Strict Minimum
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| Studioalbum von Günter Lenz Springtime | ||||
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Veröffent- |
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Aufnahme |
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Jazzwerkstatt | ||||
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Format(e) |
CD, Download | |||
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Titel (Anzahl) |
7 | |||
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Besetzung |
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Studio(s) |
MuK (Musik- und Kunstverein), Gießen | |||
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Strict Minimum ist ein Musikalbum von Günter Lenz Springtime. Die am 27. November 2004 im Bunker des Musik- und Kunstverein (MuK) in Gießen entstandenen Aufnahmen erschienen am 15. März 2007 auf dem Label Jazzwerkstatt.
Hintergrund
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Bassist Günter Lenz, der im Quintett von Albert Mangelsdorff bekannt wurde, arbeitete nach seiner Zeit bei Kurt Edelhagen Mitte der 1970er-Jahre im hr-Jazzensemble und im Quintett Voices mit Heinz Sauer, Bob Degen, Günter Kronberg und Ralf Hübner, aber auch im Fusiontrio mit Eddy Marron und Peter Giger sowie in den Bands von Joe Haider, Joki Freund und Sal Nistico.[1] Ende des Jahrzehnts gründete Lenz seine international besetzte Band Springtime. Mit diesem Projekt verfolgte er eigene kompositorische und improvisatorische Konzepte zwischen Modern Jazz, Fusion und kammermusikalisch geprägten Formen.[2][3]
Beim Debütalbum Znel, das 1978 auf Mood Records erschien, spielten der Trompeter Johannes Faber, die Saxophonisten Leszek Zadlo und Frank St. Peter, der Pianist Bob Degen und der Schlagzeuger Joe Nay. 1980 folgte in gleicher Besetzung ein zweites Album, Roaring Plenties, erschienen auf L+R Records. Nach einer über zehnjährigen Pause stellte Lenz 1992 eine neue Ausgabe von Springtime zusammen, der neben Bob Degen der Schlagzeuger Thomas Cremer, der Trompeter Claus Stötter, die Holzbläser Gebhard Ullmann und Ernst-Ludwig Petrowsky angehörten (Majorleague). Beim vierten und letzten Album Strict Minimum kam Dieter Glawischnig für Bob Degen, und Billy Elgart für Thomas Cremer in die Band.[4]
Titelliste
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Günter Lenz Springtime: Strict Minimum (Jazzwerkstatt – Jw015)[5]
- La Vielle Prune 3:33
- Holzbein 8:47
- Cotton Worldwide 5:09
- B-A-C-H 12:23
- Turbo Bop 7:03
- Perpetual Questions 11:12
- Strict Minimum 7:45
Die Kompositionen stammen von Günter Lenz.
Rezeption
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Nach Ansicht der italienischen Redaktion von All About Jazz gilt der Bassist – vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Krzysztof Komeda (Astigmatic, 1966), Albert Mangelsdorff, der NDR Big Band und Alexander von Schlippenbachs Berlin Contemporary Jazz Orchestra – als eine zentrale Figur des europäischen Jazz. Strict Minimum sei auf eine sehr überzeugende Art und Weise kombiniert, perfekt orchestriert und interpretiert worden. Strict Minimum könne auf jeden Fall [dem Genre des] neuen Neobop eines Veteranen [zugerechnet] werden. Diese sieben Originalkompositionen würden reichlich Stoff zum Genießen bieten. Da sei die [kompositorische Handschrift] von Lenz, inspiriert und fähig, kostbare und komplexe Gewebe zu spinnen (etwa das überraschende und wandlungsreiche „Holzbein“); ganz zu schweigen von seiner Meisterschaft am Kontrabass mit diesem dunklen und runden, präzisen und vibrierenden Klang.
Da sei außerdem die unverwechselbare Stimme des Altsaxophons von Ernst-Ludwig Petrowsky (langjähriges Mitglied des Zentralquartetts), hieß es bei All About Jazz. Da sei die unbändige Lebendigkeit Gebhard Ullmanns, „einer wahren Furie“ an der Bass- und Sopran-Klarinette. Da sei die Hard-Bop-Trompete von Claus Stötter, scharf und feurig, ganz im Sinne der von Lee Morgan und Freddie Hubbard hinterlassenen Tradition. Und schließlich würde es das makellose Schlagzeugspiel von Billy Elgart geben, ein weiterer Patriarch der deutschen Szene, und den absolut passenden Anschlag des Pianisten Dieter Glawischnig, irgendwo zwischen Duke Ellington und Andrew Hill [angesiedelt]. Nie vorhersehbar, perfekt inszeniert und mehr als überzeugend interpretiert – „Strict Minimum“ könnte man als den x-ten Neo-Bop-Meisterstreich eines Veteranen bezeichnen, der Klasse im Überfluss hat.[6]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Tom Lord The Jazz Discography (online, abgerufen am 29. Juni 2026)
- ↑ Frank Schindelbeck: Günter Lenz 1938–2026. In: jazzpages.de. 28. Juni 2026, abgerufen am 29. Juni 2026.
- ↑ Ein Nebenprojekt war Günter Lenz-Sound Motion, das in gleicher Besetzung ein halbes Album für Biton einspielte; vgl. Günter Lenz-Sound Motion bei Discogs
- ↑ Günter Lenz Springtime bei Discogs
- ↑ Günther Lenz Springtime – Strict Minimum. In: Discogs. Abgerufen am 28. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Günter Lenz Springtime: Strict Minimum. In: All About Jazz. 12. Juli 2007, abgerufen am 29. Juni 2026 (italienisch).
