Die Kunstschule auf einen Blick

Die Geschichte der Tartuer Kunstschule reicht bis ins Jahr 1919 zurück. Während dieser Zeit, von 1919 bis 2001, führte die Schule unter wechselnden Namen ein Doppelleben als Sekundar- und zugleich als Hochschule. Im Jahr 2000 dann erfolgte die eigenständige Gründung der Kunstschule und damit die Trennung zwischen der Kunsthochschule für eine praxisbezogene Hochschulausbildung und der Kunstschule für die Berufsausbildung.

Die Tartuer Kunstschule bietet eine allein auf Kunst basierende Berufsbildung und ist somit in ganz Estland die einzige Einrichtung ihrer Art. Unser Ziel ist es, innerhalb von vier Jahren eine umfassende künstlerische Grundausbildung zu vermitteln, die es unseren Absolventen ermöglicht, als Designer beispielsweise für den Einzelhandel, in Ladenketten oder auf Messen zu arbeiten.

Zielvorgabe der Schule ist es, Künstler und Designer zu unabhängigen Fachleuten auszubilden, die in der Lage sind, alltägliche Umgebung bildlich zu gestalten. Das Hauptziel ist, unseren Absolventen das nötige Wissen und die Fertigkeiten an die Hand zu geben, um auf dem europäischen Arbeitsmarkt konkurrieren zu können.

Aktuell haben wir 80 Schüler im Alter von 16 – 20 Jahren, jeweils 20 pro Jahrgang. Der Stundenplan umfasst Graphikdesign, Illustration, Zeichentrick, Raumgestaltung, Schauwerbegestaltung und künstlerische Grundlagenfächer wie Zeichnen, Malen, Bildhauerei und Gestaltung – Fächer, in denen unsere Schule auf eine lange Tradition zurückblickt. Da wir unsere Gebäude mit der Kunsthochschule teilen, haben wir die Möglichkeit, unseren Schülern auch aus den sieben Fachbereichen der Hochschule (Photographie, Medien- und Werbedesign, Bildhauerei, Ledergestaltung, Textildesign, Möbelgestaltung und Restauration und Wandmalerei und Restauration) jederzeit professionelle Lehrkräfte anzubieten und zur Verfügung zu stellen.

Ende des Jahres 2005 bewarb sich die Kunstschule, zusammen mit der Hochschule, um Mittel aus dem europäischen Sozialfonds, um einen neuen Multimediazweig in der Ausbildung ins Leben zu rufen, der 2007/08 anlaufen sollte. Bereits im Herbst 2006 wird die Hälfte der neuen Schüler der Kunstschule eine speziell medienorientierte Ausbildung erhalten.