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Challenging Nationalism in Interwar Romania’s Multi-ethnic Borderlands
Evangelicals in interwar Romania were a vibrant mix of ethnicities, languages, and social statuses. Jews, Roma, Germans, Hungarians, Serbs, Ukrainians, and Russians sang, prayed, and preached in their native languages. Romanian statesmen perceived them as a danger for the construction of a strong post-WWI national identity. The lived religion of interwar Romanian evangelicals and their struggle through music for legitimacy demonstrates the close ties between national self-understanding and religion. The diverse groups of Romanian evangelicals reveal how minorities in 20th century Europe challenged established religious concepts and constructed their new identities.
The Presentation of Conflict and Provision of Actuality
Volume Editor:
It were journalists that made war accessible for private households since the 19th century. Detailed reports and images brought the front to the living room and people around the world could follow military action on a daily basis. The people who reported about wars therefore shaped the perceptions of the respective conflicts and could even turn into political agents. This volume presents several case studies demonstrating how war and journalism were tied together on multiple levels. The contributions reflect questions related to agency, description, perception and politics alike. The authors explore which role journalists actually played in times of war and conflict and how their work fits into the overall history of violence since the 19th century.
August Wilhelm Schlegel trat 1818 eine Professur an der neu gegründeten Königlich Preußischen Rhein-Universität in Bonn an. Seine Lehrtätigkeit in Bonn zeichnete sich durch eine beeindruckende Vielfalt aus, die von deutscher Literatur über Theorie und Geschichte der bildenden Künste bis hin zur Weltgeschichte und Alten Geschichte reicht. Schlegel, der Karl Marx und Heinrich Heine zu seinen Hörern zählte, übte auch mit diesen Vorlesungen eine gesamteuropäische Wirkung aus, die im Einzelnen erst noch zu entdecken ist.
Die Textbände V/1 und VI/1 der „Kritischen Ausgabe seiner Vorlesungen” präsentieren erstmals authentisch und vollständig den Textbestand der Bonner Vorlesungen Schlegels zwischen 1818 und 1845. Die Texte werden in chronologischer Reihenfolge dargeboten, jeweils nach dem Semester, in dem Schlegel die Vorlesung erstmals gehalten hat. Dabei zeigt sich, dass Schlegel zunächst einen deutlichen Schwerpunkt auf der deutschen Sprache und Literatur in ihrer geschichtlichen Erstreckung legt und sich in den folgenden Jahren und Jahrzehnten weitere Bereiche erschließt, insbesondere in kulturgeschichtliche und geschichtswissenschaftliche Gebiete bis hin zur Etruskologie, die er in Deutschland mitbegründet.
Auf die Textbände werden 2021 die Kommentarbände mit umfangreichen Materialien und Sacherläuterungen folgen.
Methodological and Metaphilosophical Issues
Conceptual Engineering (CE) is a dynamically developing field of (especially analytic) philosophy. It aims at evaluating, reanalyzing, and redefining concepts as well as their relations with the world and language. Work in CE is of considerable interest not only for philosophers, but also linguists and researchers within ethics, social sciences, and AI. The chapters included in this volume are concerned with the most important and challenging methodological and metaphilosophical aspects of CE. The authors, representing universities and research centers from Portugal, Germany, the Netherlands, United Kingdom, Canada, Norway, Japan, and Poland, deal with concept development and dynamics, terminological disputes and negotiation, different aspects of conceptual ethics, digital humanities and explainable AI, and concept development in social sciences. The volume shows the increasing importance of CE, both as a field within philosophy, and also as a philosophical method.
Dargestellt am Beispiel der Geschichte der Musikschule Frankfurt (1860–1885)
Author:
Im 19. Jahrhundert wurden in Deutschland viele musikalische Bildungseinrichtungen eröffnet – bezeichnet als „Musikschulen“, „Konservatorien“, „Akademien“ usw. –, an denen sich junge Menschen einschreiben und Unterricht in verschiedenen musikalischen Fächern erhalten konnten. Mit dem Beginn dieser ‚institutionellen Musikpädagogik‘ setzte ein Nachdenken über angemessene Ziele und Inhalte der neuen, breitgefächerten Ausbildungen ein. Am Beispiel der 1860 gegründeten Musikschule Frankfurt wird untersucht, welche Einflüsse sich auf diese Lehrgänge, etwa auf die Formulierung von Lehrplänen und die Auswahl von Unterrichtsinhalten auswirkten. Zentral sind hier u. a. zeitgenössische Musikbegriffe und Konventionen zur Erziehung von Jungen und v. a. von Mädchen. In der Studie werden aktuelle Forschungsansätze der Historischen Musikpädagogik reflektiert. Mit der genutzten systemtheoretisch inspirierten Analyse der Quellen wird ein Beitrag zu dieser Methodendiskussion geleistet.
