"Trete als Aids-Life-Obmann zur�ck"
Die Sonderkommission, die die Gesch�fte des Life Balls pr�fte, gab am Mittwoch das positive Ergebnis bekannt. Gery Keszler im Interview
Pr�fung bestanden: Klaus H�bner (Pr�sident der Kammer der Wirtschaftstreuh�nder) �berreichte Gery Keszler gestern das Spendeng�tesiegel.
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Die Wunden, die das deutsche Wochenmagazin DIE ZEIT verursachte, hat die Zeit geheilt. Unmittelbar nach den medialen Angriffen im Mai dieses Jahres, der Verein Aids Life verschleiere Zahlen, hat Gery Keszler eine Sonderpr�fung eingeleitet. Die Causa endete gestern im Hotel "Le Meridien" mit der �bergabe des Spendeng�tesiegels.
KURIER: Herr Keszler, warum haben Sie bei der Pressekonferenz nicht am Podium Stellung genommen, sondern sie vom Publikum aus mitverfolgt?
Gery Keszler: Meine Aufgabe war, unmittelbar nach Erscheinen der untergriffigen Vorw�rfe (es fehlen angeblich 670.000 Euro Spendengelder, Anm. d. Red.) eine sofortige Pr�fung der Finanzgebarung des Vereins Aids Life und das Ergebnis durch unabh�ngige Wirtschaftspr�fer bei einer Pressekonferenz darstellen zu lassen und nicht Unwahrheit selbst zu dementieren.
Viele fragten sich auch, warum nach 17 Jahren Life Ball das offizielle Spendeng�tesiegel noch nicht beantragt wurde.
Wir sind �ber das Jahr gesehen eine sehr kleine Truppe. Die Erstellung der Unterlagen f�r die Einreichung sind sehr zeitaufwendig, wurden immer im Herbst begonnen und aufgrund der stressigen Life-Ball-Vorbereitungen im Fr�hjahr immer zur Seite geschoben. Es hat uns gen�gt, dass andere angesehene Organisationen auch kein Spendeng�tesiegel vorweisen. Ich bin aber froh, dass wir es jetzt vorweisen k�nnen.
Als Person �ffentlichen Interesses sind Sie es gewohnt, mit Kritik umzugehen. Was hat Sie an den j�ngsten Vorw�rfen pers�nlich gekr�nk?
Das hatte gar nichts mit pers�nlicher Kr�nkung zu tun, sondern war ein gezielter Angriff auf mein unbesch�digtes Image nach 17 Jahren Life Ball. Ich war sehr ver�ngstigt, aber auch best�rzt �ber die Schadenfreude anderer und den m�glichen Folgen daraus, im Speziellen in Fragen der Glaubw�rdigkeit von Sponsoren und allen, die uns unterst�tzen. Nach dem Motto: "Irgendwas wird schon dran sein." Es war eine bittere Erfahrung, dass ein Journalist es schafft, einen derartigen Text in einer angesehenen Zeitung ver�ffentlichen zu k�nnen, ohne mit einer einzigen verantwortlichen Person f�r finanzielle Angelegenheiten der Organisation gesprochen zu haben. Weder mit der Buchhaltung, noch mit der kaufm�nnischen Leitung, auch nicht mit dem Kassier des Vereins oder dem Rechnungspr�fer.
Welche Konsequenzen ziehen Sie daraus?
Als Life-Ball-Frontmann habe ich schon vor zwei Jahren begonnen, mich unterm Jahr sehr rar zu machen. Wir wollen mehr internationale Vorhaben realisieren. Da dient es nur wenig, bei allabendlichen Veranstaltungen immer dabei zu sein. Ich habe allerdings beim Vorstand von Aids Life meinen R�cktritt als gesch�ftsf�hrender Obmann bekannt gegeben, um f�r die Haftbarkeit nicht mehr in diesem Ausma� verantwortlich sein zu m�ssen. Vielmehr m�chte ich mich k�nftig mehr als ein beratendes Mitglied engagieren, vor allem f�r internationale Projekte als Ehren- oder Gr�ndungsobmann.
Der n�chste Life Ball ist am 17. Juli 2010 in Wien, wo auch die Welt Aids-Konferenz tagt.







