifen,
dass die Heilung schon in mir ist,
auch wenn meine Seele vor Trauer verfällt.
Lass mich erfahren,
dass Deine Weisheit größer ist
als alles Unbehagen in mir.
Mein Leben ist voller Betrübnis,
meine Kraft ist zerfallen,
mir verschmachten Körper, Geist und Seele.
Es geht mir übel,
ich bin elend geworden,
die Menschen gehen mir aus dem Weg.
Gleich einer Toten
fühle ich mich vergessen,
ich bin wie ein zerbrochenes Gefäß.
Doch jetzt sehe ich Deine Weisheit:
Ich erkenne,
dass meine Gedanken mich leiden machen.
Ich suche
meinen Feind nicht außen,
ich finde den Ankläger in mir:
Mein Ego.
Jetzt aber spreche ich zur Ewigen:
„Alles steht in Deinen Händen,
wenn ich Dir Raum gebe.
Lass mich erkennen,
dass mein Ego mich nicht rettet.
Aber Deine Liebe und Gerechtigkeit
sind am Werk.
Sie schützen mich.
So leuchtet über mir Dein Antlitz,
Du hilfst mir,
Du bist meine Erlösung.“
Nun erkenne ich:
Ich bin nicht verloren.
Mein Ego hat keine Macht mehr,
es muss schweigen.
Es ist ohne Kraft,
es muss verstummen,
denn Deine Weisheit redet
und Deine Liebe und Gerechtigkeit
machen sich kund.
Mein Ego sieht das nicht,
aber meine Seele traut auf Dich!
Deine Weisheit ist mir nicht verborgen,
denn nach ihr suche ich.
Gelobt seist Du,
Du bist wunderbar!
Ich sprach:
„Ich bin verstoßen.“
Doch dann erkannte ich:
Es gibt keinen Grund für Klagen und Stöhnen.
Denn Liebe und Gerechtigkeit sind um mich
und Weisheit ist in mir.
O Ewige!
Du tröstest mich.
Du stärkst und nährst mich.
So bin ich voller Liebe zu Dir.
Ich bitte meine Brüder und Schwestern:
„Tut es mir gleich!
Dann seid ihr behütet
und beschenkt.“
Ich kann getrost und unverzagt sein,
denn ich harre auf Dich,
Du Göttliches in mir,
Du mein höheres Selbst.
Text: Anna vom Sternengrund
aus "Meditation heilsamer Worte"
(mit freundlicher Genehmigung der Autorin)
O Ewige!
Ich preise Dich,
denn Du hast mich erhört.
Du lässt meine Illusionen nicht triumphieren.
Als ich mich zu Dir wandte,
erkannte ich Deine Weisheit
und wurde heil.
Du führst mich aus der Hölle meiner Täuschungen,
Du erhältst mich lebendig,
auch wenn mein Ego mich stürzen will.
Ich lobsinge Dir,
ich danke Dir
und preise Dich!
Du bist ohne Zorn.
Deine Weisheit, Liebe und Gerechtigkeit
währen ein Leben lang.
Bei Dir ist kein Weinen und Leiden,
bei Dir ist Glückseligkeit
vom Morgen bis zum Abend
und in der Nacht.
Meine Illusionen aber sagten:
„Wir werden siegen.“
Das durchschaute ich nicht.
Ich hielt mich für stark,
aber ich war von Angst zerfressen.
Mein Leiden war groß,
ich war weit entfernt von Dir.
Doch nun wende ich mich Dir zu.
Was nutzt mir ein falsches Selbstbild,
die Vorstellung von Schuld und Sühne?
Was hilft mir meine Traurigkeit?
Was nutzen mir Neid und Zorn?
Lass mich Deine Weisheit erkennen
und ihr folgen.
Denn sie befreit mich von meinem Ego,
sie bringt mir Liebe und Gerechtigkeit!
Lass mich erkennen:
Du entmachtest alle Illusionen,
Du wandelst Leid und Not.
Mit Dir überwinde ich Schuld und Scham.
Das Dunkel in mir wandelt sich in Licht,
Illusion wird zu Erkenntnis.
Du schenkst mir Deine Liebe und Gerechtigkeit,
Du sendest mir Freude ins Herz.
Ich lobe Dich,
Du Göttliches in mir,
Du mein höheres Selbst.
Text: Anna vom Sternengrund
aus "Meditation heilsamer Worte"
(mit freundlicher Genehmigung der Autorin)
