Raketenjagdpanzer

Der Raketenjagdpanzer (RakJPz) ist ein gepanzertes Militärfahrzeug, das zur Bekämpfung von Panzern mit Panzerabwehrlenkraketen vorgesehen ist. Er wird meistens bei der Truppengattung der Panzerjäger eingesetzt.
Als Hauptkampfbewaffnung besitzt das Fahrzeug mindestens eine Raketenabschussanlage, meistens jedoch zwei. Während früher Raketenjagdpanzer vor allem auf Kettenfahrgestellen basierten, werden ab 1980 vermehrt Radpanzerfahrzeuge eingesetzt. Der Vorteil von RakJPz gegenüber mit Kanonen ausgerüsteten Jagdpanzern ist die höhere Reichweite der Rakete, was aber oft durch eine verminderte Feuergeschwindigkeit erkauft werden muss.
Beispiele
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Raketenjagdpanzer 2 war ein Kettenfahrzeug, bewaffnet mit der Panzerabwehrlenkrakete SS 11, der zwischen 1967 und 1982 in der Bundeswehr eingesetzt wurde. Er wurde durch Umbau zum Jagdpanzer Jaguar 1.
Als leicht gepanzertes Radfahrzeug setzt seit 1990 die Schweizer Armee den Panzerjäger 90 „Piranha“ ein. Dieser verwendet die Panzerabwehrlenkwaffe BGM-71D TOW-2.
In der Sowjetunion und später in Russland entstanden u. a. die Raketenjagdpanzer 9P149 (mit Panzerabwehrlenkwaffen 9K114 Schturm und 9K120 Ataka), der 9P157 (mit Panzerabwehrlenkwaffe 9K123 Chrisantema) sowie der 9P162 (mit Panzerabwehrlenkwaffe 9K135 Kornet).
