SWF3 - das Phänomen !
| SWF3 - das Phänomen ! | |
| Podcast | |
| Originalsprache | Deutsch |
|---|---|
| Veröffentlichung | 10. Aug. 2024 – |
| Folgen | 69+ à 15–97 min |
| Produktion | Gregor Glöckner |
| Mitwirkende | |
| Moderation | Gregor Glöckner |
| Website | |
SWF3 - das Phänomen ! ist ein Podcast von Gregor Glöckner über die Geschichte der Popwelle SWF3 des Südwestfunks.
Hintergrund
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seit dem Sendestart am 1. Januar 1975 war SWF3 das erfolgreichste Radioprogramm in Deutschland. Zwischen 1975 und 1985 erzielte SWF3 regelmäßig Rekord-Einschaltquoten. Diverse erfolgreiche Moderatorinnen und Moderatoren der deutschen Medienlandschaft begannen ihre Karriere bei SWF3.
Faktisch war Peter Stockinger in den gesamten 23 Jahre Programmchef von SWF3. Formal war er nach eigener Aussage Redaktionsleiter der SWF3 Schlussredaktion und wurde am 1. Februar 1989 zum Programmchef ernannt.[1]
Der Südwestfunk und Süddeutscher Rundfunk fusionierten 1998 zum Südwestrundfunk. In der Folge endete das Programm von SWF3 am 23. August 1998 um 12:00 Uhr. Anschließend wurden SWF3 und SDR 3 durch SWR3 ersetzt.
Entstehungsgeschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Glöckner begann am 1. März 1990 für SWF3 zu arbeiten.[2] Bis heute arbeitet er für das Nachfolgeprogramm SWR3.[3] Anfang Mai 2024 hatte er die Idee im Ruhestand einen Podcast über SWF3 zu machen und erzählte seiner Frau von dieser Idee.[4] Diese entgegnete ihm, dass er damit aufgrund des hohen Alters einiger ehemaliger Kollegen wohl nicht so lange warten könne.
Daraufhin setzte Glöckner sich mit Peter Stockinger in Verbindung um zu fragen, ob dieser bereit sei an den Projekt teilzunehmen. Stockinger sagte sofort zu und gab den Hinweis, dass der Podcast nicht nur über die Kollegen gehen sollte, die nach ihrer Zeit bei SWF3 berühmt wurden.
Inhalt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Podcast hat als Inhalt das Programm von SWF3 in den gesamten 23 Jahren seines bestehen. Dafür werden ehemalige Mitarbeiter von SWF3 durch Glöckner interviewt. Die Interviewten berichten davon wie die Arbeit bei SWF3 zu ihrer Zeit war und gewähren so einen Blick hinter die Kulissen.
Durch die Protagonisten wird auch darauf eingegangen, welche Freiheiten Mitarbeiter von SWF3 genossen. So war es Mitarbeitern bei SWF3 beispielsweise früh gestattet, selbst Tonbänder zu schneiden. In anderen ARD-Anstalten war diese Tätigkeit zu jener Zeit Sendetechnikern vorbehalten. Außerdem verfügte SWF3 über ein eigenes Produktionsstudio, in welchem die Mitarbeiter selbstständig neue Ideen umsetzen konnten. Dieses Produktionsstudio wird als „die 110“ (Raum 110) in vielen Folgen erwähnt.
Wiederkehrend wird auch die tägliche Abhörkonferenz thematisiert. In dieser wurden die Moderationen einzelner durch die gesamte Redaktion bewertet und teilweise harsch kritisiert. Die Abhörkonferenzen wurden durch Stockinger bei SWF3 eingeführt. Sie übertragen das Konzept einer Blattkritik bei Zeitungen auf den Hörfunk. Stockinger ist gelernter Zeitungsredakteur.[4]
Die meisten Interviews führte Glöckner persönlich an diversen Orten. So entstand beispielsweise die Folge mit Frank Plasberg und Jörg Kujack auf Plasbergs Boot. Wenn ein persönliches Interview nicht möglich war, wurden die Interview per Leitungsschalten oder Onlinekonferenzen geführt. Darüber hinaus gibt es einzelne Folgen, in denen SWF3 Hörer aus ihrer Erinnerung erzählen sowie Hörproben des SWF3 Programms.
Veröffentlichung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Podcast war als privates Projekt für die ehemaligen Kollegen zur Erinnerung gedacht. Glöckner entschied sich jedoch für eine Veröffentlichung auf Spotify, da für ihn hierdurch das Teilen der Folgen am einfachsten war.
Die ersten 34 Folgen wurden zwischen dem 10. August und 10. September 2024 auf Spotify veröffentlicht. Die weiteren Folgen wurde dann ab 27. September 2024 in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht. Mit Folge 63 sollte der Podcast am 5. September 2025 enden.[5] Am 10. November wurde die Folge mit Matthias Holtmann anlässlich dessen Tod am Vortag wiederholt. Am 6. Januar 2026 wurden weitere Folgen angekündigt.[6] Seit Ende Januar 2026 wird etwa eine Folge im Monat veröffentlicht.
Kurz nach der Veröffentlichung der ersten Folgen im August 2024 gewann der Podcast an Aufmerksamkeit. So übernahm das ARD Archivradio die erste Folge mit Peter Stockinger und machte sie am 20. August in der ARD Audiotheke zugänglich.[7] Am 9. Oktober berichtete die Schwäbische Zeitung ausführlich über den Podcast und interviewte hierzu Glöckner und Stockinger.[4] Am 11. September veröffentlichte radioszene.de ein Interview mit Glöckner zu dem Podcast.[8] Am 30. Dezember berichtete die Süddeutsche Zeitung über den Podcast.[9]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Andreas Knedlik: SWF3-Chef Peter Stockinger: "Wir waren halt auch frech". In: radioszene.de. 7. August 2020, abgerufen am 19. Januar 2026 (Bei 1h:04m:18s).
- ↑ Gregor Glöckner - Evi, Klaus S. und ein Rollenwechsel. In: SWF3 - das Phänomen. Abgerufen am 19. Januar 2026.
- ↑ Gregor Glöckner. In: swr3.de. Südwestrundfunk, 29. Februar 2024, abgerufen am 19. Januar 2026.
- 1 2 3 Gerd Mägerle: 26 Jahre nach der letzten Sendung: Kult-Radiosender SWF3 ist zurück. In: schwaebische.de. Schwäbischer Verlag GmbH & Co. KG Drexler, Gessler, 9. Oktober 2024, abgerufen am 20. Januar 2026.
- ↑ Michael Schmich: Podcastserie „Das Phänomen SWF3“ endet nach 63 Folgen. 24. September 2025, abgerufen am 19. Januar 2026.
- ↑ Teaser: Thees. Und Engelke. Und..... Abgerufen am 19. Januar 2026.
- ↑ ARD Archivradio: Die SWF3-Ära 1975 bis 1998 – Erinnerungen von Programmchef Peter Stockinger | 3.6.2024. 20. August 2024, abgerufen am 19. Januar 2026.
- ↑ Das Phänomen SWF3 – Podcast von Gregor Glöckner. 11. September 2024, abgerufen am 19. Januar 2026.
- ↑ Martin Zips: Vor 50 Jahren startete der damals coolste Radiosender der Republik: SWF3. In: sueddeutsche.de. Süddeutsche Zeitung GmbH, 30. Dezember 2024, abgerufen am 19. Januar 2026.
