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Literarische Figurationen der Gewaltherrschaft vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart
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Literarische Tyrannenfiguren und die Gewaltherrschaft der Tyrannis sind politisch und ästhetisch konstruiert. Die Studie untersucht Ästhetiken der Tyrannis in literarischen Texten im Zusammenhang mit ästhetischen Theorien. Ausgegangen wird von staatstheoretischen Erörterungen (Aristoteles, Machiavelli, Hobbes, Arendt) und den Kulturtheorien von Freud, Benjamin, Elias und Foucault sowie der Analyse tyrannischer Männlichkeiten (Theweleit, Connell, Bourdieu). Die Voraussetzung für die Untersuchung der literarischen Tyrannis-Figurationen bilden die Ästhetiktheorien von Baumgarten, Schopenhauer, Rosenkranz und Nietzsche. Ästhetiken der Tyrannis werden in Texten von Dante, Gellert, Wieland, Schiller, Bettina von Arnim, George, Thomas und Heinrich Mann, Ebner-Eschenbach, Kafka, Bronnen, Camus und Süskind analysiert. Die Studie belegt die ästhetisch-literarische Affinität von Kulturen seit dem 18. Jahrhundert zur Tyrannis.
Angela Merkel und Donald Tusk standen symbolhaft für die deutsch-polnische Partnerschaft in der jüngsten Vergangenheit. Doch hält diese Partnerschaft dem Blick hinter die Kulissen stand? Wie erfolgreich war die damalige Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Polen in der Europäischen Union und Nordatlantischen Allianz tatsächlich? Und was können wir daraus für die Herausforderungen unserer Gegenwart und Zukunft lernen? Diese Fragen untersucht die Studie und stellt dadurch die deutsch-polnischen Beziehungen in der Außen- und Sicherheitspolitik 2007–2015 aus zeitgeschichtlicher Perspektive auf den Prüfstand. Dabei wird der Eindruck einer Partnerschaft widerlegt. Zwar waren die bilateralen Kontakte so eng wie nie zuvor, doch beide Seiten kamen nicht über den reinen Dialog hinaus zu gemeinsamem Handeln. Nicht zuletzt warf auch die belastende Vergangenheit immer wieder ihren Schatten auf das bilaterale Verhältnis.
Eine Medienarchäologie des Meeres
Das Meer ist die größte Medientheoriemaschine der Welt. Denn „Welt“ muss auf See immer erst medientechnisch ermöglicht werden. Die primäre Infrastruktur, durch die das Meer operationalisiert und historisiert wird, ist das Schiff. Bernhard Siegerts groß angelegte Medienarchäologie des Meeres handelt vom Schiff und vom Meer als der Final Frontier des menschlichen Habitats, des Rechts, des Krieges, der Ästhetik, des Bildes und des Zeichens, durch die diese ihr eigenes Medienapriori reflektieren. Von der res nullius bis zum Torpedoboot, von der Verstaatlichung des Meeres im niederländischen Seestück bis zur Deterritorialisierung der Signifikanten auf dem Mississippi-Dampfer, vom Urschleim bis zum Nanoplankton, vom Undarstellbaren bis zum Verrat an der symbolischen Ordnung: All diese Figuren des Meeres lassen den medialen (Ab-)grund miterscheinen, durch dessen Ausschluss sie sich konstituieren: sei es die Materialität des Mediums, der Bildgrund, der Pirat, das Rauschen oder der Dreck.
Eine bahnbrechende Edition und faszinierende Lektüre für alle militärgeschichtlich am Zweiten Weltkrieg Interessierten: Generaloberst Friedrich Fromms Diensttagebuch der Jahre 1938-1943 - seine persönliche Arbeitsunterlage, eine historische Quelle von frappierender Authentizität. Die Aufzeichnungen des Stabschefs beim Chef der Heeresrüstung und Befehlshaber des Ersatzheeres umfassen Sitzungsprotokolle, Vermerke über Telefongespräche, Einschätzungen zur Lage der deutschen Kriegswirtschaft, Rüstungstechnik und Vieles mehr. Von besonderer Bedeutung sind Besprechungsnotizen zu vertraulichen Gesprächen mit Hitler. Spannungen im innersten Zirkel der Wehrmachtführung und Auseinandersetzungen zu frühen Aktivitäten des militärischen Widerstandes werden ebenso angesprochen wie pessimistische Einschätzungen von Admiral Canaris zum Kriegsverlauf. Die Publikation dieses Schlüsseldokuments aus einer Spitzenbehörde der deutschen Kriegsrüstung wird durch beigegebene Kurzbiographien von rund 2.500 Offizieren und Beamten der Verwaltungs- und Rüstungselite der Wehrmacht zu einem wertvollen Referenzwerk.
Die Landeskinderheilstätte Mammolshöhe in Mammolshain/Taunus war von 1927 bis 1947 ein Sanatorium, in dem an Tuberkulose erkrankte Kinder und Jugendliche behandelt wurden. Ab 1947 nahm die Einrichtung einen klinischen Charakter an und wurde zu einer Stätte der TBC-Forschung. Dieser Umschwung war das Werk des neuen Direktors Werner Catel, der vor 1945 in zentraler Funktion an der NS-Kinder-„Euthanasie“ mitgewirkt hatte. Er begann auf der Mammolshöhe mit einer Versuchsreihe zur Erprobung eines neu entwickelten Präparats gegen TBC. Die Vorgänge rund um die Versuchsreihe wurden im Zusammenhang mit einer von Verleugnung und Verharmlosung der Fakten geprägten Neuerfindung der Biographie Catels umgedeutet. Die Studie zeigt exemplarisch, wie sich die ausbleibende kritische Auseinandersetzung der Medizin mit der eigenen Rolle im NS-Staat nach 1945 auswirken konnte.