Rechtskatholizismus in der Weimarer Republik
Die Bedrohung und Untergrabung von Demokratien werden heute wieder lebhaft diskutiert. Viele aktuelle Entwicklungen erinnern an das Scheitern der Weimarer Republik. Dieser Band fragt nach dem Anteil der damaligen „Rechtskatholiken“, unter ihnen Franz von Papen, am Untergang der ersten deutschen Demokratie. Gehörten sie zu den „Totengräbern der Republik“? Die Beiträge nähern sich der Definition des Begriffs „Rechtskatholizismus“ und analysieren das ambivalente Verhältnis von „Rechtskatholiken“ zur katholischen Amtskirche und die Verbindungen in den Vatikan. Auch regionale Netzwerke rechtskatholischer Akteure in ihren Hochburgen Westfalen und Rheinland sowie wichtige überregionale Bezüge und transnationale Perspektiven werden aufgezeigt. Ausblickend wird diskutiert, wie viel Katholisches in heutigen rechten Strömungen steckt − und wie viel Rechtspopulismus im heutigen Katholizismus.
Ausgehend von den zentralen Grundgedanken der Hegelschen Philosophie greift dieser Band die brennendsten intellektuellen Herausforderungen unserer Zeit in den verschiedensten Bereichen auf – von der Logik bis zur Philosophie des Rechts, von der Philosophie der Geschichte bis zur Robotik, von der Ästhetik bis zur Ökologie – und versucht, die heutige Relevanz der Hegelschen Philosophie argumentativ zu belegen. Die Kontexte, in denen die Konzepte, Prinzipien und Paradigmen der Hegelschen Philosophie produktiv werden können, sind vielfältig und entscheidend für ein angemessenes Verständnis unserer disharmonischen Gegenwart.
Geschichte und Geschichten
Author:
Zum 100. Geburtstag des Hörspiels legt Günter Peters eine Geschichte dieser Kunstgattung vor, die seit ihrer Entstehung eine breite thematische Palette und ein vielfältiges Formenrepertoire entwickelt hat. Flankiert von der Kritik am Rundfunk als bloßem Distributionsapparat und der Utopie einer absoluten Radiokunst erkunden Autor:innen die Möglichkeiten des Mediums von den zartesten Regungen der Stimme bis zum volltönenden Geräusch der Welt. Als die Nazis den Rundfunk erobern, stagniert das Hörspiel im Anpassungszwang der Autor:innen, die dennoch versuchen, es am Leben zu erhalten. Nach dem Krieg erlebt das Hörspiel im Leitmedium Radio seine Blüte. Dabei spiegelt sich der Gegensatz von West und Ost auch in der Hörspielästhetik. In den 70er Jahren gerät das literarische Hörspiel in die Defensive gegenüber dem klang- und sprachexperimentellen Neuen Hörspiel. Aber durch diesen Streit öffnet sich die Hörspiellandschaft zu grenzenlosen Möglichkeiten, das Leben im Akustischen zu spiegeln.
Theoretische und praktische Perspektiven
Der Band befasst sich mit dem ontologischen, epistemologischen, normativen und juristischen Status kollektiver Personen. Folgende Fragen werden dabei diskutiert: Wie existieren kollektive Personen, falls sie überhaupt existieren? Worin besteht die Identität kollektiver Personen? Können kollektive Personen etwas wissen? Inwiefern können kollektive Personen handeln und zur Rechenschaft gezogen werden? Wie ist kollektives Handeln im Sinne der Mensch-Maschine-Interaktion zu verstehen?
Genealogien einer französischen Gattung des 17. Jahrhunderts
Series:  Poesis, Volume: 7
Die ‚klassische‘ französische Tragödie des 17. Jahrhunderts ist als Liebestragödie zu begreifen, in der (partnerschaftliche) Liebe erstmals wesensbestimmende Funktionen für die Konzeption von Handlungen und Figuren übernimmt. Nicht zufällig koinzidiert dies historisch mit fundamentalen Veränderungen der Geschlechterordnung, in deren Zuge sich ein dezidiert galantes Theaterpublikum herausbildet. Gattungsgenealogisch ist mit der Liebestragödie indes ein erhebliches Problem aufgeworfen, insofern sie in ein Spannungsverhältnis zum antiken Gattungsmodell tritt, das keine Liebestragödie im eigentlichen Sinne kennt. Die tradierte Bindung der Tragödie an einen Begriff ‚starker‘ Männlichkeit wird kategorisch aufgesprengt, um neue ‒ männliche und weibliche ‒ Handlungsspielräume auszuloten. Die Liebestragödie wird damit als genuiner Beitrag Frankreichs zur Gattungsgeschichte der Tragödie und zugleich als privilegierter Ort der Verhandlung gesellschafts- und geschlechterpolitischer Fragen lesbar.