Clive Davis

Clive Jay Davis (* 4. April 1932 in Brooklyn, New York City; † 22. Juni 2026 in Manhattan, New York City)[1] war der Gründer von Arista Records und CEO von J Records. Er wurde im Jahr 2000 Mitglied der Rock and Roll Hall of Fame in der Kategorie Non-Performer. Unter Leitung von Davis entstanden über 300 Nr.-1-Hits. Er nahm zahlreiche bedeutende Musiker und Bands unter Vertrag, darunter Pink Floyd, Whitney Houston, Patti Smith, Alicia Keys, Janis Joplin und Aerosmith.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Davis wurde in Brooklyn als Sohn seiner jüdischen Eltern Herman und Florence Davis geboren. Er studierte an der New York University und der Harvard Law School. Er wurde dann bei Columbia Records eingestellt. Im Jahr 1967 wurde er zum Präsidenten des Unternehmens. 1967 wurde er auf dem Monterey Pop Festival auf Janis Joplin aufmerksam, die er zusammen mit Laura Nyro und The Electric Flag zu Columbia Records brachte. Dies waren seine ersten Plattenverträge, denen im selben Jahr die Verträge mit Blood, Sweat & Tears und The Chambers Brothers folgten.
Nachdem er im folgenden Jahr Santana sowie 1973 Billy Joel und Aerosmith zu Columbia gebracht hatte, wurde er 1973 entlassen. Er gründete 1974 Arista Records. Dort stand ab 1975 Patti Smith unter Vertrag, wie auch Grateful Dead (seit 1977).
Im Jahr 1983 unterschrieb Whitney Houston bei ihm. Bei deren Debütalbum 1985 fungierte er als Executive Producer. Das Album war lange Zeit das erfolgreichste Debütalbum einer Künstlerin in den USA.
1989 unterzeichneten die beiden Musikproduzenten L.A. Reid und Babyface mit Davis einen Vertrag, der zur Gründung des Arista-Partners LaFace Records führte. Im selben Jahr erschien das Debütalbum von Sarah McLachlan auf Arista.
Sean Combs’ Label Bad Boy Entertainment ging im Jahr 1994 ebenfalls eine Partnerschaft mit Arista ein. 1999 arbeitete Davis mit Prince zusammen und veröffentlichte bei Arista das Album Rave Un2 the Joy Fantastic. Allerdings war die Kooperation der beiden nicht harmonisch.
Im Jahr 2022 war er als Produzent an der Filmbiografie Whitney Houston: I Wanna Dance with Somebody beteiligt.
Diskografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Clive Davis als Autor (A) und Produzent (P) in den Charts
| Jahr | Titel Interpretation |
Höchstplatzierung, Gesamtwochen/‑monate, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[2] (Jahr, Titel, Interpretation, Platzierungen, Wochen/Monate, Auszeichnungen, Anmerkungen) |
Anmerkungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1971 | How Can I Unlove You P Lynn Anderson |
— | — | — | — | US63 (7 Wo.)US |
Erstveröffentlichung: August 1971 |
| 1972 | Cry P Lynn Anderson |
— | — | — | — | US71 (5 Wo.)US |
Erstveröffentlichung: Januar 1972 |
| 1980 | All Out of Love A Air Supply |
— | — | — | UK11 (11 Wo.)UK |
US2 ×2 (27 Wo.)US |
Erstveröffentlichung: Mai 1980 |
| 1987 | I Wanna Dance with Somebody (Who Loves Me) P Whitney Houston |
DE1 (21 Wo.)DE |
AT3 (4½ Mt.)AT |
CH1 (19 Wo.)CH |
UK1 ×5 (25 Wo.)UK |
US1 ×8 (20 Wo.)US |
Erstveröffentlichung: 2. Mai 1987 |
| 1994 | Everybody’s Got Summer P Atlantic Starr |
— | — | — | UK36 (2 Wo.)UK |
— |
Erstveröffentlichung: 1994 |
| 1999 | All Out of Love A Andru Donalds |
DE3 (24 Wo.)DE |
AT3 (14 Wo.)AT |
CH3 (18 Wo.)CH |
— | — |
Erstveröffentlichung: 22. März 1999 |
| 2001 | A Woman’s Worth P Alicia Keys |
DE45 (8 Wo.)DE |
AT71 (2 Wo.)AT |
CH32 (16 Wo.)CH |
UK18 (9 Wo.)UK |
US7 (20 Wo.)US |
Erstveröffentlichung: 25. September 2001 |
| 2002 | How Come You Don’t Call Me P Alicia Keys |
DE80 (3 Wo.)DE |
— | CH60 (5 Wo.)CH |
UK26 (3 Wo.)UK |
US59 (9 Wo.)US |
Erstveröffentlichung: 4. Juni 2002 |
| Girlfriend P Alicia Keys |
DE100 (3 Wo.)DE |
— | — | UK24 (5 Wo.)UK |
— |
Erstveröffentlichung: 25. November 2002 | |
| 2014 | Rolling in the Deep (The Aretha Version) P Aretha Franklin |
— | — | CH74 (1 Wo.)CH |
— | — |
Erstveröffentlichung: 6. Oktober 2014 Original: Adele, 2010 |
grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar
Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Als Produzent gewann er vier Grammys:
- 2009: Best R&B Album – Jennifer Hudson, Jennifer Hudson
- 2006: Best Pop Vocal Album – Breakaway, Kelly Clarkson
- 2000: Album of the Year – Supernatural, Santana
- 2000: Best Rock Album – Supernatural, Santana
Davis erhielt außerdem den Grammy Trustees Award im Jahr 2000 und den President’s Merit Award bei den Grammys 2009. Seit 2011 trägt das Theater im Grammy Museum den Namen „Clive Davis Theatre“. Im Jahr 2000 wurde Davis in die Rock and Roll Hall of Fame in der Kategorie der Non-Performer aufgenommen.
Davis war Absolvent der New York University und ein bedeutender Wohltäter. Die Abteilung für Musikaufzeichnungen der Tisch School of the Arts, das „Clive Davis Institute of Recorded Music“, ist nach ihm benannt.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- James Willwerth (Hrsg.), Clive Davis: Clive – Inside the Record Business. William Morrow, New York 1975, ISBN 0-688-02872-1 (Autobiografie).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Clive Davis Inductee mit Bio ( vom 13. Mai 2016 im Internet Archive). In: Rock & Roll Hall of Fame
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Dan Hyman: Clive Davis mit 94 Jahren gestorben. In: rollingstone.de. 22. Juni 2026, abgerufen am 22. Juni 2026.
- ↑ Chartquellen: DE AT CH UK US
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Davis, Clive |
| ALTERNATIVNAMEN | Davis, Clive Jay |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Musikmanager und Produzent |
| GEBURTSDATUM | 4. April 1932 |
| GEBURTSORT | Brooklyn, New York City |
| STERBEDATUM | 22. Juni 2026 |
| STERBEORT | Manhattan, New York City |
