Stefanie Diekmann
Stefanie Diekmann ist eine deutsche Medien-, Film- und Theaterwissenschaftlerin, Film- und Kunstkritikerin sowie Professorin für Medienkulturwissenschaft an der Universität Hildesheim.[1] Ihre Forschung gilt vor allem Film, Fotografie, Dokumentarfilm, audiovisuellen Interviews, Comics, Nebenfiguren und intermedialen Konstellationen.[1]
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Diekmann studierte von 1990 bis 1995 angewandte Theaterwissenschaft in Gießen, promovierte 1999 mit der Arbeit Mythologien der Fotografie an der Europa-Universität Viadrina und habilitierte sich dort 2008 mit Backstage – Konstellationen von Theater und Kino.[1] Von 1999 bis 2006 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Europa-Universität Viadrina, von 2008 bis 2010 übernahm sie Vertretungsprofessuren an der Viadrina, der Freien Universität Berlin und der Europäischen Medienwissenschaft Potsdam, von 2010 bis 2012 war sie Professorin für Medien und Theater an der Ludwig-Maximilians-Universität München, und seit 2012 ist sie Professorin an der Universität Hildesheim.[1] Gastdozenturen und Gastprofessuren führten sie an das University College Cork, die University of Texas at Austin, die Universität Bern, die Université catholique de Louvain, die Université Paris 8 und die Aix-Marseille Université.[2] Fellowships hatte sie am Kulturwissenschaftlichen Kolleg der Universität Konstanz, am Internationalen Käte-Hamburger-Kolleg für Medienphilosophie und Kulturtechnikforschung in Weimar und am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften in Wien inne.[1]
Wirken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Diekmanns wissenschaftliche Arbeit umfasst Film-, Foto-, Theater- und Medienforschung und behandelt besonders Theoriegeschichten des Films und der Fotografie, dokumentarische Formate, Interviews vor der Kamera und Beziehungen zwischen Bild, Text, Theater und Kino.[1] In ihrer Habilitationsschrift Backstage – Konstellationen von Theater und Kino untersuchte sie filmische Darstellungen des Theaters und wertete dafür etwa 120 Filme aus rund 100 Jahren Filmgeschichte aus.[3] Neben ihrer akademischen Arbeit schreibt Diekmann seit 2002 regelmäßig Film- und Kunstkritiken, darunter für Texte zur Kunst, filmbulletin, Der Freitag und Perlentaucher. Sie war von 2008 bis 2017 Comic-Kolumnistin des Filmmagazins Cargo.[2] Bei Perlentaucher erscheint sie als Autorin der Kolumne Im Kino mit Kritiken zu internationalen Spiel- und Dokumentarfilmen.[4]
Veröffentlichungen (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Mythologien der Fotografie: Abriß zur Diskursgeschichte eines Mediums. Wilhelm Fink. 2003, ISBN 978-3-7705-3777-8.
- Backstage: Konstellationen von Theater und Kino. Kulturverlag Kadmos. 2013, ISBN 978-3-86599-103-4.
- Six Feet Under: Gestorben wird immer. Diaphanes. 2014, ISBN 978-3-03734-384-5.
- mit D. Göttel (Hrsg.): (2024). Nebenfiguren. Theater der Zeit. 2024, ISBN 978-3-95749-525-9.
- Den König fallen lassen: Versuch über die Nebenfigur. Turia & Kant. 2026, ISBN 978-3-98514-145-6.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 5 6 Professorin Dr.in Stefanie Diekmann. In: Universität Hildesheim. Abgerufen am 30. Mai 2026.
- 1 2 Fellow - Stefanie Diekmann. In: Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften. Abgerufen am 30. Mai 2026 (englisch).
- ↑ Wie Film und Fernsehen entstehen: „Ein Ende machen“. In: Universität Hildesheim. 12. Mai 2014, abgerufen am 30. Mai 2026.
- ↑ Stefanie Diekmann - 39 Artikel - Seite 1 von 4. In: Perlentaucher. Abgerufen am 30. Mai 2026.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Diekmann, Stefanie |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Medien-, Film- und Theaterwissenschaftlerin, Film- und Kunstkritikerin |
| GEBURTSDATUM | 20. Jahrhundert |