Durch Prozesse der Deindustrialisierung haben sich im Ruhrgebiet und im Rust Belt nicht nur die wirtschaftlichen Grundlagen der beiden Regionen verändert, sondern auch das soziale, kulturelle und räumliche Gefüge. Anhand der beiden ehemaligen Industrieregionen wird beispielhaft herausgearbeitet, wie etwa Landschaften, Architekturen, Materialitäten oder Immaterialitäten unaufhörlichen Überformungen und Transformationsprozessen unterworfen sind – auch und vor allem aus ästhetischer Perspektive. Der Band rückt diese Dynamiken von Stadt- und Regionsgebilden ins Zentrum und untersucht sie als Elemente von Schichtungen. Dabei geht er der Frage nach, wie die beiden Regionen konstruiert und ästhetisch produziert werden und welche Funktion dabei Schichtungsprozessen zukommt.
The Oriental Bequest of Joseph Scaliger and the University Library of Leiden
Translator:
In 1609 Joseph Scaliger bequeathed ‘all my books in foreign tongues’ to the library of Leiden University. The collection was kept in the Arca Scaligerana, an ornamental cupboard in the library. This publication provides a complete overview of all Scaliger' printed books in oriental languages for the first time. How and why did Scaliger collected these rare books? Answers can be found in Scaliger's extensive network, the develoment of oriental scholarship, the booktrade and the use of libraries. Includes the catalogue J.J. Scaliger’s Oriental Printed Books: A Bibliographic Survey
Legacy and Impact on the Transmission of al-Ghazālī’s (d. 505/1111) Thought in al-Andalus
Volume Editor:
Gathering the proceedings of a symposium organized on the occasion of the 900th anniversary of the qāḍī Ibn al-ʿArabī’s (d. 543/1148) passing, this volume brings together a diverse array of contributions highlighting his legacy, his relationship with his master al-Ghazālī (d. 505/1111), his unparalleled role in the transmission of Islamic knowledge in al-Andalus, and his lasting impact on various disciplines, including ḥadīth, theology, Islamic law, Quranic exegesis, legal theory, grammar, adab, and Sufism. This book, written by internationally recognized scholars, not only commemorates the scholarly legacy of Ibn al-ʿArabī but also illustrates how his intellectual teachings have shaped the landscape of Islamic thought in the Western Muslim world. Proudly, this book is the most accomplished reference bringing together recent advances on ongoing research around the qāḍī Ibn al-ʿArabī. Composed of articles written in English, Arabic and French, it will be of interest to specialists as well as the general public keen to learn more about the intellectual history of al-Andalus.

Rassemblant les actes d’un colloque organisé à l’occasion du 900e anniversaire de la disparition du qāḍī Ibn al-ʿArabī (m. 543/1148), ce volume réunit un large éventail de contributions mettant en lumière son héritage, sa relation avec son maître al-Ghazālī (m. 505/1111), son rôle sans pareil dans la transmission du savoir islamique en al-Andalus, et son impact durable sur diverses disciplines, y compris le ḥadīth, la théologie, le droit islamique, l'exégèse coranique, la théorie juridique, la grammaire, l'adab et le soufisme. Ecrit par des chercheurs internationaux, ce livre ne commémore pas seulement l'héritage savant d'Ibn al-ʿArabī mais illustre également comment ses enseignements intellectuels ont façonné le paysage de la pensée islamique dans le monde musulman occidental. Cet ouvrage est la référence la plus accomplie rassemblant les avancées récentes sur les recherches en cours autour du qāḍī Ibn al-ʿArabī. Composé d'articles rédigés en anglais, en arabe et en français, il intéressera tant les spécialistes que le grand public désireux d'en apprendre davantage sur l'histoire intellectuelle de l'Andalousie.

Contributors Mohammed Aalouane, Ilyass Amharar, Noureddine Elhmidy, Maribel Fierro, Kenneth Garden, Abdelghani Idaikal, Delfina Serrano-Ruano, Bruna Soravia, Jaafar Ben El Haj Soulami, and Abdallah Taourati.
What does it mean when Christians confess that Jesus was ‘born of the Virgin Mary’? This volume of essays, written by an international group of scholars, approaches this question from various perspectives. From examining the Old Testament backgrounds to exploring the Virgin Birth in various traditions and cultures, each chapter offers fresh perspectives. The contributors explore topics ranging from the Pre-Nicene tradition to modern cinematic interpretations, and from the perspectives of renowned theologians to interfaith dialogue with Islam and Hinduism. Engaging and thought-provoking, this volume promises to illuminate the significance of the Virgin Birth across diverse religious and cultural contexts.
Author:
This monograph discusses different philosophical and theological components of Aquinas’s view regarding the relation between human agency and divine providence. Against many contemporary scholars it argues that this view includes a plausible form of strong compatibilism whose philosophical premises are largely independent of Aquinas’s theological positions. Its original contributions to the understanding of Aquinas’s thought include an extensive analysis of Aquinas’s complex conception of modalities, his multileveled understanding of freedom, and his aristocratic perception of values.