Kickxellales
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Spiromyces minutus | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Kickxellales | ||||||||||||
| Moreau ex R.K.Benj. |
Die Kickxellales sind eine Ordnung der Kickxellomycota. Es handelt sich um eine Gruppe der Zygomycota (Jochpilze) oder um eine basale Gruppe der Echten Pilze, die taxonomische Einordnung der Pilze und pilzverwandte Organismen stehen momentan noch im Fluss (Stand Juli 2026).
Merkmale
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Zur Fortpflanzung bilden die Hyphen sporentragende Strukturen, die mehr oder weniger aus dem Substrat herausragen und zahlreiche Verzweigungen, spiralförmig gedrehte Hyphen oder fruchtbare Vesikel aufweisen. An diesen Strukturen bildet sich eine große Anzahl von Einzelsporen-Sporangien. Die Sporangiosporen variieren je nach Art in ihrer Form, sind jedoch meist schmal spindelförmig oder ellipsoid. Im Zusammenhang mit der sexuellen Fortpflanzung bilden sich runde, dickwandige Zygoten, die Chlamydosporen ähneln.[1]
Ökologie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Vertreter der Kickxellales kommen saprotroph im Boden oder auf Exkrementen von Tieren (koprophil) vor. Einige sind auch parasitisch und leben an anderen Mikropilzen.[1] Viele Mitglieder der Zygomyceten lassen sich aus dem Boden isolieren, dieselben Arten finden sich aber oft auch auf Dung oder anderem organischen Material. Nur einige wenige Taxa, wie beispielsweise Hesseltinella und Zygorhynchus (beide zur Ordnung Mucorales) kommen ausschließlich im Boden vor.[2]
Zwei koprophile Gattungen, Kickxella und Spiromyces, treten in der Natur selten im Dung auf. Alle übrigen Taxa der Kickxellales sind nur aus einem oder zwei Funden bekannt, meist aus dem Boden. Durch mit toten, sterilen Arthropoden angereicherten Boden konnten drei Gattungen hinzugefügt werden (Mycoëmilia, Myconymphaea, Pinnaticoemansia). Die vierte neue Gattung (Ramicandelaber) lässt sich aus nicht angereichertem Boden isolieren.
Kickxella ist koprophil, ernährt sich also vom Kot, und ist psychrotolerant und kommt daher nur an Standorten vor, an denen ihre Temperaturanforderungen erfüllt sind. Linderina ist eine Gattung mit zwei bekannten Arten, und eine oder beide Taxa können aus Bodenproben isoliert werden, die in subtropischen oder tropischen Regionen der Welt entnommen wurden. In der Gattung Ramicandelaber wurden vier Arten beschrieben, die alle aus Bodenproben isoliert wurden.[2]
Die meisten Vertreter der Kickxellales (Coemansia, Dipsacomyces, Kickxella, Linderina, Martensiomyces, Martensella, Mycoëmilia, Myconymphaea, Pinnaticoemansia, Ramicandelaber) setzen ihre Sporen mit Wasser frei, während die Arten der Gattungen Spiromyces und Spirodactylon bei Erreichen der Reife Trockensporen bilden. Martensella corticii ist ein seltener Parasit des Basidiomyceten Corticium radiosum.[2]
Systematik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Ordnung wird eine Familie mit 15 Gattungen zugeordnet (Stand Juli 2026).[3] Insgesamt sind hier 44 Arten verzeichnet.
Es folgt eine Liste einiger Gattungen:
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Meike Piepenbring: Basale Gruppen der Echten Pilze (Fungi). In: Mykologie. Springer Berlin Heidelberg, Berlin, Heidelberg 2026, ISBN 978-3-662-72683-9, S. 411–451, doi:10.1007/978-3-662-72684-6_5.
- 1 2 3 Gerald L. Benny, Richard A. Humber, Kerstin Voigt: 8 Zygomycetous Fungi: Phylum Entomophthoromycota and Subphyla Kickxellomycotina, Mortierellomycotina, Mucoromycotina, and Zoopagomycotina. In: Systematics and Evolution. Springer Berlin Heidelberg, Berlin, Heidelberg 2014, ISBN 978-3-642-55317-2, S. 209–250, doi:10.1007/978-3-642-55318-9_8 (englisch).
- ↑ Search | COL. Abgerufen am 5. Juli 2026 (englisch).
Genutzte Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Meike Piepenbring: Basale Gruppen der Echten Pilze (Fungi). In: Mykologie. Springer Berlin Heidelberg, Berlin, Heidelberg 2026, ISBN 978-3-662-72683-9, S. 411–451, doi:10.1007/978-3-662-72684-6_5.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Kickxellomycetes | COL. Abgerufen am 5. Juli 2026 (englisch).
