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Giovanni Franzoni

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Giovanni Franzoni BERJAYA
Giovanni Franzoni (2025)
Nation ItalienBERJAYA Italien
Geburtstag 30. März 2001 (25 Jahre)
Geburtsort Brescia, Italien
Karriere
Disziplin Abfahrt, Super-G, Riesenslalom
Verein Gruppo Sciatori Fiamme Gialle
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Junioren-WM 3 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
BERJAYA
 Olympische Winterspiele
Silber Mailand-Cortina 2026 Abfahrt
BERJAYA
 Alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaften
Gold Bansko 2021 Super-G
Silber Bansko 2021 Riesenslalom
Gold Panorama 2022 Abfahrt
Gold Panorama 2022 Alpine Kombination
Bronze Panorama 2022 Super-G
Platzierungen im Alpinen Skiweltcup
 Einzel-Weltcupdebüt 20. Dezember 2020
 Einzel-Weltcupsiege 2
 Gesamtweltcup 10. (2025/26)
 Abfahrtsweltcup 5. (2025/26)
 Super-G-Weltcup 4. (2025/26)
 Riesenslalomweltcup 51. (2021/22)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Abfahrt 1 1 1
 Super-G 1 0 1
letzte Änderung: 16. April 2026

Giovanni Franzoni (* 30. März 2001 in Brescia) ist ein italienischer Skirennläufer. Er gehört aktuell dem Kader des italienischen Skiverbandes an und hat seine Stärken in den Disziplinen Abfahrt und Super-G.

Giovanni Franzoni stammt aus Manerba del Garda in der Provinz Brescia und startet für die Gruppo Sciatore der Fiamme Gialle. Im Alter von 16 Jahren bestritt er in Gröden seine ersten FIS-Rennen. Nach mehreren Spitzenergebnissen in nationalen Jugendrennen gab er noch im Februar 2018 in den Abfahrten im Sarntal sein Debüt im Europacup. Am Ende der Saison gewann er in der Abfahrt seinen ersten italienischen Jugendmeistertitel. Im Februar 2019 nahm er am Europäischen Olympischen Winter-Jugendfestival in Bosnien-Herzegowina teil und belegte die Ränge zehn und elf in Slalom und Riesenslalom. Ein Jahr später gelangen ihm auf der Sella Nevea seine ersten Europacup-Platzierungen in den Punkterängen, darunter mit Rang zwei in der Kombination auch sein erster Podestplatz. Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2020 in Narvik fuhr er auf die Ränge fünf und 13 in Super-G und Abfahrt. Zu Beginn der nächsten Saison kürte er sich in Sulden erstmals zum Staatsmeister im Riesenslalom. Nach guten Europacup-Ergebnissen reiste er als einer der Favoriten zu den Juniorenweltmeisterschaften 2021 in Bansko. Dort gewann er im Super-G mit knappem Vorsprung die Goldmedaille, im Riesenslalom holte er Silber.[1]

Am 20. Dezember 2020 gab Franzoni im Riesenslalom auf der Gran Risa sein Weltcup-Debüt. Nach zwei weiteren Starts in Adelboden, wo er jeweils ohne Punkte blieb, wurde er für die Heimweltmeisterschaften 2021 in Cortina d’Ampezzo nominiert. Dort belegte er in der Kombination nach Einfädler und Zurücksteigen im Slalom mit mehr als 23 Sekunden Rückstand den 23. und letzten Platz. Im Riesenslalom belegte er den 14. Platz. Erfolgreicher verlief die Europacupsaison 2021/22. Mit Siegen in Zinal, Saalbach-Hinterglemm und Oppdal sicherte er sich den Sieg in der Gesamtwertung und in der Super-G-Wertung. Damit erhält Franzoni ein Startrecht bei allen Super-Gs der folgenden Weltcupsaison, außerhalb des Nationenkontingents. Im selben Winter gelang ihm mit Rang 24 beim Riesenslalom von Adelboden erstmals der Gewinn von Weltcuppunkten.

In seiner ersten vollen Weltcupsaison konnte sich Franzoni zweimal unter den besten 30 platzieren, wobei seine beste Platzierung ein 22. Rang beim Super-G von Bormio war. Im Winter 2023/24 startete Franzoni wieder vermehrt im Europacup. Mit Podestplätzen in Sella Nevea und Kvitfjell belegte er in der Super-G-Wertung hinter dem Franzosen Florian Loriot den zweiten Platz, wodurch er erneut einen Fixstartplatz für die kommende Weltcupsaison erhielt. Am 8. Dezember 2024 belegte Franzoni beim ersten Super-G der Saison in Beaver Creek den vierten Platz, seine mit Abstand beste Platzierung im Weltcup bis zu diesem Zeitpunkt. Auf den drittplatzierten Lukas Feurstein fehlten ihm am Ende nur 13 Hundertstelsekunden.

Nach weiteren Top-10-Resultaten fuhr er im Dezember 2025 als Dritter im Super-G auf der Saslong in Gröden erstmals auf das Podest. Vier Wochen später, im Januar 2026, feierte er in der gleichen Disziplin auf dem Lauberhorn in Wengen seinen ersten Weltcupsieg. Er widmete diesen Sieg seinem verstorbenen Teamkollegen Matteo Franzoso.[2] Am folgenden Tag fuhr er dort in der Abfahrt hinter Marco Odermatt und Vincent Kriechmayr auf Rang drei, womit er seinen ersten Podestplatz in dieser Disziplin feierte. Eine Woche später gewann der 24-Jährige nach zwei Trainingsbestzeiten die Hahnenkammabfahrt in Kitzbühel.[3]

Bei den Olympischen Spielen 2026 gewann er in Bormio hinter Franjo von Allmen die Silbermedaille in der Abfahrt.

Olympische Spiele

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Weltmeisterschaften

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Weltcupwertungen

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Saison Gesamt Abfahrt Super-G Riesenslalom
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2021/22138.853.151.7
2022/23133.1459.558.9
2023/24140.552.5
2024/2549.18732.4013.147
2025/2610.6635.3784.285
  • 5 Podestplätze, davon 2 Siege:
DatumOrtLandDisziplin
16. Januar 2026WengenSchweizSuper-G
24. Januar 2026KitzbühelÖsterreichAbfahrt
  • Saison 2020/21: 10. Gesamtwertung, 6. Kombinationswertung
  • Saison 2021/22: 1. Gesamtwertung, 1. Super-G Wertung, 4. Riesenslalomwertung
  • Saison 2023/24: 4. Gesamtwertung, 2. Super-G-Wertung
  • 10 Podestplätze, davon 3 Siege:
DatumOrtLandDisziplin
30. November 2021ZinalSchweizSuper-G
3. Dezember 2021Saalbach-HinterglemmÖsterreichSuper-G
15. Februar 2022OppdalNorwegenSuper-G

Juniorenweltmeisterschaften

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Europäisches Olympisches Jugendfestival

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Weitere Erfolge

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Commons: Giovanni Franzoni – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Auf Gold folgt Silber: Franzoni trumpft auf. SportNews.bz, 4. März 2021, abgerufen am 6. März 2021.
  2. Celine Jäntsch: Weltcup in Wengen - Giovanni Franzoni siegt im Super-G für verstorbenen Matteo Franzoso: "Gibt mir die nötige Kraft". Eurosport, 16. Januar 2026, abgerufen am 24. Januar 2026.
  3. Ski alpin: Franzoni triumphiert in Kitzbühel-Abfahrt. In: sport.orf.at. ORF, 24. Januar 2026, abgerufen am 24. Januar 2026.